Liebe Sportfreunde, ein pickepackevoller Newsletter steht heute auf dem Programm, denn das verlängerte Pfingstwochenende hatte viele sportliche Höhepunkte zu bieten.

Beginnen wir mit dem Highlight, das Pokalfinale der Ersten Mannschaften im Sportkreis Wetzlar. Cleeberg als Außenseiter im Duell mit neun Waldgirmesern und zwei Cleeberger Brüdern. Am Ende durfte sich der alte und neue Kreispokalsieger, der SC Waldgirmes glücklich schätzen, denn es war eine ganz enge Kiste und der Underdog aus Cleeberg stand gleich dreimal alleine vor dem gegnerischen Torhüter und verkaufte sich über die gesamten neunzig Minuten mehr als teuer! Aber anbei der Bericht der WNZ (die übrigens das Spiel auch mit Kamera und Moderatoren live übertrugen), der meines Erachtens sehr gut die Geschehnisse auf dem Platz wiederspiegelt.

Überschattet wurde das sehr faire Spiel von den schweren Verletzungen vom Girmeser Torwart Buss (Schulter ausgekugelt) und unserem Innenverteidiger Maik Magera, der mit schwerer Knieverletzung ausschied! Heute hat Maik schon sein MRT und wir drücken ihm die Daumen!
Gute Besserung euch beiden!

Wetzlar. Wie sagt es Mario Schappert in schöner Regelmäßigkeit kurz vor Pfingsten: „Der Kreispokal ist der einzige Titel, den der SC Waldgirmes holen kann.“ Und er hat ihn auch 2026 geholt. Aber wie! Am Ende stand ein knapper 2:1 (2:0)-Erfolg des Hessenliga-Absteigers gegen Gruppenligist FC Cleeberg. Ein Zittersieg angesichts der Verteilung hochkarätiger Chancen.
Erwartungsgemäß die Ballbesitzphasen: Der SCW hatte meist das Leder, während Cleeberg auf schnelle Konter über Florian und Simon Kranz setzte. Doch zunächst rückte das Sportliche in den Hintergrund. Keine drei Minuten waren absolviert, da rauschte Simon Kranz im Bemühen, einen Abpraller noch zu erreichen, in den Waldgirmeser Schlussmann Maik Buss. Der blieb liegen, musste fast 25 Minuten versorgt werden und wurde schließlich unter aufmunterndem Applaus des gesamten Stadions auf der Trage abtransportiert. „Maik war im Krankenhaus, ist jetzt aber schon wieder bei uns. Er hat sich die Schulter ausgekugelt“, kannte Schappert nach Abpfiff die Diagnose.
FC Cleeberg schnuppert durch Florian Kranz an der Führung
Die beste Chance nach der Unterbrechung gehörte den „Raubrittern“. Florian Kranz schüttelte Torben Höhn ab, setzte die Kugel aber nicht nur am neuen SCW-Keeper Edin Kandic, sondern auch am linken Pfosten vorbei. Die fehlende Kaltschnäuzigkeit des FCC wusste der Favorit fünf Zeigerumdrehungen später zu bestrafen: Nico Götz scheiterte zunächst am glänzend reagierenden Mykhalo Bilenkyy, bekam mit dem Abpraller aber eine zweite Chance – und schoss zum 1:0 für die Schappert-Elf ein.

