(RS) Nur drei Tage nach dem souveränen Sieg gegen den FC Burgsolms verloren die Blaschke-Schützlinge mit 3:1 bei der Eintracht Wetzlar und verloren damit auch die Tabellenführung. Erster nach der Vorrunde ist nun die JSG Ehringshausen, nach dem 4:2-Sieg in Braunfels, mit 15 Punkten und 21:5 Toren. Zweiter Wetzlar mit 15 P., 21:7 Toren vor Waldsolms 15 P. und 21:8 Toren.
Die körperlich deutlich überlegenen Gastgeber begannen das Spiel mit viel Respekt vor dem Tabellenführer und so kam die SG nach und nach gut ins Spiel und erarbeitete sich eine spielerische Überlegenheit und auch Torchancen. Diese konnten jedoch nicht zwingend abgeschlossen werden. Allerdings wurden die Waldsolmser Spieler durch die Art und Weise wie Schiedsrichter Bernd Find aus Wetzlar, der in den letzten 38 Jahren ca. 1500 Spiele für Eintracht Wetzlar gepfiffen hat, verunsichert. Bei bloßem Körperkontakt unterband er das Spiel, allerdings nur auf Seiten der Gäste. Auf Wetzlarer Seite ließ er ähnliche Situationen laufen und pfiff da nur, wenn die Situation ganz eindeutig war.
Erst als Leonardo Pizzini einen missglückten Abschlag der Wetzlarer abfing und auf seine unnachahmliche Weise zum 1:0 für die SG 2010 Waldsolms verwandelte, kam mehr Sicherheit in die Reihen der Gäste, während die Gastgeber kaum vor das Waldsolmser Tor kamen. Die ganz große Chance auf 2:0 zu erhöhen hatte wiederum Leonardo, als er sich toll gegen seinen Gegenspieler durchsetzte, den Torwart umkurvte, den Ball statt einzuschieben allerdings leider vertändelte und ihn so nur noch ans Außennetz setzen konnte. Wenige Minuten später setzte sich Moritz Szukalki von Außen kommend, an der Grundlinie gegen zwei Gegenspieler durch. Statt auf einen der drei blank stehenden Mitspieler zurück zu legen versuchte er es selbst und traf nur den Außenpfosten. Damit war eine weitere Großchance zur Ergebnisverbesserung vertan.
In dieser Phase konnte sich Wetzlar kaum Entlastung verschaffen. So forderte Wetzlars Trainer Thomas Schuster einen seinen Spieler lauthals wie folgt auf: „Geh nach vorne und lass dich fallen“! Es ergab sich allerdings keine Situation (noch nicht), in der der Spieler den Auftrag seines Trainers ausführen konnte. Dies war kurz vor der Pause auch gar nicht notwendig, denn nun schlichen sich in der Waldsolmser Hintermannschaft unverständliche Konzentrationsfehler ein, so dass die Eintracht innerhalb von drei Minuten zwei Tore (28. und 31.) zur 2:1-Führung erzielen konnte.
Drei Minuten nach der Pause dann die entscheidende Szene des Spiels. Ein Wetzlarer Stürmer will zwischen zwei Abwehrspieler der Gäste durch und lässt sich dann ohne Körperberührung vor dem Strafraum fallen. Der erfahrene Schiedsrichter Bernd Find aus Wetzlar verlegt den scheinbaren „Tatort“ nun in den Strafraum und entscheidet auf Strafstoss!!! Somit hatte er auch maßgeblichen Anteil am Spielergebnis. Dies ist aber nicht seine ursächliche Aufgabe! Der Wetzlarer Spieler lässt sich diese Chance nicht entgehen und verwandelt sicher zum 3:1 (38). Damit war das Spiel entschieden. Waldsolms versuchte zwar noch sich aufzubäumen, insgesamt kam an diesem Tage von der Mannschaft ab der 25. Minute zu wenig.
Zu erwähnen ist noch, dass nach dem das Spiel, wie gesagt gelaufen war, Schiedsrichter Bernd Find nun Entscheidungen für Waldsolms traf, bei dem sich Verantwortliche und Zuschauer der Gäste verwundert die Augen rieben und die Wetzlarer Verantwortlichen wohl zur Weißglut getrieben hätten, wenn Wetzlar nicht 3:1 geführt hätte. Fünf Minuten vor Schluß verletzte sich dann noch Benedict Saltenberger ohne direkte Einwirkung des Gegenspielers schwer und musste draußen behandelt werden. Dann zeigte Herr Find drei Minuten Nachspielzeit an. Es bleibt sein Geheimnis, warum er dann fast acht Minuten nachspielen ließ.
Bei allem Verständnis dafür, dass es immer schwieriger wird, Schiedsrichter zu stellen, sollten sich die Verantwortlichen im Kreis schon Gedanken machen, ob es wirklich sinnvoll ist, beim entscheidenden Spitzenspiel einen Schiedsrichter des Heimvereins einzuteilen.
Im Einsatz waren: Hellhund Roman, Fecke Felix, Schmider Max, Ruiz Perez Dorian, Saltenberger Benedict, Löw Patrick, Szukalski Moritz, Neuburger Daniel, Rosenkranz Nico, Pizzini Leonardo (1), Henrich Marie, Powel Ryan und Marvin Zintl
Schiedsrichter: Bernd Find (Eintracht Wetzlar)