Pokalkrimi mit happy end für Cleeberger E1 Das Achtelfinalspiel zwischen dem FC Cleeberg und dem RSV Büblingshausen war ein typisches Pokalspiel mit allem was dazu gehört. Geprägt von aufopferungsvollem Kampf, Dramatik, Spannung bis zur letzten Sekunde und vergebenen Chancen auf beiden Seiten. Nur der spielerische Glanz fehlte beim 6:5 Sieg nach 8-Meter-Schießen.
Die Schützlinge von Trainer Dirk John legten druckvoll los und gingen in der 6. Minute durch Niklas Panzer mit 1:0 in Führung. Büblingshausen zeigte sich wenig beeindruckt, hielt voll dagegen, so dass die neuformierte Abwehr mit Henrik Bluhm, Nils Tischler und Elia Seidel zunächst noch etwas Schwierigkeiten mit der Abstimmung hatte, dennoch aber sicher stand und keine ernsthaften Torchancen zuließ. Sie schalteten sich auch immer wieder gut nach vorne mit ein, doch allzu oft landete das Zuspiel beim Gegner. Patrick Löw trieb das Spiel unermüdlich an und versuchte seine Vorderleute in Szene zu setzen. Leider rannte man sich mehrfach in der vielbeinigen Abwehr des Gegners fest, oder es wurde noch einmal quer gespielt statt konsequent den Abschluss zu suchen. Eine Direktabnahme von Max Schmider konnte der nicht immer sichere Schlussmann über die Latte lenken und Elia Seidel scheiterte mit einem Knaller am Gebälk. Die vergebenen Chancen sollten sich bald rächen. Statt einer deutlichen Führung für die Cleebachtaler erzielte Büblingshausen in der 20. Minute durch einen Konter das 1:1. Der kämpferisch sehr starke Nils Tischler konnte eine scharfe Hereingabe nur unglücklich ins eigene Tor abwehren. Kurz vor der Halbzeitpause startete Elia Seidel einen riskanten Vorstoß und Niklas Panzer verwandelte in seiner unnachahmlichen Art den Abpraller zur 2:1 Führung. In der 28. Minute führte eine der wenig gelungenen Kombinationen über Max und Niklas zu Patrick Löw, der sicher zum 3:1 verwandelte. Der RSV Büblingshausen gab sich aber längst nicht geschlagen, setzte die Cleeberger immer mehr unter Druck und erarbeitete sich immer häufiger Torchancen. So konnte Maximilian Kiethe im Tor sich mehrfach auszeichnen, ohne ganz fehlerfrei zu spielen. Bei den Cleebergern schwanden nun, teilweise auch krankheitsbedingt, die Kräfte. Zumal Nico Rosenkranz verletzungsbedingt doch nicht eingewechselt wurde und somit kein Auswechselspieler zur Verfügung stand. Vorne kam man nun nicht mehr zum Abschluß und in der Abwehr häuften sich durch den Kräfteverschleiß die Fehler. So gelang Büblingshausen zunächst der Anschlusstreffer und kurz vor Ende der regulären Spielzeit der verdiente Ausgleich zum 3:3.
Dies bedeutete eine Verlängerung von 2 mal 5 Minuten. Erstaunlich wie beide Mannschaften trotz des intensiven Spiels nun noch einmal Kräfte freimachen konnten. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Torchancen auf beiden Seiten. Im wahrsten Sinn des Wortes wurde bis zum Umfallen gekämpft. Tore sollten aber keine mehr fallen. Im anschließenden 8-Meter-Schießen scheiterte zunächst Patrick Löw am Torhüter. Büblingshausen legte mit 1:0 vor. Henrik Bluhm glich sicher aus. Nachdem Büblingshausen patzte verwandelte Nils Tischler zum 2:1. Büblingshausen glich wieder aus, ehe Max Schmider den Ball unhaltbar zum 3:2 in den Winkel donnerte. Als anschließend der Gegner verschoss, lag es an Niklas Panzer den Sieg zu sichern. Da ihm aber wegen des kurz zuvor erlittenen Wadenkrampfes die Kräfte fehlten, konnte der Büblingshäuser Schlussmann seinen Schuss parieren. Der letzte Büblingshäuser Schütze drosch den Ball an die Querlatte. So zog Cleeberg mit einem knappen, letztendlich aber verdienten Sieg in das Viertelfinale ein. Die bis zum Schluss spannende Partie wurde von Schiedsrichter Nico Burda aus Hüttenberg souverän geleitet. Der gesamten Cleeberger Mannschaft ein Kompliment für die gezeigte Moral und den unermüdlichen Einsatz. Die spielerische Qualität muss aber ganz schnell wieder besser werden, um die nächsten Spiele weiter erfolgreich gestalten zu können. Den Pokalkrimi gestalteten: Maximilian Kiethe, Henrik Bluhm (1), Elia Seidel, Patrick Löw (1), Niklas Panzer (2), Max Schmider (1) und Nils Tischler (1).