FC Cleeberg II hat im zweiten Jahr erst einmal den Klassenerhalt als Ziel / 22 Mann starker Kader kann aber hin und wieder mit Verstärkungen aus der „Ersten“ rechnen. (vk) Die Fussball-Kreisliga A Wetzlar startet – wie die meisten Klassen – am 6.August 2017 in die neue Spielzeit 2017/18. Nachdem die vergangene Saison mit 15 Mannschaften (Eintracht Wetzlar II zog während der Saison zurück) zu Ende gespielt wurde, gehen dieses Mal wieder 16 Mannschaften an den Start.

Nicht mehr dabei ist die SG Oberwetz/Oberkleen, die die Spielgemeinschaft seitens des TSV Oberkleen auflöste. In Oberkleen wird damit der Fussball-Spielbetrieb nach 43 Jahren (!) eingestellt.
Die SG Oberwetz hat sich mit dem B-Ligisten SG Quembach einen neuen Partner für eine Spielgemeinschaft gesucht und spielt als SG Quembach/Oberwetz in der B-Liga Wetzlar Süd. Abgestiegen aus der A-Liga waren die SG Oberwetz/Oberkleen als Vorletzter (die ausgestiegene Eintracht Wetzlar II sowieso) und der Drittletzte TSV Blasbach, der in der Relegation scheiterte und wieder in die B-Liga Wetzlar Nord zurück musste. Mit Meister SV Volpertshausen und über die Rele-gation der Zweite TSV Steindorf sind zwei Mannschaften in die Kreisoberliga West aufgestiegen.

Mithin wurden fünf Plätze in der A-Liga Wetzlar frei, die von den vier Aufsteigern SpVgg. Lemp, TSG Biskirchen, Rückkehrer RSV Büblingshausen II und FC Bechlingen sowie dem Kreisoberliga-Absteiger SG Niederbiel eingenommen werden.

Favoriten im 16er Feld in der neuen Saison sind nach Einschätzungen der meisten Mannschaft eben Kreisoberliga-Absteiger SG Niederbiel sowie der Vorjahres-Dritte TSG Dorlar und der -Vierte SG Reis-kirchen/Niederwetz. Der nun noch einzige heimische Vertreter der FC Cleeberg II will erst einmal nur den Klassenerhalt sichern und das könnte schon schwer genug werden. Erik Schimpf, 1.Vorsitzender und Abwehrspieler beim FC Cleeberg II, warnt vor übertriebenem Optimismus und nennt das Beispiel SG Oberwetz/Oberkleen in der vergangenen Saison. Das Team der SG O hatte sich überragend verstärkt und stieg nach einigen Trainerwechseln mit gerade einmal fünf Siegen, sechs Remis und 19 Niederlagen sang- und klanglos ab. Beim FC C II wird viel davon abhängen, was Spielertrainer David Pizzini für Spieler zur Verfügung hat. 22 (davon zwei Torhüter) stehen offiziell zur Verfügung.

Allerdings hat die erste in die Gruppenliga wieder zurück gekehrte Mannschaft des FC Cleeberg stets Priorität. Soll heißen: Wenn sich hier Verletzungen einstellen, wird aus der zweiten Mannschaft ergänzt. Nur wenn „oben“ bei der ersten Garnitur alles gesund bleibt, dann können auch Spieler an die zweite Mannschaft abgeben werden. Vor dieser Unsicherheit ist der Wunsch von Erik Schimpf „erst einmal Klassenerhalt“ nur allzu verständlich. Pluspunkte beim FC Cleeberg II sind die Erfahrung der Mannschaft, die zudem eingespielt ist und in aller Regel soliden Fussball präsentiert, der auch erfolgreich ist. Die Spieler beherrschen das Fussball-ABC und brauchen sich nicht zu verstecken.

Volkmar Köhler