FCC in Halbzeit eins mit besseren Gelegenheiten. Marburg bestimmt zweite Hälfte. Bleibt aber zu ungefährlich.

FC Cleeberg vs. Sportfreunde/Blau-Gelb Marburg 0:0 – Der Blick auf die ausgegebenen Saisonziele ließ vorab erahnen, dass die Unistädter klarer Favorit sein würden. Zusätzlich musste Cleeberg einige kurzfristige Absagen (Bause, Misgaiski, Kurt, Lotz), sowie verkehrsbedingte Verspätungen (Hesse) verkraften und konnte zunächst nur 11 Spieler stellen. Zumindest in Halbzeit eins überraschte deshalb das Auftreten der Gastgeber, die der Führung näher waren als Marburg. Ein Treffer sollte an diesem Tage aber keinem der Teams gelingen.

Pech für den FC Cleeberg, dass der einzigen Spitze Yannick Lehr an diesem Tag das Pech an den Schuhen zu kleben schien. Schon in der zehnten Minute vergab er die beste Chance des gesamten Spiels. Salvatore Russo setzte sich auf der linken Bahn energisch gegen seinen Marburger Kontrahenten durch und passte überlegt auf den mitgelaufenen Lehr. Mutterseelenallein kam er dann auch in guter Position zum Abschluss, vergab allerdings deutlich. Blau/Gelb bemühte sich um Spielkontrolle, kam aber zunächst zu nichts. Top-Torjäger Clemens Haberzettl war per Sonderaufgabe bei Salvatore Russo in guten Händen und auch sonst arbeitete Tim Platt’s Team defensiv sehr gut. Erst nachdem Cleeberg seine zweite Gelegenheit vergeben hatte (Freistoß Dominik Trivilino, 28.). Wurde es für Sinkel, Flink und Co. das erste Mal brenzlig. Haberzettl brach auf dem linken Flügel durch bis zur Grundlinie und passte auf Mario Giuda. Der vergab diese Chance aber unter Bedrängnis (31.). Nur fünf Minuten später eine weitere Gelegenheit durch Daniel Hacker. Mit einem abgefälschten Schuss gelang es ihm aber ebenfalls nicht, Torwart Christian Weber zu überwinden. Dass die erste Hälfte „nach Punkten“ an Cleeberg ging, lag wiederum an einer Lehr-Chance. Johannes Kaiser schlug einen Freistoß aus dem Halbfeld direkt auf den Kopf Lehr’s. Wie bereits erwähnt, blieb ihm aber leider das Abschlusspech treu und so verfehlte sein Versuch aus bester Position das Tor deutlich (43.).

In der zweiten Halbzeit merkte man Cleeberg das aufwendige Spiel der ersten Halbzeit und die Auswechslung Dominik Trivilinos an. Marburg bestimmte jetzt dauerhaft das Spielgeschehen und Entlastungsangriffe gelangen den Hausherren nur noch sporadisch. Einzig: Marburg blieb vor dem Tor ziemlich harmlos und deren Chancenverwertung zeichnete sich mehr dadurch aus, dass die Spielgeräte aus dem Bereich hinter den haushohen Fangzäunen geholt werden mussten. Zum ersten Mal gefährlich für Weber im Tor des FCC wurde es in Minute 47, als er einen Schuss von Niklas Jung zur Ecke klärte. Die beste Cleeberger Chance vergab wiederum der bullige Lehr, als er per Kopfball zwar Marburgs Keeper Möller überwand, der Ball aber noch vor der Linie von einem Marburger Abwehrmann geklärt wurde (50.) Danach dominierten die Kombinierten wieder, allerdings mit der beschriebenen Chancenverwertung. Die besten Gelegenheiten vergaben Berger, im Anschluss an eine Ecke und der eingewechselte Co-Trainer Maurice Jauernick (82. & 85.) per Kopf. Am Ende blieb es bei einem torlosen Remis, mit dem die Cleeberger gut leben können.

In der momentanen Konstellation (nur ein Absteiger aus der Verbandsliga Mitte in die Gruppenliga Gießen/Marburg) hat der FCC sieben Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz und rangiert auf Position 13.

Die beiden letzten Partien des Jahres finden auswärts statt. Nächste Woche Samstag, den 29. November, spielt der FCC in Langenaubach (15:00 Uhr).


Stenogramm

Cleeberg: Weber; J. Kaiser, Sinkel, Hernandez, S. Trivilino (82. Mangi), S. Kaiser, Lehr, D. Trivilino (35. Hesse), Russo, Flink, Bernhardt

Marburg: Möller; Bepperling, Schnitzer, Jung, Ikari, Kuschnir, Hacker (77. Jauernick), Berger, Giuda, Leinweber, Haberzettl

Schiedsrichter: Marvin Roos (Echzell); Assistenten: Denis Weitz & Jan Philipp Bastian

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Lehr (FCC) – Kuschnir, Bepperling (SF/BG)

Zuschauer: 80