Unnötige Niederlage. Torjäger Heller doppelt erfolgreich. FC macht nichts aus Spielanteilen.

FC Cleeberg vs. SSV Langenaubach 1:2 (1:1) – Das „Herumreiten“ auf guten Spielern, mag dem ein oder anderen Fussballfreund vielleicht auf den Geist gehen. Aber Manchmal entspricht es einfach den Tatsachen. Fakt ist: Im Ergebnis hat Mark Heller den Sieg für Langenaubach eingetütet. Es war eine Partie auf Augenhöhe und ein Punkt wäre für den FCC auf jeden Fall drin gewesen, aber vor dem Tor konnte man in Sachen Kaltschnäuzigkeit nicht mithalten.

Beide Mannschaften agierten grundsätzlich ähnlich: Aus einer gut sortierten Defensive und durch schnelles Umschalten versuchte man zum Erfolg zu kommen. Der FCC kam gut in die Partie und hatte zunächst die Kontrolle über das Spielgeschehen. Vor allem durch den gut aufgelegten Vorlagengeber Johannes Kaiser kam der Gastgeber anfangs zu guten Gelegenheiten. Aber weder Dominik Trivilino, noch Sturmkollege David Sauer konnten daraus Zählbares verbuchen (2., 17. & 25.). Nach einer halben Stunde kam Langenaubach ein wenig auf und erspielte oder erzwang erste Chancen. Die erste Gute wurde begünstigt durch eine falsch eingeschätzten Ball des Cleeberger Keepers Christian Weber. So kam Niklas Schleifer in guter Position an das Spielgerät und konnte erst in letzter Sekunde von Peter Flink geblockt werden (30.). Drei Minuten später war es Spielertrainer Tobias Danecker, der im Anschluss an einen Eckball zum Abschluss kam. Diesmal war Weber aber auf dem Posten. In der 34. Minute war er dann aber ziemlich machtlos, als Mark Heller das erste Mal in Erscheinung trat und aus rechter Position und knapp 16 Metern abzog. Sein trockener Schuss zappelte im Netz des langen Ecks. Dieser Rückstand erwischte die Mannschaft von Vertretungstrainer Wolfgang Schmidt kalt und war womöglich auch ein Grund für den gefährlichen Rückpass, den Weber kurz später mit der Hand aufnehmen musste. Der fällige indirekte Freistoß aus 12 Metern brachte aber nichts ein. Nach dieser kurzen Schockstarre kam der FCC aber noch einmal zurück. Zunächst durch einen Kopfball von Salvatore Russo, den Johannes Kaiser vorbereitete (43.) und schließlich durch den Ausgleich, der in der 44. Minute fiel. Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld setzte der nimmermüde Russo nach und bugsierte den Ball aus kurzer Distanz über die Torlinie. In dieser Situation klärte die Aubacher Abwehr nicht schnell genug.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste: Cleeberg gab den Takt vor, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Zu harmlos präsentierte man sich im letzten Drittel des Feldes, wo nun mal die Tore geschossen werden. Die Versuche von Trivilino, Bause und Sauer brachten allesamt nichts ein (49. & 52.). Und so spielte sich der Gast immer mehr in den Vordergrund. Zunächst scheiterte Till Metz noch mit einem Schuss aus 16 Metern, der knapp über den Torwinkel flog (65.). Aber in Minute 78 fiel der letztlich entscheidende Treffer. Hier sah die Hintermannschaft des FCC nicht gut aus. Angefangen in der Mitte, die sich sehr einfach ausspielen ließ. In der Folge konnte Langenaubach mit aller nötigen Ruhe flanken und Heller zentral ebenso locker einschieben. Um in den letzten zehn Minuten noch etwas umzustoßen, musste Cleeberg nun offensiver agieren. Wirklich Zwingendes kam dabei allerdings nicht mehr heraus. Das Spiel der Gäste wurde dadurch natürlich begünstigt. Einen höheren Sieg hatten sowohl Heller (84.), als auch Nicolas Meiswinkel auf dem Fuß (90.).

Fazit: Gegner von ähnlicher Kragenweite muss man zuhause schlagen.

Nächste Woche steht ein Heimspiel gegen den VfB Wetter an. Anpfiff am Sonntag, den 31. August ist um 15 Uhr.

Stenogramm:

FC Cleeberg: Weber; Mangi, Sinkel, S. Kaiser, J. Kaiser, Bause, D. Trivilino, Sauer, Russo (73. Lehr), Flink, Bernhardt (85. Lotz)

SSV Langenaubach: Pomplun; Reimer, Engel, Stenschke (76. Damar), Cestonaro, Heller, Schleifer (67. Meiswinkel), Metz (81. Turp), Molsberger, Schmitting, Danecker

Schiedsrichter: Alexander Hauser; Assistenten: Gianluca Bevilacqua & Robin Form

Tore: 0:1 Heller (34.), 1:1 Russo (43.), 1:2 Heller (78.)

Gelbe Karte: Damar (SSV)

Zuschauer: 110