(wem). Gleich zum Auftakt der FusballGruppenliga kommt es heute Abend im Spiel zwischen Aufsteiger TuS Naunheim und der SG Ehringshausen zu einem Derby. Dabei ist in dem Nachbarschaftsduell (Anstos: 19 Uhr) ebenso wenig ein klarer Favorit auszumachen wie zum Abschluss des ersten Spieltags in der Partie am Sonntag zwischen dem TSV Eintracht Stadtallendorf II und dem FC Cleeberg (Beginn: 17 Uhr).
Funf Wochen Vorbereitungszeit hat der FC Cleeberg hinter sich. In den 21 Trainingseinheiten bis zum Saisonstart beim Liganeuling Stadtallendorf II haben die Schwarz-Gelben anscheinend hervorragend gearbeitet, denn die Bilanz der Tests kann sich sehen lassen: Der FCC gewann sechs seiner sieben Freundschaftsspiele. Stefan Frels, der neue Coach, sprach von „ansprechenden Leistungen. Die Zeichen stehen gut.“ Allerdings sei die TSV-Reserve im Herrenwaldstadion ein „undankbarer Gegner. Bei zweiten Mannschaften wissen wir nicht, was uns erwartet.“ Frels selbst schopft fast aus dem Vollen. Lediglich „Urlauber“ David Pizzini und der rekonvaleszente Fehlpassgott „Süppche“ Lange (Anm. der Redaktion) fehlen zum Rundenstart.
Die Spieler des TuS Naunheim nehmen zwar den Schwung des Aufstiegs mit, doch nach dem Einzug in die Gruppenliga sucht das Team noch sein neues Gesicht. „Mir ware es lieber, wenn die Saison
erst in zwei Wochen anfangen wurde“, bestatigt Trainer Willi Wagner. „Wir sind noch nicht so weit, wie wir sein mussten. Es zeichnet sich noch keine Mannschaft ab.“ Auserdem bangen die Lahninselkicker um die angeschlagenen Marco Fabrizio, Dominik Heide (beide Sprunggelenksverletzung), Aaron Mulch (Leistenprobleme) und Abdulgani Turkekole (Magen-Darm-Infekt), die sich mit unterschiedlichen Problemen herumschlagen.
Wagner sieht den Gast von der SG Ehringshausen in puncto Erfahrung und Zusammenspiel voraus. „Wir hingegen werden jede Menge Motivation in das Duell einbringen. So hoffe ich, den Ehringshausenern Paroli bieten zu konnen“, meint der fast 57-Jahrige. Ahnlich beurteilt Norbert Claas, der Ehringshausener Spielausschussobmann die Lage zum Rundenbeginn. Bei Naunheim sei „viel Euphorie drin. Es ist immer unangenehm, gleich am ersten Spieltag bei einem Aufsteiger antreten zu mussen.“ Dennoch sorgen die guten Resultate der Vorbereitung fur viel Optimismus bei den „Kleeblattern“. „Wir fahren guter Dinge nach Naunheim“, erklart Claas
und mahnt zu Konzentration: „Wir durfen aber nicht als Bruder Leichtfus dort auflaufen. Sonst erleben wir eine bose Uberraschung.“