Liebe Sportfreunde,
ein Neun-Punkte-Wochenende ist was feines,
Aber von vorne.
An Spiele um 11.00 Uhr morgens kann ich mich immer noch schlecht gewöhnen, denn das bedeutet Treff um 10.00 und manche, wie die Waldsomser Dritte, stehen schon um 9.45 Uhr vor der Türe des Kunstrasens.
Motiviert ging der Tabellenzweite aus der Großgemeinde dann auch zu Gange.
Aber, der FCC 3 machte eines seiner besten Spiele und ließ beim 3-0 Heimsieg dem Gegner keine Chance.
Die Tore erzielten wieder mal Torjäger Dennis Peldzius im Doppelpack und nach herrlicher Vorlage von Max Schmider, Rechtsaußen Basti Beiden.
Es spielten: Erik Schimpf im Tor, Sebastian Kaiser, René Krick, Basti Beiden, Tom Mickle, Felix Mohr, Max Schmider, Witalij Bertram, Kai Winter, Dennis Peldzius und Irfan Bilgin.
Eingewechselt wurden Lukas Stellberger, Patrik Kullmer, Roman Joskowski und Marcel Prguda.
Weiter ging es drei Kilometer weiter entfernt in Cleeberg.
Im Duell der A-Liga Vertretungen war noch mehr Brisanz im Vorfeld auszumachen, da beide Teams im unteren Tabellentableau stehen.
Doch es war an sich ein recht ruhiges und harmloses Spiel und man wunderte sich schon, dass bis auf die wilde Anfangsphase, in der beide Mannschaften je einen Elfer verschossen, auf beiden Seiten etwas die Intensität fehlte.
Nun, zumindest konnte die John-Elf eine der zahlreichen Möglichkeiten, die man sich in den gesamten Neunzigminuten erarbeitete, nutzen.
Mit einer schönen Einzelleistung traf Mittelstürmer Theo Textor zum 1-0 nach einer halben Stunde, was tatsächlich auch das Endergebnis sein sollte.
Weitere Chancen oder Halbchancen auf Seiten des FCs blieben ungenutzt, auch weil man ganz gut bis vor dem Sechzehner kombinierte, aber dann der unbedingte Wille ein Tor zu erzielen fehlt.
So musste man aufgrund des mageren Vorsprungs bis zum Ende auf der Hut sein.
Aber die sichere Abwehrkette ließ nichts mehr zu und die wichtigen Drei-Punkte blieben im Kleebachtal.
Fazit: Ein verdienter Sieg der Zweiten, die aber hier und da ihre Nervosität nicht ablegen konnte.
Es spielten: Micha Bilenkyy im Tor, Yannik Stellberger, Julian Bäuerle, Till John,Levent Aytemiz, Ferdi Aytemiz, Theo Textor, Luis Graulich, Lennart Nehls, Justin Engel und Christian Theisinger.
Eingewechselt wurden Finn Rühl, Hendrik Stehnke, Luca Ponterlitschek, Batu Yesil und Maik Magera.
Einiges, was ich gerade bei der Zweiten geschrieben habe, kann man 1 zu 1 auch bei den ersten Mannschaften so stehen lassen.
Beide Teams brauchten die Punkte, der FCC, um zumindest in den einstelligen Bereich der Tabelle vorzurücken und die SG aus Waldsolms um von der Abstiegszone wegzukommen.
Und auch hier hatte der FCC die nächsten 90 Minuten die Gäste eigentlich gut im Griff, aber wie schon im Spiel zuvor, hätte man einfach früher den Sack zumachen müssen.
Da ich mich sonst wiederholen müsste und die Wetzlarer Zeitung von mir schon einen Bericht bekommen hatte (hier gibt es noch einen Kommentar bei „Sonstiges“), gebe ich diesen Bericht jetzt weiter:
FC Cleeberg – SG Waldsolms 1:0 (1:0): „Ein hochverdienter Sieg, der knapper war, als er hätte sein müssen“, resümierte Cleebergs Sprecher Erik Schimpf nach der Partie. Vor rund 350 Zuschauern nahm das Derby schnell Fahrt auf. Bereits nach sieben Minuten hatte Cleeberg die große Chance zur Führung: Nico Rosenkranz legte auf Dominik Huisgen, der aus kurzer Distanz jedoch zu lange zögerte und noch gestoppt wurde.
Die Platzherren blieben anschließend am Drücker und belohnten sich in der 30. Minute. Adis Fejzovic legte für Leo Beecht auf, der den Ball aus 13 Metern wuchtig zum 1:0 ins Tor setzte. Waldsolms kam dann zunächst mit mehr Energie aus der Kabine und entwickelte eine kurze Drangphase, konnte daraus aber keine klare Möglichkeit erspielen. Auf der anderen Seite boten sich den „Raubrittern“ mehrere Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Sowohl Mergim Omura als auch Fejzovic scheiterten jedoch frei vor dem Tor.
Dadurch blieb die Partie trotz Cleebergs Chancenplus bis zum Ende spannend. Waldsolms kam dann erst in der 90. Minute zu seiner ersten echten Gelegenheit nach der Pause. Linus Lauber war aber zur Stelle und klärte zur Ecke. Der FC Cleeberg brachte die knappe Führung anschließend über die Zeit und machte den verdienten Derbysieg perfekt.
Es spielten: Linus Lauber im Tor, Kevin Weidner, Fabian Wenig, Michael Strauchmann, Nico Rosenkranz, Moritz Schmidt, Simon Kranz, Dominik Huisgen, Adis Fejzovic, Mergim Omura, Leo Beecht. Eingewechselt wurden: Flo Kranz und Felix Dinnes.
Nach dem Spiel beklagten die Gäste zurecht, dass ihre Ausfall- bzw. Verletztenliste doch recht hoch wäre und sie dadurch entscheidend geschwächt wären. Stimmt! Aber wenn ich die Cleeberger Invaliden aufzählen muss, komme ich auch auf eine ganze Mannschaftsstärke!
Zumindest standen Paddy Löw und Maik Magera nach monatelangen Ausfall wieder im Aufgebot, bzw. Magera spielte sogar souverän eine Halbzeit bei der Zwoten.
Aber, ein großer Kader ist mittlerweile unumgänglich.
Das bestätigte auch der bekannte Waldsolmser sportliche Leiter Rüdiger Knedla (früher aktiv beim FC Burgsolms, SF Burkhardsfelden zu Landesligazeiten), mit dem ich mich nach dem Spiel unterhielt: „ Wir hatten nach dem Ende der Vorbereitung zwanzig fitte Spieler und ich dachte, dass ist ja mal endlich was. Nach und nach fielen aber immer wieder Leute aus, so dass wir wieder am basteln sind. Du brauchst eigentlich 25 Mann im Kader, heutzutage!“
Dem stimme ich zu und ich frage mich, wie man noch vor 15-20 Jahren mit grob fünfzehn Leuten durch die gesamte Saison gekommen ist. So viel hat sich das Spiel doch nicht verändert, oder doch?