(RS) Durch eine äußerst unglückliche und unverdiente 0:1 Niederlage bei den Sportfreunden von Blau-Gelb Marburg verabschiedete sich der FC Cleeberg aus dem Titelrennen. Meister 2012/21013 der Gruppenliga Gießen Marburg ist der VFB Marburg durch einen 1:0 Heimsieg über den VFB Gießen. Herzlichen Glückwunsch. Marburg hatte mit einem deutlich größeren Kader den deutlich längeren Atem und hat sich durch eine beeindruckende Rückrunde den Titel verdient.
Unabhängig davon, ob der FC Cleeberg nun den dritten oder evtl. noch den zweiten Tabellenplatz erreicht, die Mannschaft kann stolz auf eine äußerst erfolgreiche Saison sein. Auf Grund der äußeren Umstände in den letzten Wochen war mehr einfach nicht drin, auch wenn man die beiden „Großen“ VFB Marburg und die TSG Wieseck, die sich durch einen 5:0 Sieg gegen Ederbergland auf den zweiten Tabellenplatz schob, gerne noch ein wenig geärgert hätte. So kommt es am kommenden Samstag in Espa zum vor der Saison nie zu erwartendem Spitzenspiel zwischen dem FC Cleeberg und dem neuen und alten Meister VFB Marburg. Da können die Kleebachtaler nun befreit aufspielen und zeigen, dass die tolle Vorrunde mit 10 Siegen in Folge und 13 Spieltage auf Platz eins, kein Zufall war.
Zum Spiel: die Mannschaft von Trainer Marco Blaschke legte sofort los wie die Feuerwehr und schnürte den Gastgeber in der eigenen Hälfte ein. Moritz Szukalski setzte sich in der 5. Minute gekonnt durch, scheiterte nach seinem Solo jedoch am Torhüter. Cleeberg hielt den Druck weiter aufrecht und es dauerte bis Mitte er ersten Hälfte ehe Marburg sich einigermaßen befreien konnte. Dann in der 19. Minute die mehr oder weniger entscheidende Szene des Spiels, als Spielmacher Nico Rosenkranz vom Marburger Torhüter, nachdem dieser den Ball abgefangen hatte derart zu Boden getreten wurde, dass er verletzungsbedingt für den langen Rest des Spiels ausfiel. Es waren Marburger Verantwortliche die zuerst das Stichwort „Elfmeter“ kund taten. Der 15-jährige Schiedsrichter Cornelius Link, aus dem benachbarten Belterhausen hatte nichts gesehen, obwohl er am nächsten dran stand. Es ist wohl müßig zu diskutieren, ob es sinnvoll ist, in entscheidenden Spielen einen jungen Mann anzusetzen, der vermutlich sein „Bestes“ gegeben hat, dem aber einfach die Erfahrung fehlt, um ein solch, dann teilweise auch hitziges, Spiel zu leiten.
Es dauerte bis kurz vor Halbzeit, bis die Cleeberger Spieler wieder richtig ins Spiel fanden. Zunächst schlenzte Tom Woiwod den Ball am langen Eck vorbei (27.) und eine Minute später traf Moritz aus spitzem Winkel nur das Außennetz. Hälfte zwei begann mit einem Pfostenschuss von Moritz (32.) und zunächst druckvollem Cleeberger Offensivspiel. Nachdem sich der Tabellenzweite aber immer wieder in der Marburger Abwehr festrannte, kamen die Gastgeber nach und nach besser ins Spiel und waren mit Kontern immer wieder gefährlich. In der 58. Minute dann die endgültige Entscheidung gegen den FCC. Ein Cleeberger Befreiungsschlag prallte von einem Marburger Spieler zurück in den Strafraum. Der getroffene Marburger Spieler ging zu Boden, Cleeberger Abwehrspieler zögerten und die Marburger Nr. 12 konnte den Ball an Marvin Zintl vorbei in die Maschen schieben. Damit war das Titelrennen für den FC Cleeberg beendet.
Dennoch war die gezeigte kämpferische Leistung in Ordnung. Natürlich merkte man der jungen Mannschaft, wie in den letzten Spielen an, dass es für sie schwer ist, mit dem Druck des Erfolges umzugehen. Kopf und Beine sind einfach schwerer und die spielerische Leichtigkeit der Vorrunde fehlte. Diese jetzt etwas schmerzlichen Erfahrungen, sollten aber für die Zukunft positiv prägen.
Nachdem der SF BG Marburg in den letzten Wochen einige Spiele mehr oder weniger abschenkte, weil die D2 gestärkt wurde, um mit dieser in die Gruppenliga aufzusteigen und auch zwei Spiele nicht angetreten ist, zeigte die heute wohl vollzählige angetretene Mannschaft, welch gutes Potential in ihr steckt. Leider steigt die Mannschaft dennoch aus der Gruppenliga ab und die D2 nicht auf.
Am Meisterschaftsrennen nahmen teil: Lara Schmidt, Lucas Horst, Lennard Kuss, Christian Lechner, Sebastian Lotz, Alexander Richter, Nico Rosenkranz, Max Schmider, Moritz Szukalski, Torben Uhlig, Tom woiwod und Marvin Zintl.