Zweifache Führung vergeigt. Wetzlar letztlich verdienter Sieger. Bause mit Platzverweis.
Eintracht Wetzlar vs. FC Cleeberg 3:2
Allerdings war es Cleeberg, dass zunächst durch Effizienz bestach. Nachdem Wetzlar nach vier Minuten schon das erste mal gegen die Latte geschossen hatte, besorgte Dominik Trivilino nach Vorlage von Dominik Huisgen in der achten Minute die 1:0-Führung. Wetzlar startete daraufhin eine Angriffserie. Immer wieder und vor allem über die linke Angriffseite stießen die Domstädter gefährlich vor. Und nachdem ein Schuss von Marankoz gehalten (11.) und ein Kopfball von Tufan Toptas (12.) über das Tor flog, war es in Minute 17 dann soweit für den Ausgleich. Eine Flanke von Toptas köpfte Marankoz aus 10 Metern ins Tor. In der restlichen Spielzeit der ersten Hälfte schaffte es Cleeberg immerhin ab und zu für Entlastung zu sorgen, aber die Schüsse von Huisgen (20.) und Johannes Kaiser (33.) sowie ein Kopfball von Yannick Lehr nach Flanke von Benedikt Heinz (43.) waren für Sven Mainusch im Wetzlarer Tor im Endeffekt bessere Gelegenheiten sich aufzuwärmen. Die Gastgeber hatten durch den umtriebigen Marankoz drei sehr gute Gelegenheiten, die nur haarscharf daran vorbeischrammten zum Führungstreffer zu werden (19., 32. & 38.).
Zur zweiten Hälfte wartete der Gast aus Cleeberg mit dem besseren Start auf. Zunächst leitete Peter Flink einen Konter klug ein und schickte Benedikt Heinz auf die Reise. Unter Bedrängnis verfehlte er das Tor allerdings um die berühmten Zentimeter (54.). In der Folge machte sich Heinz nicht schlecht als Vorlagengeber. Zunächst leitete er einen Angriff mit einem tollen Pass auf Lehr ein. Von der Grundlinie spielte der weiter in die Mitte auf Trivilino, der aber an der vielbeinigen Wetzlarer Abwehr scheiterte (57.). Einen Assist verdiente er sich erst kurze Zeit später, als er aus vollem Lauf von rechts in die Mitte flankte und Jannik Hesse den Ball volley in die Maschen drosch. Cleeberg war im Hochgefühl und wollte die so wichtigen Punkte natürlich unbedingt verteidigen. Allein, es fehlten letztlich einige Prozentpunkte, um tatsächlich überhaupt etwas Zählbares mitzunehmen. Die Eintracht startete eine Schlussoffensive, während der sich vor allem Marankoz und Albano Sidon hervortaten. Sidon gewann die wichtigen Kopfballduelle im Mittelfeld und kurbelte das Spiel häufig an. In vorderster Linie scheiterte er zunächst in der 70. Minute mit einem Drehschuss aus kurzer Entfernung. Zehn Minuten vor Schluss konnte ihm allerdings keiner der Cleeberger Defensiven Paroli bieten, als er nach einen Freistoß am höchsten stieg und per Kopf den Ausgleich besorgte. Den Aufwind des Torerfolges konnte Wetzlar dann auch noch in die Führung ummünzen. Nur Minuten später netzte Marankoz aus der Drehung zum 3:2 für die Gastgeber ein. Sein drittes Tor im zweiten Spiel für die Eintracht. Cleeberg hatte in der Folge nichts mehr zuzusetzen und so hätte Wetzlar – auch begünstigt, durch die rote Karte für Raphael Bause – das Ergebnis durch hochkarätige Chancen noch deutlicher gestalten können.
Das nächste Spiel des FCC’s findet in Cleeberg statt. Gegner am kommenden Sonntag, 20. September, ist die FSG Homberg/Ober-Ofleiden. Anstoß ist um 15 Uhr
Stenogramm
Eintracht Wetzlar: Mainusch; Kissel, Emrovic, Varli (68. Iyasere), Dörfler, Kastrati, Can, Bathomene, Toptas (70. Türk), Marankoz, Sidon
FC CLeeberg: Weber; J. Kaiser (84. Wiesenfeller), Hesse, Huisgen, S. Kaiser, Bause, Trivilino, Heinz (63. Giagounidis), Lehr (56. Sinkel), Flink, Höhn
Schiedsrichter: Alexander Hauser; Assistenten: Robin Form & Tim Graulich
Tore: 1:0 Trivilino (8.), 1:1 Marankoz (17.), 1:2 Hesse (62.), 2:2 Sidon (81.), 3:2 Marankoz (84.)
Gelbe Karten: Sidon (Eintracht) – S. Kaiser (FCC)
Rote Karte: Bause (86. wg. Beleidigung)