In einer zerfahrenen Partie auf dem Cleeberger Ausweichplatz in Espa behielt die Mannschaft aus dem Wetzlarer Stadtteil am Ende die Oberhand und besiegte den FC Cleeberg mit 2:1.

Dabei lief es zu Beginn des Spiels gar nicht schlecht für die Truppe von Trainer Andreas Wirth. Per Fuß, Kopf und Freistoß hatten Joshua Müll (3. Min.), Russo (7.) und Böttner (12.) gute Gelegenheiten, aber ein Treffer wollte nicht gelingen. Viel besser machte es Naunheim in Person von Mahyar Aliakbari (13.): Nach einem feinen Pass von Jonas Kuss in die Schnittstelle der Cleeberger Abwehr überlief die Naunheimer Nummer Neun erst den Cleeberger Keeper Misgaiski und vollendete dann gekonnt ins leere Tor.

War zu diesem Zeitpunkt der Spielverlauf auf den Kopf gestellt, relativierte sich dies in den folgenden 20 Minuten. Mit besten Chancen fast im Minutentakt hätte Naunheim die Führung ausbauen können, ja müssen! Direkt im Anschluss an den Führungstreffer wurde Schneider wegen eines vermeintlichen Foulspiels zurückgepfiffen, als er schon allein in Richtung Tor unterwegs war. Sidorenko konnte eine maßgenaue Flanke von Aliakbari frei vor dem Tor nicht verwerten und schoss stattdessen drüber (23.). Kuss schoss am Tor vorbei, obwohl er freistehend am Sechzehner den Ball vor die Füße bekam (27.). Und noch einmal Sidorenko mit einem Gewaltschuss aus knapp 20 Metern, den Misgaiski gerade noch mit der Faust am Tor vorbeilenkte (30.).

In der Folge wirkten sich zwei Wechsel auf den Spielverlauf aus: So stellte Trainer Wirth die Cleeberger Hintermannschaft um und brachte Timo Sänger ins Spiel (31.), der fortan kaum mehr einen Zweikampf verlor und der Cleeberger Defensive merklich mehr Stabilität verlieh. Auf der Gegenseite musste Chris Böttcher den bis dahin starken Aliakbari herausnehmen, was für das Naunheimer Spiel kein Vorteil war. Bis zur Pause kam es auf beiden Seiten zu keinen nennenswerten Chancen mehr.

In der zweiten Hälfte entwickelte sich die Partie zerfahren und herausgespielte Chancen blieben Mangelware. So war es bezeichnend, dass der Cleeberger Ausgleich durch Russo in der 65. Min. aus dem Gewühl im Sechzehner heraus entstand. Die daraus geschöpfte Hoffnung hielt aber nur bis zur 72. Minute an. Dann erzielte Marco Fabrizio die erneute Führung der Naunheimer (72.) mit einem Handelfmeter, den er souverän neben den linken Pfosten setzte. Zuvor rutschte Jannik Jörg unglücklich in eine Flanke und berührte den Ball mit dem Arm. In der Folge versuchte die Heimmannschaft noch einmal alles und drückte auf den erneuten Ausgleich – ein Tor wollte aber nicht mehr gelingen.

Stenogramm:

FC Cleeberg: Misgaiski, Benedict Müll, Mangi, Sebastian Kaiser, Theisinger (31. Sänger), Böttner, Joshua Müll, Pizzini, Hennen, Jörg, Russo

TuS Naunheim: Lehne, Sigl, Rinn, Heide, Sidorenko, Schneider, Fabrizio, Aliakbari (40. Bloch), Drewes, Kuss (88. Rühl)

Schiedsrichter: Siefert (Kelkheim)

Tore:
0:1 Aliakbari (13. Min.), 1:1 Russo (65.), 1:2 Fabrizio (Handelfmeter, 72.)

Gelbe Karten: Joshua Müll (Cleeberg) – Schneider, Sidorenko, Fabrizio
Gelb/Rot: Joshua Müll

Zuschauer: 100