Nach guten Anfangsminuten viel Kampf und Krampf. Klarheit erst in letzter halben Stunde.

FC Cleeberg vs. SG Laubach/Ruppertsburg/Wetterfeld 4:1 (1:1) – Das Duell gegen den Tabellenletzten, der diese Saison auswärts noch – sage und schreibe – keinen einzigen Punkt geholt hat, verlief in groben Zügen, wie es Cleebergs Trainer Tim Platt vorhergesagt hatte. Seine Prognose lautete: Sieg für seine Truppe, zähes Spiel und eine möglicherweise späte Entscheidung. Das traf es doch recht gut.

Obwohl der Beginn hoffen ließ, dass es weniger nervenaufreibend zugehen könnte. Salvatore Russo versenkte gleich die erste Vorlage von Yannick Lehr aus kurzer Distanz zum 1:0 (4.). Mit dieser Schlagzahl ging es zunächst weiter und das nächste Tor lag in der Luft. Allerdings schloss Dominik Trivilino zu früh ab (5.), köpfte Andre Böttner über das Tor (6.) und schoss Russo nur gegen den Pfosten (7.). „Wenn wir in der Phase nachlegen, geht bei den Gästen gar nichts mehr! So aber haben wir zugelassen, dass sie ins Spiel kommen.“ Damit nicht genug: auch der Ausgleich gelang den Gästen. Nachdem eine Flanke von Jochen Heinemann noch in letzter Sekunde von Johannes Kaiser zur Ecke geklärt werden konnte (11.), machte es Sturmführer Marco Semmler in Minute 20 besser. Dabei war sein Schuss aus 25 Metern nur die Notlösung, da er sich noch zwei Gegenspielern gegenübersah. Allerdings war Kevin Misgaiski zu weit vor seinem Tor postiert und konnte so den Ball nicht erreichen. In einer nun offenen Partie vergaben auf Seiten des FCC noch zweimal Dominik Trivilino überhastet und einmal Tobias Sinkel per Kopf. Aber auch Semmler und Heinemann hätten die Gästeführung erzielen können.

Für die zweite Halbzeit hatte Platt vor allem Geduld gefordert. Mit der Brechstange, da war er sich sicher, würde es nichts werden. Er sollte recht behalten. Bis auf eine Kontergelegenheit durch Julian Vogeltanz direkt nach Wiederanpfiff, kam von der SG nichts mehr in Durchgang zwei. Ein halbes Dutzend Chancen erspielte sich der Gastgeber, aber es dauerte bis zur 65. Minute, ehe Andre Böttner, der aus der Innenverteidigung ins offensive Mittelfeld beordert wurde, das 2:1 markierte (65.). Die punktgenaue Vorlage lieferte Alexander Bernhardt. Den Assist für das 3:1 produzierte Sascha Trivilino mit einer flachen Hereingabe, die der bullige Yannick Lehr am langen Pfosten über die Linie drückte (71.). Weitere Torchancen von Sinkel, Sebastian Kaiser und Böttner blieben erfolglos. Erst als Lehr seine zweite Torvorlage gab, konnten die gut 120 Zuschauer wieder jubeln. Benedikt Heinz erzielte das 4:1 fast mit dem Schlusspfiff.

Ein wichtiger, erarbeiteter Heimsieg, der den FCC die 40-Punkte-Marke knacken lässt. Die Erfahrungen der letzten Spielzeiten zeigen allerdings, dass man sich erst mit mindestens 45 Punkten des Klassenerhalts sicher sein kann. Fünf Spiele verbleiben noch, das zu erreichen.

Am kommenden Sonntag, den 3. Mai, steht das Auswärtsspiel in Kirchhain auf dem Programm. Anstoß ist um 15 Uhr.

Stenogramm

FC Cleeberg: Misgaiski; J. Kaiser, Sinkel, Hesse (65. S. Trivilino), S. Kaiser, Russo (55. Flink), D. Trivilino, Heinz, Lehr, Böttner (80. Kurt), Bernhardt

SG Laubach: Hensel; Pepler, Geipel (73. Kaptan), Leschat, Müller, Schneider, Heinemann, Ibrom (66. Münch), Vogeltanz (80. Diener), Günther, Semmler

Schiedsrichter: Nils Klöhn (Gießen); Assistenten Maurice Krieg & Kevin Klink

Tore: 1:0 Russo (4.), 1:1 Semmler (20.), 2:1 Böttner (65.), 3:1 Lehr (71.), 4:1 Heinz (90.)

Gelbe Karten: keine

Zuschauer: 120