(TSM) Testspiele können je nach Sichtweise viele verschiedene Aspekte hervorbringen. Im Falle der verdienten 0:1 (0:0) Niederlage der Cleeberger D1 gegen die JSG Weilnau-Grävenwiesbach würden folgende passen: Gegner unterschätzt, aus dem Rhythmus gekommen und Weckruf zum richtigen Zeitpunkt. Von daher war das zwar kein gutes Spiel, man kann aber einige positiv zu verarbeitende Aspekte mitnehmen.

In einer schwachen ersten Halbzeit war von der noch gegen Aar in der Gruppenliga gezeigten Klasse nichts zu sehen. Der starke Gegner, immerhin Zweiter der Kreisliga Hochtaunus, hatte die größte Torgelegenheit, die allerdings Cleebergs Bester, Torwart Lukas Mikusch, mit einem sensationellen Reflex zunichte machte. Cleeberg blieb ohne nennenswerten Torschuss und kam überhaupt nicht ins Spiel. Dementsprechend unzufrieden war Cleebergs Coach Dirk John in der Pause.

In der zweiten Halbzeit wurde das Cleeberger Spiel etwas besser, doch zwei gute Gelegenheiten in Minute 38 und 39 sowie eine Hundertprozentige Ausgleichschance in der 55. wurden nicht genutzt. Symptomatisch der Treffer für die Gäste, als ein abgefälschter Ball vom Standbein eines Cleeberger Spielers unhaltbar ins Tor ging (51.). Aufgrund des Spielverlaufs und der gezeigten Leistung geht die 0:1 Niederlage, auch wenn Sie etwas unglücklich zustande kam, in Ordnung.

Am kommenden Samstag 3. Mai geht es in der Gruppenliga zum VfB Gießen, der zuletzt die TSG Wieseck mit 2:0 geschlagen hat. Gegen die robusten Lahnstädter wird eine erhebliche kämpferische und spielerische Steigerung nötig sein, will man dort etwas Zählbares mitnehmen. Das sind die Aspekte und Erkenntnisse, die man gewinnen konnte, denn genau dafür sind ja Testspiele da.

FC Cleeberg: Lukas Mikusch im Tor, Paul Fiedler, Lucas Horst, Lorenz Köster, Felix Lengsfeld, Patrick Markiewicz, Alex Richter, Justin Schweitzer und Tom Woiwod