(RA).- Bis auf den Spitzenreiter VfB 1900 Gießen, haben alle ambitionierten Teams der Fußball-Grupenliga Gießen/Marburg am Wochenende Spiele gegen Kellerkinder zu bestreiten. Tabellenführer Gießen könnte mit einem Heimsieg im Waldstadion dem SSV Langenaubach den endgültigen Todesstoß versetzen. Die Gäste hielten lange Zeit ganz oben mit, fielen aber zuletzt nach einer Schwächeperiode mit unerwarteten Punktver-lusten etwas zurück. Der aktuelle Tabellenzweite FC Pohlheim erwartet am Sonntag den Drittletzten TSV Großen-Linden und will mit einem Erfolg in Holzheim gegen den Nachbarn den Abstand zum Spitzenreiter halten. Die SG Birklar ist am Samstag bereits Gast des VfB Wetter, der in diesem Jahr nicht so richtig ins Laufen kommt und sich in akuter Abstiegsgefahr befindet. Der Rangdritte, TSG Wieseck gastiert beim TSV Michelbach, wo ebenfalls das Abstiegsgespenst grast. Neu herangekommen ist Eintracht Lollar. Der Landesliga-Absteiger erwartet den TUS Naunheim, gegen den die Erfolgsserie der letzten Wochen fortgesetzt werden soll.
Alles was hinter dem derzeitige Sechsten, SSV Langenaubach platziert ist, muss sich Sorgen um den Ligaverbleib machen. Das fängt an beim SSV Dillenburg, der beim FC Cleeberg zu Gast istund bei einer Niederlage vom derzeitigen Elften überholt werden würde. Zu den Mannschaften, die zwar recht weit oben platziert sind, aber gar keinen großen Vorsprung vor den Abstiegsplätzen hat, gehört auch Watzenborn-Steinberg. Die Teutonen wollen ihr Punktekonto gegen Stadtallendorf II aufbessern. Best Chancen sich etwas Luft zu verschaffen hat die SG Ehringshausen, die Schlusslicht VfL Neustadt erwartet. Der FV Breidenbach konnte sich zuletzt mit Riesenschritten aus der hinteren Zone hocharbeiten, muss seinen kleinen Vorsprung jetzt aber verwalten, dazu ist ein Heimsieg über den Vorletzten, SG Versbachtal nötig.
FC Cleeberg – SSV Dillenburg (So 14.30 )
Kann der FC Cleeberg nun den Hebel in Richtung Erfolg wieder umlegen ? Ein richtungsweisendes Spiel steht für die Elf der Interimstrainer Marco Blaschke und Wolfgang Schmidt am Sonntag gegen den SSV Dillenburg auf dem Programm. Dillenburg gehört wie der FC Cleeberg zu den Dauerbrenner der Liga, die seit der Zusammenlegung der ehemaligen Bezirksoberligen Nord und Süd immer dabei waren. Beide Teams kennen sich aus den insgesamt 11 Begegnungen, die sie gegeneinander absolviert haben, bestens. Die Bilanz spricht für den FC Cleeberg, der vor allem in den Anfangsjahren ein Angstgegner für Dillenburg darstellte. Aber das war gestern – heute sieht die Welt anders aus. Beide Teams benötigen unbedingt die Punkte, da sie im dichtgedrängten Tabellenmittelfeld gar keinen so großen Vorsprung auf die Abstiegsränge haben. Da kann eine Niederlage schon fatale Auswirkungen haben, wenn die Konkurrenten punkten und sich vorbeischleichen.
Der FC Cleeberg hat zwar 24 Punkte auf seinem Konto, aber damit nur drei Zähler Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz. Nach dem Trainerwechsel muss die Mannschaft nun beweisen, dass sie Charakter hat, die Verunsicherung der letzten Spiele aus den Köpfen bekommt. Schmidt und Blaschke wollen das Team bis zur Winterpause etwas weiter von den Abstiegsrängen wegführen. Dazu ist ein Heimsieg über Dillenburg unbedingt notwendig und das letzte Spiel vor der Pause in Versbachtal genauso wichtig.
Da sich Kai Helbig abgemeldet hat, wird der ohnehin kleine Kader des FCC weiter ausgedünnt.