Der FC Cleeberg musste sich mit 4:3 beim TSV Steinbach II geschlagen geben. Eine Zwei-Tore-Führung reichte letztlich nicht aus, etwas Zählbares aus dem nördlichen Dillkreis mitzunehmen.

TSV Steinbach II – FC Cleeberg 4:3 (2:3)
Früh in der Partie lief es gut für die Mannschaft von Trainer Daniel Schäfer. Bereits in der vierten Minute eroberte Johannes Kaiser den Ball im Mittelfeld, wovon letztlich Daniel Wiesenfeller profitierte und Steinbach’s Torwart Maximilian Pauli im zweiten Versuch überwand. Der Steinbacher Gegenschlag kam schnell und ärgerlich daher. Der in der bisherigen Runde so souveräne Kevin Misgaiski machte beim Herauslaufen keine gute Figur und musste sich von Maurice Müller überköpfen lassen (10.). Ebendieser Müller war einer von drei Spielern, die zum Regionalliga-Kader der Steinbacher gehören und seit einigen Spieltagen das Ruder in Richtung Aufstieg herumreißen sollen. Steinbach hatte fortan mehr Ballbesitz, was aber nicht bedeutete, dass sie sich die besseren Gelegenheiten erspielten. Das nächste dicke Ding hatte nämlich Cleeberg auf dem Fuß (32.), aber der sonst gute Schiedsrichtereine Holger Walter übersah, dass Marco Maser eine Flanke von Wiesenfeller mit der Hand zur Ecke klärte. Der eigentlich fällige Elfmeterpfiff blieb somit aus. Die letzte Viertelstunde wurde nichtsdestotrotz von den Cleebergern dominiert. Christian Theisinger bestrafte die schlechte Steinbacher Rückwärtsbewegeung zunächst mit einer Torvorlage für Yannick Lehr (34.) und baute die Führung kurze Zeit später selbst weiter aus, als er sich mit einem Fernschuss ein Herz fasste (42.). Den vermutlich endgültigen Knockout verpasste Wiesenfeller mit einem Schuss, den Marco Maser auf der Linie klären konnte (45.). Der erste Nackenschlag für den FCC folgte auf der Gegenseite, als die FCC-Defensive einmal unsortiert war und Atilla Selcuk mit dem Pausenpfiff den 2:3 Anschlusstreffer erzielen konnte.

In der zweiten Hälfte wollte Steinbach direkt da weitermachen, wo sie in der ersten aufgehört hatten. Zum Leidwesen von Kapitän Tobias Sinkel gelang das auch. Andre Mandt – Regionalliga-Spieler Nr. 2 – hatte zu viel Platz im Mittelfeld und konnte so aus knapp 20 Metern locker ins rechte Toreck schlenzen. Wieder sah Pechvogel Misgaiski nicht gut aus (48.). Nach gut einer Stunde hatten hatte die Kleebachtaler Glück, dass ein zu ungestümer Zweikampf von Wassilis Giagounidis mit Noah Theis nicht mit einem Elfmeter für die Gastgeber bedacht wurde. Wenn man so will, ein Fall von ausgleichender Gerechtigkeit. Es setzte sich leider fort, dass die Steinbacher Qualität den Cleebergern das Leben zusehends schwerer machte. Mit nachlassenden Kräften auf der einen Seite kam die Mannschaft von Spielertrainer Pierre Bellinghausen zu zwei Großchancen: Erst traf Tunay Deniz per Freistoß nur den Pfosten(65.), dann Dennis Schmidt freistehend aus 15 Metern nur die Latte (78.). Die Cleeberger Hoffnung auf einen Punktgewinn wurde dann zum spätestmöglichen Zeitpunkt zunichte gemacht. Marcel Georg flankte einen letzten Freistoß vor das Cleeberger Tor und dort nutzte Selcuk die zu kurze Abwehr zu einem satten Schuss in den Winkel.

Stenogramm

TSV Steinbach: Pauli; Müller, Deniz, Georg, Selcuk, Mandt, Theis (72. Yoekkaya), Schmidt (90. Koch), Bellinghausen, Thomas, Maser

FC Cleeberg: Misgaiski; Bause, Sinkel, Bernhardt, Giagounidis, Huisgen (17. Lehr), Gath (65. S. Kaiser), Wiesenfeller, J. Kaiser, Heinz (49. M. Schmidt), Theisinger

Schiedsrichter: Holger Walter (Bad Endbach)

Tore: 0:1 Wiesenfeller (4.), 1:1 Müller (10.), 2:1 Lehr (34.), 1:3 Theisinger (42.), 2:3 Selcuk (45.+1), 3:3 Mandt (48.), 4:3 Selcuk (90.+3)

Gelbe Karten: Mandt, Schmidt, Müller, Bellinghausen (TSV) – Giagounidis, Theisinger (FCC)

Zuschauer: 100