Kirchhain hätte nach einer halben Stunde schon 5:0 führen können – In keinem Mannschaftsteil stimmt die Zuordnung – Kurzfristige Ausfälle bereiten Probleme
TSV Kirchhain : FC Cleeberg 6:3 (2:1) Der FC musste die Ausfälle von gleich drei Stammkräften kompensieren. Jannik Hesse und Sebastian Kaiser plagten noch Verletzungen vom vergangenen Wochenende, zudem musste Tobias Sinkel aus privaten Gründen kurzfristig absagen. Demnach baute Trainer Platt sein Team zwangsläufig kräftig um. Den besseren Start in das so wichtige Spiel für Kirchhain hatte der FC. Raphael Bause zog aus 16m Meter direkt ab, der an diesem Tag schwache Heimkeeper Obermann parierte den Schuss. Von nun an war es vorbei mit der Cleeberger Herrlichkeit, das Heimteam übernahm das Kommando und wirbelte die Kleebachtaler kräftig durcheinander. Die erste Inkonsequenz der FC Defensive nutze Schillhabl mit einem Gewaltschuss, sein Versuch schlug unhaltbar für Keeper Weber zum 1:0 ein (6.). Ein Ballverlust von Heinz im Mittelfeld leitete den nächsten schnellen Angriff ein, jedoch vertändelte Gorniok die hundertprozentige Torchance mit einem Querpass vor dem Tor (14.). Weitere hochkarätige Chancen durch Simon (19.) Kilercioglu (22.) und Gorniok (27.) konnten entweder durch FC Keeper Weber vereitelt werden oder wurden teils fahrlässig vergeben. Wie so meist im Fußball, werden vergebene Chancen bestraft, doch zuvor ließ die FC Defensive den Kirchhainer Goalgetter Kilercioglu (18 Treffer) noch mal frei köpfen (31.), auch dieser Versuch war nicht von Erfolg gekrönt. Ein Freistoß für den FC brachte wie aus heiterem Himmel den 1:1 Ausgleichstreffer, Böttner legte sich die Kugel zurecht und schoss den Ball auf das Torwart Eck, der Ball trudelte an Freund und Feind vorbei ins Tor (35.). Doch leider währte die Freude nicht lange, eine schöne Kombination von Simon und Kilercioglu vollstreckte letzterer zum 2:1 Pausenstand. Ein weiterer Freistoß von Böttner, der laut Zuschaueraussagen von Kirchhain hinter der Linie war, wurde fälschlicherweise vom Unparteiischen George nicht als Tor anerkannt. Die zweite Halbzeit begann so wie die erste aufgehört hatte. Kilercioglu setzte sich auf der rechten Cleeberger Abwehrseite durch, sein Schuss strich nur knapp am Pfosten vorbei (50.). Ein Eckball von Simon musste der völlig freistehende Pietsch nur noch einnicken (51.) und schraubte das Ergebnis auf 3:1 in die Höhe. Eine Einzelaktion vom Heinz brachte den FC wieder auf ein Tor heran, Heinz setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch und drosch die Kugel ins lange Eck zum 3:2 (52.). Beide Abwehrreihen waren an diesem regnerischen Nachmittag weit von Gruppenliganiveau entfernt, so ergab sich für den neutralen Zuschauer ein äußerst interessantes Spiel. Nur zwei Minuten später klingelte es wieder im Cleeberger Kasten, Gorniok musste freistehend am langen Pfosten nur noch seinen Fuß hinhalten, Kilercioglu bediente seinen Mitspieler mustergültig (54.). Bötter brachte seine Farben mit einem Freistoß von halb rechts wieder auf 4:3 heran (56.), sein völlig harmloser Schuss kullerte unter Keeper Obermann hindurch ins Netz. Auch Pietsch durfte kurze Zeit später seinen zweiten Tagestreffer markieren, fast eine Kopie seines ersten Treffers, nach einer Ecke von Simon nickte dieser zum 5:3 ein (65.). Dominik Trivilino und Heinz scheiterten noch am Pfosten bzw. Keeper Obermann, ehe Kilercioglu in der 86. Spielminute dem torreichen Treiben zum 6:3 Endstand ein Ende setzte. Somit endete eine völlig zerfahrene Partie zweier Mannschaften, die an diesem Tag im Defensivbereich alle nötigen Tugenden vermissen ließen. Für Kirchhain ein wichtiger Sieg, die damit 37 Punkte auf dem Konto haben. Der FC rangiert mit 40 Punkten noch 3 Plätze vor Kirchhain auf Rang 9.
Weiter geht’s für den FC Cleeberg am nächsten Sonntag zuhause gegen Waldgirmes II ehe dann das Pokalhalbfinale gegen Waldgirms I am 13.5. um 18:30 Uhr (ebenfalls in Cleeberg) auf dem Programm steht.
Stenogramm:
Der FC spielte:
Weber, Böttner, Flink, Bernhardt, Bause, J. Kaiser, Russo, S.Trivilio (ab 74. Kurt), Lehr, D.Trivilino, Heinz
TSV Kirchhain:
Obermann, Dörr, Porabaka, Schilhabl, Gorniok, Pietsch, Kilercioglu, Heichler, (ab 66. Kleisner) Sälzer, Simon (ab 88.Theiss), Höck (ab 90. Sezgin)
Gelbe Karten: Flink, Bernhardt (Cleeberg)
Zuschauer: 80