FCC erreicht Punktgewinn gegen Kinzenbach. Chancen zum Sieg auf beiden Seiten. Intensive Partie, mit zunächst nur wenigen Torchancen.

FC Cleeberg vs. SG Kinzenbach 1:1 (0:1) – Die erste Halbzeit wurde sehr intensiv geführt. Das Tempo war gut und die Zweikämpfe rassig. Aber: Torchancen waren selten. Genau eine auf jeder Seite. Das musste den gut 140 Zuschauern zunächst genügen. Auch leisteten sich beide Teams eine Menge Fehlpässe, was vor allem auf Seiten des Tabellenführers überraschte, wenn nicht sogar enttäuschte. Die erste gute Gelegenheit des Spiels hatte FCC-Torjäger Dominik Trivilino, nachdem Benedikt Heinz ihn mustergültig bediente. Frei vor SG-Keeper Mykhalo Bilenkyy zielte er aber nicht genau genug und schoss über’s Tor (39.). Auf der Gegenseite machte man es besser. Der gute Kevin Rennert wurde im Sechzehner halbrechts freigespielt, passte direkt und uneigennützig in die Mitte zu seinem Kollegen Steffen Spottka, der problemlos zur Führung einschob (43.). Eine solche Effektivität war schon eher, was man vom Meisterschaftsanwärter erwarten durfte oder – aus Cleeberger Sicht – musste. Cleeberg’s Trainer Tim Platt ärgerte sich zu Recht. Kurz vor der Halbzeit dieser Nackenschlag…denkbar ungünstig. Und unnötig! Denn die Mannschaft von Trainer Andre Weinecker war nicht besser.

Die zweite Halbzeit entschädigte ein ums andere Mal für die erste. Das erste Ausrufezeichen setzte Spottka mit einem Eckball, den er an die Latte setzte (50.). Er war es immer wieder, der die Fäden im Mittelfeld zog und seine offensiven Mitspieler geschickt in Szene setzte. Vor allem der pfeilschnelle Kevin Rennert war kaum zu halten und es hatte mit Glück und Kevin Misgaiski zu tun, dass die Gäste die Führung nicht ausbauten. Aber auch Cleeberg blieb nicht untätig. So spielte Jannik Hesse einen genialen Pass für Trivilino in die Schnittstelle. Der kam erneut freistehend zum Abschluss, verzog aber wiederum (69.). Nur zwei Minuten später auf der Gegenseite die bereits beschriebene Kinzenbacher Kombination mit Spottka und Rennert, aber Misgaiski konnte außerhalb des Sechzehners abwehren. Vollends geklärt wurde die Situation dann vom eingewechselten Peter Flink (71.). In dieser Phase wog das Spiel hin und her und es stellte sich nur die Frage: Entscheidung für Kinzenbach oder Ausgleich für die Heimelf. Die Antwort wurde von Raphael Bause vorbereitet. Im Zuge einer Kontersituation flankte er scharf vor’s Tor. Das Kopfballduell dort zwischen Trivilino und Gündüz ging knapp an Trivilino, der das 1:1 erzielen konnte (73.). Im Endspurt der Partie verpasste es kurz darauf zum wiederholten Male Rennert sein Tor des Tages zu machen und zielte zu hoch (75.). Beschlossen wurde die Partie durch ein Tor Trivilinos, dem das Schiedsrichtergespann aber die Gültigkeit wegen Abseits absprach.

Insgesamt war man auf Cleeberger Seite mit diesem Punkt sehr zufrieden, da er nicht unbedingt einkalkuliert werden konnte. Kinzenbach führt die Tabelle weiterhin an. Cleeberg musste einen Platz nach unten rutschen und steht aktuell auf Platz zehn, weil die Konkurrenz teilweise dreifach punktete. Der Abstand auf den ersten (zur Zeit theoretischen) Abstiegsplatz beträgt acht Punkte. Allerdings hat Buchenau noch immer zwei Nachholspiele.

Unter der Woche steht das Pokalviertelfinale gegen Büblingshausen an. Dieses findet am Donnerstag, den 16. April um 19:30 Uhr beim Kreisoberligisten statt.
Am kommenden Sonntag (19. April) muss der FCC beim Tabellenzweiten, der TSG Wieseck ran. Gespielt wird dort dann um 15 Uhr.

Stenogramm

FC Cleeberg: Misgaiski; J. Kaiser, Sinkel, Hesse, S. Kaiser, Bause, Trivilino, Heinz, Lehr (57. Russo), Böttner (38. Flink), Bernhardt

SG Kinzenbach: Bilenkyy; Zuhric, Spottka, Werner (71. Feldbusch), Ried, Mattig, Rinn, Pandera, Rennert, Yener, Gündüz

Schiedsrichter: Marvin Begemann; Assistenten: Nureldien Gebril & Karim Ati

Tore: 0:1 Spottok (43.), 1:1 Trivilino (73.)

Gelbe Karten: Böttner (FCC) – Pandera, Ried, Gündüz

Zuschauer: 140