Gangesgavial (Gavialis gangeticus) im Parrer seim Fischteich gesehen
Der zur Familie der Krokodile zählende Gangesgavial (Gavialis gangeticus) wurde von einem Cleeberger Anglertrio an den Fischteichen im Seegrundweg entdeckt. Die zoologische Sensation in der Cleeberger Gemarkung sorgte für großes Aufsehen unter den heimischen Tierfreunden. Wie das seltene Reptil den Weg ins Cleebachtal gefunden hat, darüber kann z. Zt. nur spekuliert werden. „Aich hunn geglaabt es wier enn gruoße Wels, do musst aich irscht amuol a Flasch Export trenke domet eich kluor sehe konn “ sagte der passionierte Angler Armin „Barny“ Schindel in einer ersten Stellungnahme zur newsletter-redaktion. Auch seine Anglerfreunde „Reini“ Deiss und „Micoud“ Baum, die ebenfalls an Parrers Fischteich weilten, konnten ihre Begeisterung kaum in Worte fassen. „Da ist man auf Forellenfang und begegnet einem Krokodil“ suchte ein ungläubiger „Reini“ Deiss nach Worten. „Micoud“ Baum, der dem ca. 6,50 Meter lange Reptil am nächsten kam, konnte nur durch einen beherzten Sprung in den vorbeifliesenden Cleebach der Bissattacke des Gavialis gangeticus entgehen. Als später die Freiwillige Feuerwehr unter der Einsatzleitung von Frank „the tank“ Dreikausen das Gebiet rund um die Fischteiche absperren wollte, waren schon zahlreiche Schaulustige rund um den Weiher eingetroffen. Nur gut, dass Armin „Barny“ Schindel seinen Exportvorrat von zwei Kisten Bier noch nicht restlos geleert hatte, so das die durstigen Feuerwehrkameraden auch noch auf ihre Kosten kamen. Der stellvertretende Abteilungsleiter und Reptilienfreund Alex „Schienenbieger“ Wahl wurde letztendlich zur Identifizierung des Reptiles herbeigerufen. „Gonz kluor enn Gangesgavial, dess sieht mer offen irschte Blick“ sagte der ehemalige Schlangenhalter Wahl nach der ersten Begutachtung aus sicherer Entfernung. Weiter führte Wahl aus, dass die Gaviale (Gavialidae) eine Unterfamilie der Krokodile (Crocodilia) sind und der einzige heute lebende Vertreter der Gangesgavial (Gavialis gangeticus)ist. Sein Lebensraum liegt normalerweise im Norden des indischen Subkontinents. „Woi der hoi her kimmt misst aich wesse. Den Buorsch konn nur oaner ausgesast hu“ war das letzte zu erhaltene Statement eines ortsansässigen Landwirtes.