Wirth-Nachfolger will mit Cleeberg wieder unter die ersten zehn

Sebastian und Johannes Kaiser gehören beim FC Cleeberg seit Jahren in die Stammelf. Doch in der kommenden Runde sind die beiden Kaiser-Brüder nur noch teilweise dabei. So müssen neue Kräfte ran, um den Club aus dem Langgönser Ortsteil zum sechsten Mal in Folge in der Fußball-Gruppenliga auf einen einstelligen Tabellenplatz zu führen Wirth-Nachfolger will mit Cleeberg wieder unter die ersten zehn. Der wichtigste Wechsel findet auf der Trainerbank statt. Hier gab Andreas Wirth nach drei erfolgreichen Jahren das Zepter an Stefan Frels weiter, der zuvor die A-Jugend des SC Waldgirmes trainierte. Der neue Coach will am Saisonende „in einer ähnlichen Region landen wie in den Jahren zuvor“ und legt sich damit die Messlatte selbst hoch. „Wenn wir einen einstelligen Tabellenplatz erreichen wollen,
müsen wir richtig Gas geben. Denn die Liga ist deutlich stärker geworden“, verweist Frels auf die Klasse der Aufsteiger VfB 1900 Gießen und SSV Langenaubach. Außerdem hat er für die Tabellenspitze Eintracht Lollar und die TSG Wieseck auf der Rechnung. Vier Spiele ist Johannes Kaiser dabei, doch dann reist er für ein Jahr in die USA. Sebastian Kaiser steht zwar an den Wochenenden zur Verfügung, weilt aber unter der Woche aus beruflichen Gründen im Freiburger Land, wo er sich auf eigene Faust fit hält. Da er während der Vorbereitung noch eine Rotsperre abbrummte, hat sich Frels noch kein Bild von dem langjährigen Führungsspieler machen könen. „Ich habe ihn noch nicht spielen sehen. Aber ich denke, er ist auch so gesetzt“, urteilt der neue Trainer über den Mittelfeldmann. Um die Ausfälle auszugleichen, holte Cleeberg mit Kai Helbig und Tim-Daniel Sannert zwei Neuzugänge vom SC Watzenborn-Steinberg. Helbig bietet sich mit seinem starken linken Fuß auch auf der Außenbahn an, während Sannert nach einer halbjährigen Verletzungspause noch Zeit benötigt, um den Anschluss ans Team zu finden. Einer, der im zentralen defensiven Mittelfeld unmittelbar vor dem Durchbruch steht, ist Nikolai Sewastjanow. „Er schafft den Sprung auf jeden Fall“, sagt Frels, der Sewastjanow schon als C-Jugendlichen bei der TSG Wieseck unter seinen Fittichen hatte. Im offensiven Bereich ruhen die Hoffnungen wieder auf Andre Böttner. Der frühere Marburger und Wetzlarer sorgt nicht nur aus dem Spiel heraus für Tore. „Durch seine Standards sind wir richtig gefährlich“, glaubt Frels, der noch Mängel in der Raumaufteilung ausmacht: „In der Abwehr müssen wir noch kompakter stehen. Da fehlt uns noch etwas die Bewegung.“