Der FC Cleeberg hat auch das zweite Spiel des Jahres 2015 für sich entscheiden können. Schon in der ersten halben Stunde stellte die Mannschaft um Kapitän Sebastian Kaiser die Weichen auf Sieg. Eine „Wackelphase“ musste der heimische Gruppenligist jedoch überstehen. Als diese nach dem Anschlusstreffer und einem Platzverweis überwunden war, verdiente man sich die drei Punkte allerdings redlich. Überragender Akteur war dabei Dominik Trivilino, der alle drei Treffer erzielte.
FC Cleeberg vs. FSG Homberg/Ober-Ofleiden 3:1 – Die FSG von Trainer Thomas Brunet war zunächst auf gesicherte Defensive bedacht. So war es nicht verwunderlich, dass in den ersten Minuten einer durchaus flotten Partie nicht viel vor den Toren passierte. Da passte es ins Bild das ein Fernschuss von Salvatore Russo die erste und einzige Gelegenheit war, die dieses Prädikat verdiente. Nach einer Viertelstunde jedoch, kam der gastgebende FC ins Rollen. Und das in letzter Instanz einmal mehr in Person von Dominik Trivilino. Der bienenfleißige Benedikt Heinz bereite vor und Trivilino bekam die Gelegenheit aus ca. 18 Metern. Mit einem Klasse-Lupfer ließ er Patrick Böcher im Tor der Homberger keine Abwehrchance. Andre Böttner hätte kurze Zeit später am liebsten für klarere Verhältnisse gesorgt und versuchte es mit einem direkten Freistoß. Der aber konnte vom FSG-Schlussmann entschärft werden. Ab der 20. Minute hatte sich der Gast dann einigermaßen berappelt und sorgte für eigene Offensivbemühungen. Hier war die mitspielende Kevin Misgaiski aber zur Stelle (21.), beziehungsweise zielte Thomas Kotthoff über das Tor (22.). Cleeberg blieb effizienter mit seinen Gelegenheiten. Nach einer halben Stunde zirkelte Andre Böttner einen Freistoß in den Sechzehner und wieder war Cleeberg’s Neuner zur Stelle, diesmal per Kopf. Die zweifache Führung gab Cleeberg Sicherheit und man hatte nicht den Eindruck, dass sich bis zur Halbzeit sonderlich viel daran ändern würde. Die 40. Minute belehrte die Cleeberger Anhänger eines Besseren. Da fischte Misgaiski einen Ball vor Viktor Schulz aus der Luft, „räumte“ diesen aber auch direkt danach ab. Was Manuel Neuer im WM-Finale vergönnt war, sorgte im Endeffekt für den empfindlichen Anschlusstreffer. Den fälligen Elfmeter von Dominik Pfeil konnte der Cleeberger Keeper zwar parieren, aber dass Pascal Rehnelt im Anschluss abstaubte, schaffte er dann nicht mehr zu verhindern. Den Schwung des überraschenden Anschlusses nahmen die Vogelsberger direkt mit und drängten in den verbleibenden 5 Minuten auf den Ausgleich, der aber nicht mehr gelingen sollte.
Der Beginn der zweiten Halbzeit stand dann zunächst wiederum unter keinem guten Stern, aus Cleeberger Sicht. Erst wurde in der 47. Minute eine Topchance vom Schiedsrichter abgepfiffen, weil der Torwart außerhalb des Fünfmeterraumes foul angegangen worden sei. Stieß das bereits auf Unverständnis im Cleeberger Lager, setzte die Gelb/Rote Karte, die Andre Böttner unnötigerweise im Zusammenhang mit dieser Szene kassierte, dem Ganzen noch die sprichwörtliche Krone auf. Mit einem Mann weniger stand dem FCC eine ziemliche Herausforderung bevor, denn mit Marcel Seipp Pascal Rehnelt und Belihu Teshome hatten die Gäste ordentlich Offensiv-Power in ihren Reihen. Allerdings stand die Defensive um Tobias Sinkel und Peter Flink sicher und ließ keine zwingende Gästechance zu. Die komplette Mannschaft arbeitete defensiv gut und konnte selbst zu zehnt Entlastungsangriffe starten, die mit den schnellen Offensivspielern Homberg’s Defensive einiges abverlangte. In der verbleibenden Spielzeit hatte Teshome mit einem Kopfball (68.) noch die beste Chance, dem Spiel die Wende zu geben. Weder Michael Emmerich (85.), noch Thomas Kotthoff (90.) konnten mit Fernschüssen für mehr Erfolg sorgen. Besser hatte es da schon Trivilino auf der Gegenseite gemacht. Bei seinem Freistoß in der 73. Minute musste sich Torwart Böcher ziemlich strecken, um ihn über die Latte zu lenken. Es war ebendiesem Trivilino vorbehalten den Schlusspunkt der Partie zu setzen. Nachdem er mit einem tollen Solo den ein oder anderen Abwehrspieler stehen ließ und in den Sechzehner eindrang, wussten sich die Homberger nur noch mit einem Foul zu helfen und Trivilino bekam einen Strafstoß zugesprochen. Wider der alten Fussballer-Weisheit trat er selbst an und schnürte einen Dreierpack (90.+3).
Durch eine starke Mannschaftsleistung zum zweiten wichtigen Sieg der Restrunde. So hat sich das Trainer Tim Platt erhofft! In dieser Taktung geht es kommenden Sonntag (15 Uhr) gleich weiter, wenn mit Ederbergland II der nächste Konkurrent im Abstiegskampf in‘s Kleebachtal reist. Die Hessenliga-Reserve hat bei einem Spiel weniger, zwei Punkte Rückstand auf den FCC und rangiert auf Platz elf.
Stenogramm
FC Cleeberg: Misgaiski; J. Kaiser, Sinkel, S. Kaiser, Russo (80. Schimpf), Trivilino, Heinz (90. Lotz), Lehr (69. Bause), Flink, Böttner, Bernhardt
FSG Homberg/Ober-Ofleiden: Böcher, Emmerich, D. Pfeil, Teshome, Rehnelt, Seipp, Repp, Stöhr, Enns, Kotthoff, Schulz (77. M. Pfeil)
Tore: 1:0 Trivilino (16.), 2:0 Trivilino (28.), 2:1 Rehnelt (40.), 3:1 Trivilino (90.+3)
Gelbe Karten: Heinz, Bernhardt, Böttner (FCC) – D. Pfeil, Kotthoff (FSG)
Gelb/Rot: Böttner (47. wegen Reklamierens)
Zuschauer: 100