Die kontrollierte nun das Geschehen und erhöhte auf 2:0. Wieder parierte Bilenkyy zunächst bärenstark, diesmal gegen ein Kopfball von Henry Erler – wieder schaltete Waldgirmes in Person von Torben Höhn am schnellsten. Bis zum Pausenpfiff schnupperte der Gruppenligist zwar am Anschlusstreffer, doch insbesondere Ben Agel (45.+23) versagten mutterseelenallein am langen Pfosten die Nerven. Durchpusten, abkühlen.
Beim SC Waldgirmes wohl ein bisschen zu sehr, denn Simon Kranz (47.) erwischte allen in Rot und lupfte den Ball über Kandic hinweg zum 1:2 aus Cleeberger Sicht ins Netz. Nur noch 1:2! Für einen kurzen Moment riskierte der FCC mehr, lief früher an und pushte sich über gewonnene Zweikämpfe nach vorn. Fast zu mutig, denn der eingewechselte Gian Olizzo (52.) scheiterte nur knapp am Außennetz.
Still im Wetzlarer Rund wurde es erneut in der 65. Minute, als Cleebergs Abwehr-Ass Maik Magera nach einem Foul liegen blieb. Auch für ihn ging es nicht weiter, gestützt von zwei Betreuern verließ der 31-Jährige das Feld. Ein Bruch im Cleeberger Spiel oder ein Nachlassen der Moral indes war nicht zu erkennen. Waldgirmes tat nicht mehr als nötig, spielte den finalen Pass oft unsauber und hatte in der Schlussphase richtig Dusel.
Die eingewechselten Matthis Erhard (72.) und Leo Beecht (83.) hatten den Ausgleich auf dem Fuß. Und weil Bilenkyy gegen Olizzo und Kevin Bartheld (beide 89.) auf seinem Posten war, stand die Tür für Cleeberg bis in die vierminütige Nachspielzeit offen. Nico Rosenkranz’ Kopfball (90.+2) war noch leichte Beute für Kandic, doch als Simon Kranz (90.+3) von halbrechts frei aufs Tor zulief, lag das 2:2 endgültig in der Luft. Da Letztere dem FCC-Angreifer aber ausging, kam nur ein Schüsschen in die Arme von Kandic heraus – und die Titelverteidigung des SCW war perfekt.
Trotz der Umstände – Abstieg, Hitze, Verletzung von Maik Buss – wollte SC-Coach Schappert hinterher „nicht behaupten, dass wir es gut gespielt haben. Cleeberg hatte viel zu viele Chancen. Wenn es danach geht, hätten sie das Ding gewinnen müssen“, gab er ehrlich zu, aber auch zu bedenken: „Für viele Zuschauer an diesem tollen Tag ist es sicher schöner, wenn es knapp ausgeht.“
Angefasst nach Spielende wirkte Cleebergs Spielertrainer Dominik Huisgen. „Wir hätten den Pokal heute verdient gehabt. 90 Minuten hat jeder für jeden gekämpft und gebissen. Wir sind über den Punkt hinausgegangen, uns hat nur das Glück und ein bisschen auch die Kaltschnäuzigkeit gefehlt. Ich bin richtig stolz auf die Jungs und werde heute gut schlafen“, überwog beim 32-Jährigen schon wieder das Positive.
Cleeberg: Bilenkyy – Fejzovic, Beier-Wicke, Magera (65. Erhard), Wenig, Agel – Löw, Rosenkranz – Florian Kranz (73. Beecht), Huisgen, Simon Kranz.
Waldgirmes: Buss (28. Kandic) – Malte Höhn, Torben Höhn (46. Cost), Erler, Reuter (43. Rexhepi) – Glasauer, Bartheld, Freischlad (78. Hörr) – Khalfaoui, Götz, Behnen (46. Olizzo).
Tore: 0:1 Götz (42.), 0:2 T. Höhn (45.+13), 1:2 Simon Kranz (47.) – Schiedsrichter: Welke (Wetzlar) – Zuschauer: 800.

Am Samstag zuvor konnte der FCC, dem neuen Verbandsligisten SG Obbornhofen/Bellersheim die meiste Zeit beherrschen und Ex-Trainer Frank Kessler fasste nach dem 1-2 Endstand (Torschütze Nico Rosenkranz) gegen einen recht biederen Gegner richtigerweise zusammen: „So ein Spiel kann man eigentlich nicht verlieren!“
Die Zweite holte in einem Sommerkick gegen den RSV Büblaho II ein 0-2 auf (Torschützen Justin Engel und Altmeister Dennis Peldzius), bis ein grober Bock in der Defensive die Entscheidung für den Gegner brachte. Ebenfalls unnötig!

