Nicht akzeptabel war die Leistung der Kleebachtaler gegen eine sehr agile und offensiv starke Buchenauer Mannschaft um den pfeilschnellen Haberzettl. FC Trainer Wirth sprach von einem reinigenden Gewitter zur rechten Zeit. FSV Buchenau – FC Cleeberg 3:1 (1:0) Nach fünf Spielminuten krachte ein erster Warnschuss von Haberzettl an den Cleeberger Pfosten, ehe der gleiche Spieler nur vier Minuten später zur Führung einsetzte (9.). Haberzettl setzte seine Schnelligkeit ein, überlief gleich zwei Cleeberger Verteidiger und schob den Ball locker am Cleeberger Torwart Misgaiski vorbei in die Maschen. Der FC kam in der 10. Spielminute zum ersten Torschuss durch Johannes Kaiser, allerdings stellte sein Schuss Buchenaus Keeper Möller vor keine großen Probleme. Die erste wirkliche gefährliche Chance ergab sich aus einem Freistoß durch Böttner, der Ball blieb erst in der Mauer hängen, Böttners anschließende Flanke lief parallel zur Torlinie, Russo kam nicht mehr an den Ball. FC Coach Wirth musste in der 17 Spielminute schon den ersten Wechsel durchführen, für den am Oberschenkel verletzten Würz kam Rössler in die Partie. Fast jede gefährliche Aktion der Gastgeber lief über den Stürmer Özdemir oder Haberzettl, der sich immer wieder aufgrund seiner enormen Schnelligkeit gefährlich durchsetzen konnte.

Der FC kam nach einer Ablage von Johannes Kaiser auf Böttner zu einer weiteren guten Möglichkeit, jedoch verzog Böttner knapp (42.). Viele Fehlpässe im Spielaufbau und im Mittelfeld auf Cleeberger Seite machte es den Gastgebern auch teilweise sehr leicht. Andreas Wirth reagierte auf die teils haarsträubenden Ballverluste im gesamten Cleeberger Team und brachte Hennen für Theisinger (43.). Die Ansprache von Trainer Wirth in der Halbzeit zeigte nach Wiederbeginn Wirkung. Heinz brachte sein Team mit einer schönen Direktabnahme aus 17 Metern wieder ins Spiel (47.). Der Jubel auf Cleeberger Seite war schnell verfolgen, denn Buchenau stellte den Abstand wieder her, nach einem Eckball markierte Wege den 2:1 Führungstreffer per Kopf für die Hausherren. Russo hatte noch eine gute Möglichkeit aus dem Gewühl heraus, scheiterte jedoch an einem Verteidiger (57.). Böttner erwies seinem Team einen Bärendienst mit seiner Gelb-Rote Karte wegen Reklamierens (73.). Misgaiski rettete gegen Özdemir in höchster Not (74.), ehe er zum dritten Mal an diesem Tage hinter sich greifen musste.

Eine Flanke von Haberzettl nutze Weder zum 3:1 Endstand. Bei einem Lattentreffer von Hahn wäre Miskgaiski machtlos gewesen (78.). Cleeberg kam in Unterzahl noch zu zwei guten Möglichkeiten, Sänger köpfte freistehend knapp über das Tor (87.) und ein Weitschuss von Rössler krachte an die Unterlatte (90.), diesen Ball hatten einige Cleeberger Zuschauer hinter der Torlinie gesehen, Schiedsrichter Henge ließ weiterspielen. Aus Cleeberger Spielerkreisen wurde der Vergleich zwischen einem ICE und einer Dampflok diskutiert, dies trifft wohl teilweise auf die magere Vorstellung der Kleebachtaler am heutigen Tage zu. Weiter geht es für den FC am Sonntag zuhause gegen den Tabellennachbarn aus Naunheim, dann hoffentlich wieder in der Form der letzten Wochen.

Der FC spielte:
Misgaiski, Schimpf, Sänger, Würz (ab 17. Rössler), Kaiser, Mangi, Jörg (78. Bernhardt), Theisinger (ab 43. Hennen), Heinz, Russo, Böttner.
Zuschauer: 120
Schiedsrichter: Bernd Hege (Amöneburg)
Gelb-Rote Karte: Böttner (Reklamieren)