FCC verpasst nicht unmöglichen Punktgewinn. Nicht sehr attraktives Spiel. Anschluss kommt zu spät.

TSF Heuchelheim – FC Cleeberg 2:1 (1:0) – Ganz im Gegensatz zum böigen und starken Wind, kam das Spiel der beiden Kontrahenten auf dem Heuchelheimer Kunstrasenplatz eher lau daher. Die erste Hälfte als ereignisarm zu bezeichnen, trifft den Kern der Sache verhältnismäßig wohlwollend. Wenn man die Gründe dafür einzig in den ungünstigen Witterungsbedingungen sucht, macht man es sich aber zu einfach. Heuchelheim wirkte in den ersten 45 Minuten reifer in der Spielanlage und hatte mehr Ballbesitz, kam aber keinesfalls übermächtig daher. Cleeberg seinerseits organisierte sich gut in der Defensive und ließ keine nennenswerte Gelegenheit der Gastgeber zu. Das eigene Offensivspiel versandete allerdings aufgrund einer miserablen Passquote allzu oft im Mittelfeld. Die tatsächlich einzige heraus gespielte Chance der ersten Halbzeit hatten dennoch die Cleeberger, nach Vorarbeit von Benedikt Heinz in Person von Dominik Trivilino. Der scheiterte aus kurzer Distanz, als er auf der rechten Seite in den Strafraum eindrang und TSF-Torhüter Jan Ziesenitz überlupfen wollte (13.). Mit der einen Möglichkeit, die sich der Mannschaft von Trainer Patrick Schreiter bot, ging diese auf der Gegenseite nicht verschwenderisch um. Eine Flanke konnte im Kopfballduell vom Cleeberger Innenverteidiger zunächst nur unzureichend geklärt werden. Somit fiel der Ball vor die Füße von Faruk Kaya, der keine Probleme hatte erst seinen Gegenspieler aussteigen zu lassen und dann per trockenem Schuss ins lange Eck die Führung zu besorgen (19.). Den Rest der ersten Halbzeit bestritten beide Mannschaften wie schon beschrieben, wobei es Cleeberg, trotz des Rückstands, nicht gelang weitere eigene Chancen zu erspielen.

In der zweiten Hälfte merkte man Cleeberg an, dass es noch einmal etwas versuchen wollte, um das Ruder herumzureißen. An diesem Tag sollte es aber scheinbar nichts werden mit druckvollem Spiel, wie noch in den beiden Spielen zuvor. Heuchelheim seinerseits nutzte Unachtsamkeiten und sich bietende Räume für schnelles Umschaltspiel. Bereits kurz nach der Halbzeit fragten sich die Zuschauer, warum Michael Rohde den Ball an der halbrechten Sechzehnerkante noch zum Mitspieler passt, wenn der Weg für einen eigenen Torschuss völlig frei war. Glück für Cleeberg, sonst wäre sicher mehr dabei herausgekommen als ein verunglückter Pass in die Mitte. Besser machten es die Gastgeber nach gut einer Stunde: Michael Rohde bediente zunächst Tobias Schmitt auf der rechten Seite, der traf aus spitzem Winkel aber nur den Pfosten. Immer noch im Spiel, sprang der Ball vor die Füße von Dominik Seel, der bei fünf Metern Torentfernung keine Mühe hatte das 2:0 zu erzielen. Die Vorentscheidung, da waren sich die meisten Heuchelheimer sicher. Immerhin schafften es die Cleeberger noch mit ein wenig frischem Wind (Dreifachwechsel in Minute 66) eine Schlussoffensive zu bewerkstelligen. In letzter Konsequenz war es jedes Mal Yannick Lehr der sich am Anschlusstreffer versuchte. Zunächst fand er zweimal in Ziesenitz seinen Meister (72. & 82.). In den Schlussminuten schaffte er es doch noch, mit einem Solo, mit dem er auch Ziesenitz noch überwand, den Anschluss herzustellen und sein erstes Saisontor zu erzielen. Mehr war aber nicht drin an diesem Tag.

Stenogramm

TSF Heuchelheim: Ziesenitz; Terjerina, Böhm, Seel, Leib, Schmitt, Rohde (65. Loos), Klan (60. Kieswetter), Kaya, Auriga (75. Cappel), Mengeler

FC Cleeberg: Misgaiski; Höhn, Sinkel, Bernhardt (66. Giagounidis), S. Kaiser (66. Hesse), Bause, Russo (66. Lehr), Trivilino, Heinz, Wagner, Huisgen

Tore: 1:0 Kaya (13.), 2:0 Seel (62.), 2:1 Lehr (87.)

Gelbe Karten: Schmitt (TSF) – Russo, Giagounidis (FCC)

Gelb/Rot: Giagounidis (83. wiederholtes Foulspiel)

Zuschauer 110