Lauer Kick. Seltsamer Führungstreffer. Theisinger verletzt raus.

SG Kinzenbach vs. FC Cleeberg 2:0 (0:0) – Man merkte beiden Mannschaften deutlich an, was Sache ist: Die SG hat die letzten Auftsiegsambitionen wohl ad acta gelegt oder zumindest auf die nächste Runde verschoben. Der FC war mit dem letzten Aufgebot angereist. Ohne J. Kaiser, Knapp, Metin, Pizzini und durch die frühe Verletzung von Theisinger war vor allem in vorderster Front wenig zu bestellen. Hinten stand die Mannschaft um Abwehrchef Andre Böttner allerdings ordentlich und ließ wenig durch die sonst so starke Offensive der Hausherren zu. Bis auf Halbchancen gab es somit auch nicht sonderlich viel Berichtenswertes in Halbzeit eins… wäre da nicht, die bereits angesprochene Verletzung von Christian Theisinger gewesen. Auf einem sehr holprigen Platz kam der Gegnerkontakt im Zweikampf wohl zum falschen Zeitpunkt und so musste Theisinger (wie sich herausstellte mit Verdacht auf Meniskusriss) ausgewechselt werden.

Wenn auch das Spiel in Hälfte zwei nicht von „lauer Sommerkick“ zu „Spektakel“ umschwang, so sollte sich doch zumindest etwas am Ergebnis ändern. Aus Sicht des FCC leider auf der falschen Seite und das auch, naja… kurios. Kinzenbach‘s Kapitän Spottka legte sich den Ball zum indirekten Freistoß zurecht und zirkelte ihn in’s lange Eck (48.). Cleeberg’s Keeper Weber musste auf einen Kopfball spekulieren und konnte somit die kurze Ecke nicht preisgeben. „Kein Problem“ dachten die einen. „Schade! Keiner mehr dran“ die anderen. Es beschwerte sich auch tatsächlich niemand von Seiten der Hausherren. Und als sich alle wieder auf das Spiel konzentrieren wollten, konnte man aber ganz hinten ein Fähnchen wedeln sehen: Schiri-Assi Abbondanza teilte dem Schiedsrichter mit, dass Stürmer Pandera noch mit dem Kopf am Ball gewesen sei. Der war zwar überrascht, ob dieser Aussage, nahm das aber dankend an. Ab diesem Zeitpunkt war klar, dass es für den FCC sehr schwer werden würde, noch etwas Zählbares mitzunehmen. Dafür fehlte vorne leider die Durchschlagskraft. Kinzenbach hingegen drängt auf die Entscheidung und das zweite Tor. Zweimal konnte die Cleeberger Hintermannschaft gerade noch so klären. Aber in der 60. Minute schlug wiederum Spottka eine Flanke auf den Kopf von Feldbusch, der den Ball in’s lange Eck drückte. Cleeberg versuchte noch mal etwas zu mobilisieren und so drang zum Beispiel Raphael Bause das ein oder andere Mal mit Dampf in die Kinzenbacher Hälfte ein, konnte damit aber nicht viel bewirken… die Bemühungen verpufften ohne Zählbares. Zwei Fernschüsse von Mangi waren die besten Gelegenheiten. Nein, da war Kinzenbach dem dritten Treffer durch Spottka und Zuhric näher, als der FC dem Anschluss.

Fazit: Das Ergebnis trifft nicht völlig unerwartet. Aber gegen maue Kinzenbacher wäre in Bestbesetzung sicher mehr drin gewesen.

Die nächste Partie ist wiederum Samstags: Am kommenden 26.04. empfängt der FCC den FSV Schröck. Die Mannschaft von Trainer Kubonik ist punktgleich mit Tabellenführer Blau/Gelb Marburg. Anstoß ist um 15:30 Uhr in Cleeberg.

Stenogramm:

SG Kinzenbach: Bilenkyy; Kaplan, Dreiling; Zuhric (82. Gümüs), Rühl (62. Allmann), Spottka, Ried, Feldbusch, Pandera (74. Haid), Yener, Gündüz

FC Cleeberg: Weber; Mangi, Sinkel, Schimpf, S. Kaiser, Theisinger (8. Lehr), Bause, Böttner (67. Meywald) , Sauer (75. Hoffmann), Hesse, Bernhardt

Schiedsrichter: Kemal Beynal; Assistenten: Kandahari Schahin Samadi & Michele Abbondanza

Tore: 1:0 Pandera (48.), 2:0 Feldbusch (60.)

Gelbe Karten: Spottka, Haid (SGK) – Mangi (FCC)