So schnell ist man wieder auf dem Boden der Tatsachen. Da hat man einen Gegner der, nach sieben Niederlagen in Serie, sichtlich verunsichert ist, geht das Spiel nicht ernst genug an, spielt katastrophale Fehlpässe am laufenden Band, nützt die Chancen nicht und irgendwann führt dieser vermeintlich leichte Gegner 1:0 (36.). Dann rappelt sich die Mannschaft auf, erzielt durch Niklas Panzer den Ausgleich (53.), hat anschließend Chancen im Minutentakt, die nicht genützt werden, dafür wird dem Gastgeber in der letzten Minute der Führungstreffer geschenkt. Alles Gute zum 1. Advent nach Braunfels.

All das, wofür die Schmidtschützlinge in den letzten Wochen zu Recht gelobt wurden, konnte heute nicht abgerufen werden. Gründe dafür gibt es etliche. So fehlten mit Lara Schmidt und Maximilian Kiethe wegen Krankheit und Verletzung zwei wichtige Stammspieler. Dadurch geriet das sonst so gut harmonierende Gefüge der Mannschaft deutlich aus den Fugen. Einigen Akteuren, die während der Woche krank waren, fehlte die notwendige Kraft und Spritzigkeit. Den vier „Aushilfskräften“, davon drei aus der E-Jugend (Jahrgang 2001und 2002) fehlt einfach noch die Erfahrung um sich in der Gruppenliga durchsetzen zu können, auch wenn sie sich nach Kräften mühten. Auch zeigt sich, dass den lauf- und einsatzfreudigen Spielern jetzt am Ende der Hinrunde einfach die Kräfte ausgehen mussten, da sie bisher Alles gegeben haben und die Substanz nun einfach nicht mehr da ist. Trotz all dieser berechtigten Gründe kann sich der bisher so begeistere Beobachter des Eindrucks nicht erwehren, dass diese unnötige Niederlage im Kopf und nicht in den müden Füßen entstanden ist.

Auf Grund der übrigen Ergebnisse kann man zunächst nur von der JFV FC Aar vom vierten Tabellenplatz verdrängt werden. Allerdings ist das Mittelfeld noch enger zusammengerückt. Zwischen Platz vier und Platz neun sind es lediglich fünf Punkte. Dadurch ist für die weitere Rückrunde für ordentlich Spannung gesorgt.

Nun gilt es, trotz etlicher Hallentermine, in den nächsten Wochen zu regenerieren, wieder gesund zu werden und die weiteren Spiele der Rückrunde in alter Frische und mit Selbstvertrauen anzugehen. Auch wenn der Kader klein ist, hat die Mannschaft das Zeug dazu auch eine erfolgreiche Rückrunde spielen zu können. Auf das bisher Erreichte kann sie trotz dieses Dämpfers stolz sein.

Im vergeblichen Einsatz waren: Luca Fischer, Lorenz Köster, Sebastian Lotz, Patrick Löw, Marvin Müller, Niklas Panzer (1), Nico Rosenkranz, Max Schmider, Elia Seidel, Nils Tischler, Torben Uhlig und Tom Woiwod. (RS)