Führung hält bis kurz vor Halbzeitpfiff. Hohe individuelle Klasse des Gegners. Achtbare Leistung des FCC

TSV Bicken vs. FC Cleeberg 4:1 (1:1) – Auf dem Bickener Kunstrasen war der heimische TSV von Beginn an um Dominanz und Ballkontrolle bemüht. Das sah tatsächlich auch größtenteils sehr gefällig aus. Der FC Cleeberg hatte seine liebe Mühe, präsentierte sich aber meist absolut auf der Höhe und hielt gut dagegen. Dass Bicken nicht in letzter Konsequenz vor das Cleeberger Tor kam, belegt die beste Chance, die durch einen Freistoß von Kosovar Hodaj (5.) heraufbeschworen wurde. Auf der anderen Seite schaffte es der FCC dann seinerseits, den Gastgeber ein ums andere Mal in Bedrängnis zu bringen. Schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff nach Ballgewinnen war der Schlüssel dazu und nachdem Dominik Trivilino bereits einen Warnschuss gesetzt hatte (23.) brach er fünf Minuten später auf der linken Seite durch und überwand Torwart Roman Shesko mit einem Schlenzer ins lange Eck. Beflügelt durch die Führung hätte man sogar noch einen draufsetzen können, denn Jannik Hesse ließ in Minute 36 einen Schuss los, an den der Bickener Torhüter keinen Finger mehr bekommen hätte. Zum Cleeberger Leidwesen strich dieser aber knapp am Pfosten vorbei ins Aus. Letztlich musste die Mannschaft um Kapitän Sebastian Kaiser dann doch noch dem Druck der spielerisch besseren Mannschaft beugen und kurz vor der Halbzeit den Ausgleich hinnehmen. Nach einem diagonalen Ball aus dem Halbfeld wurde Rechtsaußen Finn Schäfer zu viel Platz gelassen und so konnte er in die Mitte ziehen und aus 16 Metern gekonnt und unhaltbar vollenden (43.).

In der zweiten Hälfte bot Cleeberg weiter Paroli und das Spiel wog hin und her. Nachdem Hodaj und Kerman zunächst für Bicken vergaben (54.) war der FCC an der Reihe. Aber auch Benedikt Heinz schaffte es nicht ein Vorlage von Trivilino zu verwerten (61.). Die beste Cleeberger Gelegenheit zur neuerlichen Führung hatte der eingewechselte Wassilis Giagounidis. Nachdem Jannik Hesse einem Bickener Abwehrspieler den Ball abgeluchst hatte, flankte er scharf in die Mitte. In aussichtsreicher Position wurde der Schuss des achtzehnjährigen Griechen allerdings geblockt (68.). Danach mussten die Cleeberg neidlos anerkennen, dass der Gastgeber die Mannschaft der letzten guten halben Stunde war. Cleeberg schaffte es fortan nicht mehr für Entlastung, geschweige denn Gefahr zu sorgen. Angriff um Angriff rollte unter anderem über den eingewechselten Kerman Cemal auf das Gehäuse von Kevin Misgaiski zu. Der hatte allerdings einen Sahnetag erwischt und entschärfte die ein oder andere sehr gute Gelegenheit mit tollen Reflexen. Gegen die Führung in der 70. Minute war allerdings kein Kraut gewachsen. Nach einem Halbfeld-Freistoß konnte Kosovar Hodaj am langen Pfosten freistehend eine Kopfballverlängerung einnicken. Danach lief es wie beschrieben. Sowohl Schäfer (75.), als auch Jan Kneifel (83.) und Hodaj (87.) konnten zunächst kein weiteres Kapital aus der Überlegenheit schlagen. Erst nach einem ärgerlichen Cleeberger Ballverlust nach eigenem Eckball gelang es Kerman das 3:1 – gleichbedeutend mit der Entscheidung – herbeizuführen (89.). Das 4:1 fiel in den Schlussminuten durch Benjamin Bender per Elfmeter. Vorausgegangen war ein unnötiges Cleeberger Foul.

Für das nächste Duell empfängt der FCC die SG Waldsolms zum Derby im Kleebachtal. Gespielt wird in Cleeberg am Sonntag den 4. Oktober, um 15 Uhr.

Stenogramm

TSV Bicken: Sheshko – Rüzgar, Benner, Mülln, Kager – Keles, Bender – Demirel, Kneifel, Schäfer – Hodaj

FC Cleeberg: Misgaiski – Bernhardt, Höhn, Sinkel, J. Kaiser – Hesse, S. Kaiser, Huisgen, Wiesenfeller – Heinz, Trivilino

Schiedsrichter: Thomas Josefczuk; Assistenten: Thomas Sassor & Lena Schubert

Tore: 0:1 Trivilino (28.), 1:1 Kneifel (43.), 2:1 Hodaj (70.), 3:1 Kerman (89.), 4:1 Bender (90., Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Kneifel, Rüzgar, Keles (Bicken) – Giagounidis, Misgaiski (FCC)

Zuschauer: 150