(RS) Dies war nicht der Tag des Tabellenführers der D-Junioren Gruppenliga GI/Ma. Obwohl der FC Cleeberg von Beginn an versuchte das Spiel an sich zu reißen, zeigte sich bald, dass die Kleebachtaler nicht wie gewohnt sicher agierten. Gegen die mit viel Einsatzfreude agierenden Gastgeber wurde zu selten schnell und direkt gespielt. Allzu oft rannte man sich fest, vertändelte den Ball oder spielte ihn dem Gegner bei der Vorwärtsbewegung in die Füße. Dies nutzten die Hausherren immer wieder zu gefährlichen Kontern, indem sie das Mittelfeld schnell und gekonnt überbrückten.

So war es in der 14. Minute ein misslungener Rückpass, den der starke und sehr agile Mittelstürmer des TSV zum 1:0 nutzte. Nur sechs Minuten später fiel das 2:0, weil Cleeberg im Mittelfeld wieder zu offen agierte und einige Akteure zu spät an die Rückwärtsbewegung dachten. Dann ging allerdings ein Ruck durch die Mannschaft und Moritz Szukalski verkürzte mit einer schönen Einzelleistung auf 2:1. Kurz danach scheiterte Nico Rosenkranz am Torhüter.

Direkt nach der Pause drängte der Tabellenführer mächtig auf den Ausgleich, scheiterte jedoch innerhalb weniger Minuten in aussichtsreicher Position am guten Torhüter der Gastgeber oder am Gebälk. Dann kam, was kommen musste: der Gastgeber schließt im richtigen Moment einen weiteren Konter erfolgreich zum 3:1 ab (42). Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, ohne dass noch ein Treffer erzielt wurde. So endete das Spiel letztendlich verdient mit 3:1 für den TSV Großen-Linden, der mit einer tollen Leistung dem Tabellenführer die Punkte abrang.

Fazit: Nicht der Tabellenstand ist entscheidend, ob ein Gegner gut ist, sondern die Leistung, die ich gegen diesen Gegner auf dem Platz zustande bringe. Erst dann entscheidet es sich über gut oder nicht ganz so gut. Wenn es jetzt bei einigen Herrschaften klingelt, war das die volle Absicht des Berichterstatters.

Im Einsatz waren: Lara Schmidt, Leon Boczkowski, Lucas Horst, Lennard Kuss, Alex Richter, Nico Rosenkranz, Sebastian Lotz, Max Schmider, Moritz Szukalski (1), Tom Woiwod, Torben Uhlig und Marvin Zintl.