FC Cleeberg – Eintracht Wetzlar 2:2 (0:0)
Spannendes Kampfspiel. Zweifaches Cleeberger Comeback.
Den 150 Zuschauern bot sich über 90 Minuten eine Partie, die das hielt, was man sich von ihr versprach: Abstiegskampf pur! In einem hochspannenden Spiel wurde kein Zweikampf gescheut, kein Ball verloren gegeben und am Ende stand ein letztlich gerechtes Remis. Cleebergs Trainer Daniel Schäfer war deshalb mit der Leistung seiner Mannschaft absolut zufrieden.
Auf dem Hartplatz in Oberkleen entwickelte sich vom Beginn weg ein rassiges Spiel, dass Schiedsrichter Marvin Roos (Echzell) aber jederzeit im Griff hatte. Die erste Halbzeit wurde zwar torlos beendet, ging „nach Punkten“ aber knapp an Cleeberg, das sich die besseren Chancen und allgemein leichte Vorteile erspielte. Die erste Gelegenheit hatte Jannik Hesse, der eine Ablage aus 18 Metern volley nahm und nur knapp das Tor verfehlte (7.). Für Wetzlar verbuchte Albano Sidon in der 14. Minute die erste gute Gelegenheit. Er köpfte eine Freistoßflanke von Michael Bathomene knapp am Tor vorbei. Die zweite Gästegelegenheit hatte Nino Binz auf dem Fuß. Sein Freistoß aus aussichtsreicher Position verfehlte das Tor aber ebenfalls (39.). Die beste Chance der ersten Halbzeit hatte definitiv Cleebergs Yannick Lehr. Nachdem sich Benedikt Heinz auf dem rechten Flügel fein bis zur Grundlinie durchgespielt hatte und eine passgenaue Flanke in die Mitte brachte, traf Cleeberg‘s Mittelstürmer aus wenigen Metern und freistehend das Tor nicht. Quasi mit dem Halbzeitpfiff wäre die Führung zu diesem Zeitpunkt Gold wert gewesen.
Personell unverändert gingen die Mannschaften von Daniel Schäfer und Oruc Yildirim die zweite Hälfte an. In dieser kam nun Wetzlar besser zum Zug. Gefährlich wurde es für die Defensive des FCC immer wenn Ufuk Ersentürk zum Freistoß antrat. So zum Beispiel in der 57. Minute als er aus dem Halbfeld scharf vor das Cleeberger Tor flankte. Die FCC-Defensive konnte den Ball nicht aus der Gefahrenzone befördern und so hatte Albano Sidon aus kurzer Torentfernung keine Mühe zur Gästeführung abzustauben (57.). Cleeberg gab aber keineswegs auf. Es brauchte nur zwei Minuten, dann hatte sich die Mannschaft um Kapitän Sebastian Kaiser berappelt und war wieder im Spiel. Denn zu diesem Zeitpunkt hatte Dominik Trivilino bereits den Ausgleich erzielt. Er versetzte Wetzlar’s Torhüter Sven Mainusch mit einem direkt in das Torwarteck verwandelten Freistoß. Die Standards versprachen also das Mittel zu sein, die Entscheidung herbeizuführen. Und Wetzlar beherzigte das zum Cleeberger Leidwesen. Es war die 70. Minute als sich Ersentürk den Ball erneut und in ähnlicher Position wie beim 1:0 zum Freistoß zurechtlegte. Eine scharfe Hereingabe und eine unglückliche Kopfballverlängerung später fiel der Ball dann Thill Iyasere vor die Füße und auch er konnte aus kurzer Distanz die erneute Führung erzielen. Ein zweifacher Rückstand ist üblicherweise eine harte Nuss, die nur schwer zu knacken ist. Aber Daniel Schäfer’s Mannschaft kämpfte sich zurück in die Partie. Auch wenn es bis zur 86. Minute dauerte: Cleeberg verdiente sich den Punkt redlich. Nach einem Ball in die Spitze wurde Trivilino zunächst geblockt, das Spielgerät aber nicht von Wetzlar’s Defensive geklärt. Daniel Wiesenfeller schaltete am schnellsten und besorgte über Torhüter Mainusch hinweg den 2:2-Endstand.
Stenogramm
FC Cleeberg: Misgaiski; Höhn, Sinkel, Hesse (77. Bause), Flink, S. Kaiser, Giagounidis, Wiesenfeller, Trivilino, Heinz, Lehr
Eintracht Wetzlar: Mainusch; Dörfler, Ersentürk, Hasan, Binz, Varli (90. +1 A. Iyasere), Caglar, Kissel, T. Iyasere, Bathomene (73. Memis), Sidon
Schiedsrichter: Marvin Roos (Echzell)
Tore: 0:1 Sidon (57.), 1:1 Trivilino (59.), 1:2 T. Iyasere (70.), 2:2 Wiesenfeller (86.)
Gelbe Karten: Höhn, Hesse (FCC) – Bathomene, Sidon, Dörfler, T. Iyasere (Eintracht)
Gelb-Rot: Höhn (89. wiederholtes Foulspiel)
Zuschauer: 150