(GR) Mit einem 7:1- Kantersieg hat der FC Cleeberg in der Gruppenliga Gießen/Marburg die Wetzlarer Eintracht abgefertigt. Die Gäste waren in fast allen Belangen unterlegen und mit dem Ergebnis am Ende noch recht gut bedient. Cleeberg rückte mit nunmehr 6 Punkten auf den 3. Tabellenplatz vor. Völlig überraschend führt die SG Waldsolms die Tabelle an, da sie auch ihr drittes Saisonspiel gewann, diesmal mit 2:1 gegen den FC Burgsolms. Auf den zweiten Platz vorgerückt ist der SC Waldgirmes II nach einem deutlichen 5:1-Sieg im Derby gegen den TUS Naunheim. Der FSV Schröck unterlag den TSF Heuchelheim mit 2:4 und beide folgen dem FC Cleeberg mit jeweils 6 Punkten auf den Plätzen 4 und 5.

FC Cleeberg- Eintracht Wetzlar 7:1 (3:0) Dass der Traditionsverein aus der Domstadt nicht zu den stärksten Teams der Gruppenliga gehört, war allseits bekannt, dass die Mannschaft von Trainer Mirsat Omicevic aber derart schwach agiert, wie am Sonntag in Cleeberg, war nicht zu erwarten. Gut, die Cleeberger legten mächtig los und hatten bereits in der Anfangsphase dem Gegner den Wind aus den Segeln genommen, der sich dann aber in sein Schicksal ergab.

Bereits in der 6. Minute trug sich Cleebergs neuer Torjäger Henrik Keller zum 1:0 in die Torschützenliste ein. Die Vorarbeit dazu leisteten Moritz Schmidt und Raphael Bause. Nach einer Ecke nach 11 Minuten schlug Ramazan Karahan den Ball mit der Hand vor dem einköpfbereiten Keller weg. Den fälligen Handelfmeter verwandelte Daniel Wiesenfeller sicher zum 2:0. Vor dem dritten Tor hätte Dominik Trivilino zweimal zuschlagen können, schoss aber zunächst knapp vorbei, sein zweiter Versuch wurde von der Linie gekratzt und den anschließenden Eckstoß köpfte Pascal Kühn knapp neben das Tor.

In der 26. Minute dann das überfällige 3:0. Daniel Wiesenfeller schickte Moritz Schmidt auf die Reise, der legte den Ball von der Torauslinie direkt zurück zu Henrik Keller, der locker einschieben konnte. Im Gegenzug die einzige Gelegenheit der Gäste in Durchgang 1, doch Karahan verzog knapp. Noch vor dem Wechsel war es nach einer tollen Kombination im Mittelfeld Moritz Schmidt, der zum Schuss kam, doch aus 20 Metern knapp verzog.

Etwas überraschend zu Beginn der 2. Hälfte der Treffer für die Eintracht. Der gerade eingewechselte Serdar Goezenoglu stand nach einem Querpass von Karahan frei und lies Kevin Misgaiski keine Chance. Bereits im Gegenzug hatte Dominik Trivilino Pech mit einem Pfostenkracher. Nur wenig später rutschte Goezenoglu in einen Wiesenfeller-Querpass, bevor der einschussbereite Keller hätte zum 3. Mal zuschlagen können. Das holte er aber in der 56. Minute nach und rückte die die alten Verhältnisse wieder zurecht. Auf Pass von Trivilino setzte er sich gegen zwei Gegenspieler durch und gegen seinen Heber war Eintracht-Keeper Korkmaz machtlos.

Danach wirkten die Gastgeber etwas unkonzentriert, und liesen durch Trivilino, der aus 5 Metern über das Tor zielte und Theisinger, der freistehend vorbei schoss, weitere gute Chancen aus. Eine Verletzung des Gästekeepers sorgte für eine 6-Minütige Unterbrechung. Da die Wetzlarer bereits dreimal gewechselt hatten, musste Burhan Karahan zwischen die Pfosten. Nun spielten die Gastgeber wieder konzentrierter und in der 84. Minute gelang Henrik Keller mit seinem vierten Tagestreffer das 5:1. Trivilino hatte den Torwart angeschossen und Keller verwertete den Abpraller. In der Nachspielzeit traf endlich Dominik Trivilino zum 6:1 nach Vorarbeit des eingewechselten Simon Kranz und nur zwei Minuten später trug sich auch noch Christian Theisinger zum 7:1 in die Torschützenliste ein, er verwertete eine Vorlage von Keller.

Unrühmlicher Höhepunkt der Begegnung in der 89. Minute: Serdar Akay foulte Daniel Wiesenfeller im Mittelfeld, sah dafür seine zweite Gelbe Karte und da sich der Gefoulte beschwerte, sah er sogar die Rote Karte und wurden damit von Schiedsrichter Quali aus Oberrad vorzeitig zum Duschen geschickt. Am Ende ein hochverdienter Sieg für die Elf von Daniel Schäfer, der aufgrund der weiteren ausgelassenen Chancen durchaus hätte noch höher ausfallen können.

Spielstenogramm: FC Cleeberg: Kevin Misgaiski, Raphael Bause (ab 63. Simon Kranz), Pascal Kühn, Alexander Bernhardt, Stefan Hocker (ab 75. Sebastian Kaiser), Johannes Kaiser, Dominik Huisgen, Daniel Wiesenfeller, Dominik Trivilino, Moritz Schmidt (ab 57. Christian Theisinger), Henrik Keller

Zuschauer: 90; Schiedsrichter: Jassine Quali (Spvgg. Oberrad)

Torfolge: 1:0 (6.) Henrik Keller, 2:0 (11.) Daniel Wiesenfeller -HE; 3:0 (26.) Henrik Keller, 3:1 (47.) Serdar Goezenoglu; 4:1 (56.) und 5:1 (84.) beide Jhenrik Keller, 6:1 (90+3) Dominik Trivilino, 7:1 (90+5) Christian Theisinger.