Spiel findet verdienten Sieger. Cleeberg verpasst es, sich in Halbzeit eins zu belohnen und wird in Halbzeit zwei – um ein Haar – dafür bestraft. Misgaiski hält Elfmeter. Wiesenfeller erzielt Tor des Tages.

FC Burgsolms – FC Cleeberg 0:1 (0:0) – Spitzenspiel in der Kreisoberliga. Der Erste gegen den Zweiten. Und rund 200 Zuschauer waren gespannt, wer das Duell für sich entscheidet. Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass die Partie schon in der ersten Halbzeit entschieden sein konnte. Nahezu eine Handvoll sehr guter Gelegenheiten erspielte sich der FCC gegen zunächst vorsichtige Gastgeber. Unter anderem ein Paukenschlag gleich zu Beginn, als Moritz Schmidt für Benedikt Heinz auflegte (2.). Der kam aus kurzer Entfernung vor Philipp Panzer zum Abschluss, scheiterte aber an diesem. Im Nachgang verpasste dann Johannes Fett per Kopfball aus ebenfalls kurzer Distanz die frühe Führung. Es ging zwar nicht mit dieser Schlagzahl weiter, aber Cleeberg war das spielbestimmende Team. Das Burgsolmser Spiel bestand in dieser Phase aus Konteransätzen, die aber keine Torgefahr hervorbrachten. Besser lief es auch in dieser Hinsicht für Cleeberg. Die Gäste schalteten nach einer Viertelstunde gut um und Daniel Wiesenfeller passte auf Heinz, der noch zwei Abwehrspieler aussteigen ließ. An Panzer – der sich nicht zum letzten Mal auszeichnete – blieb er aber erneut hängen. Mit fortdauernder Spielzeit stellte sich der FCB besser auf und so sorgten die Gäste im Ergebnis mit Standards für Gefahr. Aber diese Gelegenheiten waren nicht zu vernachlässigen. In der 25. Minute versuchte es Moritz Schmidt mit der schnelle Variante, in der 30. Raphael Bause und in der 41. wieder Schmidt platziert, aber jedes mal behielt Panzer die Oberhand und spielte seine Körpergröße voll aus. Burgsolms blieben ebenfalls, wenn überhaupt, nur Standards, wie zum Beispiel in der 25. Minute. Die konnten aber nicht mit einem Torabschluss gekrönt werden und waren bei der Cleeberger Defensive in guten Händen.

Auch zur zweiten Halbzeit blieb die Rollenverteilung zunächst unverändert: Dominik Huisgen wurde frei vor dem FCB-Tor freigespielt, aber Panzer deckte es gut ab und verhinderte abermals den Rückstand für sein Team (51.). Nur drei Minuten später erwischte Sven Langholz mit seiner Grätsche dann wohl eher nur das Bein von Moritz Schmidt, als den Ball…und das im Burgsolmser Sechzehnmeterraum. Aber die Pfeife vom guten Schiedsrichter Andreas Schmid blieb stumm. Es schien als läutete das einen Wendepunkt der Partie ein. Ab sofort war der Gastgeber im Spiel und schickte sich gleich an, die Cleeberger für ihre Nachlässigkeiten zu bestrafen. Die erste echte Burgsolmser Chance aus dem Spiel heraus hatte Stürmer Patrick Schmidt in der 56. Minute und nur eine Minute später gab es dann einen unstrittigen Elfmeter…allerdings für die Gastgeber. Tobias Sinkel, bis dahin tadelloser Abwehr-Chef, foulte Schmidt im Sechzehner. Somit trat Joshua Einlehner an den Elfmeterpunkt und gegen Kevin Misgaiski an. Der Sieger des Duells war der Cleeberger Torwart, der den Schuss sogar festhalten konnte. Nach diesem Highlight begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe und kamen auch beide zu Gelegenheiten, einen Treffer zu landen. Zu dieser Zeit wurde man das Gefühl nicht los, dass egal, wer ihn erzielt, der Sieger der Partie sein würde. Zunächst war es Cleeberg’s Heinz, dessen platzierter Schuss wieder von Panzer entschärft wurde (62.). Drei Minute später hatte Patrick Schmidt die beste Gelegenheit für die Gegenseite, als er eine Kopfball-Ablage aus kurzer Distanz und auf mittlerweile nassem Geläuf, am Tor vorbei schoss. Auch Niklas Muela hatte mit seinem Schuss kein Glück (76.). Ein Drehbuch hätte das Finale der Partie nicht besser beschreiben können. Und der in dieser Phase glückliche Sieger hieß: FC Cleeberg. Daniel Wiesenfeller erzielte mit einem satten Schuss aus halbrechter Position den Siegtreffer für seine Mannschaft, den Heinz aufgelegt hatte (80.). Einen weiteren Treffer gültigen schaffte Cleeberg’s Zehner nicht mehr aufzulegen, denn sein Assist für Christian Theisinger wurde wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt (88.).

Stenogramm

FC Burgsolms: Panzer; Langholz, Ahäuser (80. Paal), Muela, Find, Benatti, Nagel, Sandner, Schmidt, Zurapovic, Einlehner (59. Sieber)

FC Cleeberg: Misgaiski; Bause, Sinkel, Bernhardt (80. S. Kaiser), J. Kaiser, Fett (66. D. Schmidt), Wiesenfeller, Huisgen (63. Theisinger), Heinz, M. Schmidt, Kühn

Schiedsrichter: Andreas Schmid (Usinger TSG)

Tor: 0:1 Wiesenfeller (80.)

Gelbe Karten: Find, Sandner, Zurapovic (FCB) – Wiesenfeller, M. Schmidt (FCC)

Zuschauer: 200