Das Spiel der Dritten musste ausfallen, da wir uns mit Büblingshausen auf gar keinen neuen Termin einigen konnten und die Truppe von Trainer Lukas Stellberger auf weitere Verlegungstermine mit dem Gegner freiwillig verzichtete. Mehr möchte ich zu diesem Verhalten nicht sagen…

Unsere E-Jugend, die am gestrigen Pokalfinaltag schon um neun Uhr den Anfang machte, krönte sich verdientermaßen zum Pokalsieger. Hier der Bericht von Coach Christoph Meywald, der am Montag gemeinsam mit seinem Mittrainer Dennis Heinz sein letztes offizielles Spiel als Trainer bestritt. Vielen Dank!

Mit einer guten Leistung konnten wir souverän den Kreispokalsieg feiern. Damit haben unsere Jungs nach dem Futsal-Kreismeister und dem Kreisliga-Meister nun auch den 3. Titel geholt. Respekt! Zum Spiel gegen die JSG Hüttenberg: Auf dem feinen Rasen im Wetzlarer Stadion haben wir uns von einem Rückstand durch ein unglückliches Eigentor nicht nervös machen lassen und konnten das Spiel bis zu Pause in ein 3:1 drehen. Auch in der 2. Hälfte spielten wir konzentriert weiter und erhöhten auf 6:1. Hüttenberg konnte noch auf 6:3 verkürzen. Zusammen mit unseren Fans duften wir unter großem Jubel den Pokal in Empfang nehmen. Danke für die großartige Unterstützung von Freunden und Familien. Weiter geht es übrigens am 14.06. mit der Regionalmeisterschaft.

Nach dem Spiel der D-Jugendmannschaften, welches der VfB Aßlar gewinnen konnte, waren die Oldies dran. Die Wölflick/Gryglewski-Truppe tat sich sehr schwer gegen die disziplinierten Gegner des FC Spartak. Hier muss man aber schon Parallelen zur Ersten Mannschaft ziehen, da man vorne zig Chancen vergab und hinten zweimal pennte. Nur so lässt sich der 2-2 Endstand gegen die Spartakiade erklären, denn klar besser war man (Tore: S. Kaiser und D. Peldzius) !
Im Elferschießen wetzte man die Scharte aber aus, Kevin Misgaiski hielt einen Elfer und Hocker, Jo Kaiser, Peldzius, Theisinger und Misgaiski selbst, verwandelten bombensicher zur Pokaltitelverteidigung!
Zu guter Letzt holte sich auch die von unserem Mo Schmidt betreute C-Jugend den Kreispokalsieg mit einem deutlichen 4-0 gegen allerdings gute und unbequeme Gegner der JSG Dutenh/Münchh/Spartak. Einen großen Anteil hatte der Niederkleener Leon Manueli, der drei blitzsaubere Treffer für sein Team erzielte.
Hier kommt es nach dem Pokal- und Meistertitel zu zwei Entscheidungsspielen gegen den Gießener Meister, der FSG Wettenberg, um den Gruppenligaaufstieg.

Diesen anvisierten Aufstieg schafften am Samstag schon die von Philipp Watz (der tags darauf zum zweiten Male Vater wurde, Glückwunsch zum Töchterchen!) und Klaus Schneider betreuten B-Junioren, nach einem aufregenden 1-0-Erfolg durch ein Tor von Stürmer Henri Schobel gegen den punktgleichen VfB Aßlar. Ein Riesenerfolg für die JSG. Danke an die Trainer, Betreuer und natürlich besonders die Spieler.
Der FCC hatte im Entscheidungsspiel mit Max Heinzmann, Henri Lowak, Lennox Lang, Emil Hecht, Leon Manueli und David Becker sechs Spieler in der Startelf.