FCC dominiert, belohnt sich aber nicht. Gäste offensiv effizienter..
FC Cleeberg vs. SG Treis/Allendorf 0:3 (0:1)
Cleeberg war, über die gesamte Partie gesehen, die bessere Mannschaft. Man erarbeitete sich Chancen in Hülle und Fülle. Aber abgesehen von der fehlenden eigenen Kaltschnäuzigkeit, war eine Person hauptverantwortlich für den Gästesieg: SG Torwart Marino Kontaxis. Der junge Mann wartete schon in der ersten Hälfte mit ein, zwei klasse Paraden auf. Zum Cleeberger Leidwesen steigerte er sich in Durchgang zwei dann sogar nochmal.
Cleeberg begann forsch und hatte mit einem strammen Schuss von Benedikt Heinz das erste Mal aufhorchen lassen (9.). Es folgten dann aber zehn Minuten, in denen man den Gästen die Initiative überlies. Thomas Diehl und Linksverteidiger Chris Dürr konnten das aber zunächst nicht ausnutzen (11. & 13.). Nach einem folgenschweren Ballverlust im Mittelfeld schafften es dann aber zwei Gästespieler die komplette FCC-Defensive auszuhebeln. Diehl setzte sich auf der linken Seite durch und passte auf Jascha Reinhardt in die Mitte. Der musste die gut getimte Vorlage nur noch über die Linie bugsieren (18.). Nach dem Rückstand drängte der FCC vehement auf den Ausgleich. Aber selbst ein halbes Dutzend Chancen brachte keinen Erfolg. Weder Yannick Lehr (25.), noch Sebastian Kaiser (30.), oder Dominik Trivilino (28. & 35.) hatten Schussglück an diesem Tag. Den Vogel– im negativen Bildsinne – schoss der beste Cleeberger Torschütze Dominik Trivilino ab. Nachdem der gute Benedikt Heinz im Sechzehner gefoult wurde, trat er zum Strafstoß an. Aber es passte traurigerweise irgendwie ins Bild, dass er noch nicht mal das Tor traf, sondern den Ball weit darüber drosch. Somit blieb es beim 0:1-Halbzeitstand.
Die zweite Hälfte spottete dann jeder Beschreibung. Der FC machte diesmal keine halben Sachen. Aber leider nur im Hinblick auf die Chancen, die zwar erspielt wurden, aber nichts einbrachten. Nicht ein halbes Dutzend. Nein, ein Ganzes! Aber allesamt vergeben. Zweimal allein versuchte es Tobias Sinkel. Beide Male aus kurzer Distanz, einmal per Fuß (54.), einmal per Kopf (61.). Der nächste war Torben Höhn per Kopf, nach Flanke von Jannik Hesse. Vor allem diesen Ball hatten die gut 175 Zuschauer schon im Tor gesehen, als Kontaxis aber noch abtauchte und den Ball um den Pfosten lenkte (75.). Treis/Allendorf verteidigte meist mit allen Mitteln und blockte noch etliche Schüsse, die gar nicht erst auf’s Tor kamen. Diese Taktik ging letztlich auf. Eine der bis dahin wenigen Entlastungsangriffe konnten die Cleeberger nur mit einem Foul im Sechzehner unterbinden und somit bot sich den Gästen die Chance die Führung auszubauen. Reinhardt, der Torschütze zum 1:0, ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte sicher zum 2:0 (78.). Mit dem Mute der Verzweiflung starteten die Mannen von Wolfgang Schmidt noch mal eine Schlussoffensive, aber Kontaxis machte vier weitere Chancen zunichte. Mit dem Schlusspfiff erzielte der eingewechselte Mattias Leinweber noch den dritten Treffer der Gäste.
Stenogramm
FC Cleeberg: Weber; Höhn, Sinkel, Bernhardt (55. Hesse), S. Kaiser, Bause, Trivilino, Heinz, Lehr (46. Russo), Wagner, Huisgen
SG Treis/Allendorf: Kontaxis, Hausner, Lotz, Lautenschläger, Lück, von Vulte (32. Wilhelm), Schwabauer, Reinhardt, Almeida da Silva (37. Fey), Diehl (85. Leinweber), Dürr
Schiedsrichter: Marcel Cholewa (Friedberg); Assistenten: Denis Weitz & Karl Richard Klenner
Tore: 0:1 Reinhardt (18.), 0:2 Reinhardt (78. ,Foulelfmeter), 0:3 Leinweber (90.+2)
Gelbe Karten: S. Kaiser, Heinz (FCC) – Lotz, Schwabauer, Fey, Lautenschläger (SG Treis)
Besondere Vorkommnisse: Trivilino verschießt Elfmeter (38.)
Zuschauer: 175