(RA).- Der FC Ederbergland benötigt in der Fußball-Bezirksoberliga Gießen/Marburg nur noch einen Zähler, um Meisterschaft und Aufstieg perfekt zu machen. Durch einen deutlichen 5:0-Heimsieg über Verfolger SSV Dillenburg schraubte der Tabellenführer sein Punktekonto auf 62. Die beten Karten den 2. Aufstiegsplatz zu ergattern hat im Moment Eintracht Lollar, das im Schlagerspiel der Woche am Samstag den FC Cleeberg mit 1:0 besiegte und dessen Chancen dadurch erheblich sinken lies. Auch der FC Burgsolms patzte. Im Lokalderby gegen den FSV Braunfels II reichte es nur zu einem 1:1, das die Einbuße des 2. Tabellenplatzes zur Folge hatte. Neuer Vierter ist Aufsteiger VfL Neustadt, dem ein 2:0-Heimsieg über den FV Breidenbach gelang. Die Heimsiege des VfB Wetter (3:2 gegen Frohnhausen) und Kirchhain (6:1 gegen Wallau) dürften zu spät kommen, denn der Rückstand ist kaum noch aufzuholen. In der Abstiegszone sieht es weiterhin ganz bitter für den TUS Naunheim aus, der nur ein 1:1 gegen die SG Birklar im Kellerduell erreichte. Birklar blieb dadurch auf dem Abstiegsrelegationsplatz, Naunheim kann aus eigener Kraft nicht mehr den Ligaerhalt schaffen. Als erster Absteiger steht der fV Wallau fest und für den SSV Langenaubach, der diesmal spielfrei war, bleibt auch nur noch wenig Hoffnung. Pohlheim muß weiter bangen, denn in Michelbach gab es bei der 2:3-Niederlage keine Punkte.

Eintracht Lollar – FC Cleeberg 1:0 (0:0)
Für beide Teams stand viel auf dem Spiel, entsprechend engagiert gingen beide Seiten über die 90 Minuten zur Sache. Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Schon nach 12 Sekunden zeigte Schiedsrichter Rolbetzki auf den Elfmeterpunkt. Cleebergs Torwart Dreikausen rutschte dem anstürmenden Bargello entgegen, lenkte den Ball zur Seite, der Lollarer Mittelfeldspieler verstand es jedoch geschickt an des Keepers Oberschenkel einzufädeln und fiel spektakulär zu Boden. Den von Nikolas Milos halbhoch getretenen Elfmeter parierte Jan-Erik Dreikausen jedoch mit gutem Reflex. Im weiteren Verlauf der 1. Hälfte hatten die Abwehrspieler ihre Gegner auf beiden Seiten gut im Griff.


Vor allem das gefürchtete Sturmduo er Gastgeber, Ali Ülger und Ralf Landgraf bekamen gegen Björn Rösel bzw. Erik Schimpf überhaupt keinen Stich, auch auf der Gegenseite konnten sich Manuel Römer und David Pizzini auch kaum einmal ins Szene setzen. Richtig gefährlich vor beiden Toren wurde es eigentlich nur bei Standartsituationen, doch auch da blieben die Abwehrspieler letztendlich Herr der Lage. Bis zur 45. Minute gab es vor beiden Toren daher jeweils nur wenige aufregende Szenen. Zum einen traf Münnich mit einem gefährlichen Freistoß das Außennetz und verfehlte Landgraf nach einem Abpraller nur knapp das Tor, während auf der Gegenseite Manuel Römer einmal den Ball nicht richtig traf, sodass Torwart Baumeister sicher aufnehmen konnte. Bei einer umstrittene Szene vor dem Lollarer Tor wurde Manuel Römer durch Maaß ebenso gestoppt wie in der Anfangsminute der Lollarer Bargello, doch diesmal blieb der Pfiff des Schiedsrichters aus. Kurz vor dem Seitenwechsel hätte Chabou die Führung für die Eintracht markienen müssen, schoss allerdings überhastet über das Gehäuse. In der 2. Hälfte ein ähnliches Bild. Es ging teilweise kräftig zur Sache, kein Team wollte einen Gegentreffer riskieren. Nachdem David Pizzini und Salvatore Russo gute Chancen für Cleeberg vergaben und auch Polat und Kraft auf der Gegenseite nicht erfolgreich waren, fiel in der 83. Minute das Tor des Tages. Einen weit hereingezogenen Freistoß wollte sich Cleebergs Torwart aus der Luft angeln, bekam das Leder aber nicht sicher zu fassen, Polat lupfte den All in die Mitte, wo er erneut zu kurz abgewehrt wurde, sodass Hajdar Kilic aus dem Hintergrund einen platzierten Schuss ansetzen konnte, der im Netz einschlug. Nun versuchte es der FCC mit der Brechstange, konnte sich aber nicht mehr entscheidend durchsetzen In der hektischen Schlussphase verlor zunächst Frank Itter die Nerven und lies sich zu einer Tätlichkeit gegen Maaß hinreißen und sah ebenso die Rote Karte wie in der Nachspielzeit Pizzini, der seinen Gegenspieler umstieß, weil er ihm den Ball nicht zu einem Freistoß herausrücken wollte.
Spielstenogramm: FC Cleeberg: Jan-Erik Dreikausen; Erik Schimpf, Björn Rösel, Frank Itter, Oliver Würz, Johannes Kaiser; Sebastian Kaiser, Manuel Römer (ab64. Salvatore Russo), Christoph Meywald (ab 61. Steffen Viehmann), Wolfram Baum, David Pizzini. Tor: 1:0 (83) Haydar Kilic; Schiedsrichter: Marcus Rolbetzki (FSV Schröck). Zuschauer: 200; Rote Karten: Frank Itter (88.) und David Pizzini (91.) beide fC Cleeberg.