(TSM | 02.10.2015) Einer der spannendsten Übergänge von der einen Jugend in die Nächste ist der Übergang in die C-Jugend und der Schritt hin zum Großfeld. Ein Grund, dieses Thema für die daran interessierten Juniorenspieler und Eltern einmal näher zu betrachten.
Wikipedia Zitat: „Die C-Jugend (auch C-Junioren genannt) ist die drittälteste Gruppe von Jugendsportlern, beispielsweise im Fußball oder Handball. In der Regel beträgt das Alter dieser Sportler 12 bis 14 Jahre (in der Saison 2015/16 sind dies die Geburtsjahrgänge 2001 und 2002)“. Diese Jugendsportler haben meist schon ein paar Jahre Erfahrungen in den Jugend-Klassen G, F, E und D hinter sich und sind nun in das Alter gekommen, in dem sich nicht nur auf dem Großfeld viele neue Räume bieten, die sie gerne nutzen möchten. Die Möglichkeiten werden größer, im normalen Leben und auch auf dem Fußballplatz.
Das Wort „Möglichkeiten“ könnte man auch durch das Wort „Räume“ ersetzen. Sie entstehen auf dem Platz vor allem auf Außenbahnen und können für Dribblings aber auch für gezielte Pässe genutzt werden. Gleiches gilt für die Tiefe des Raumes. Die Physis wird wichtiger und die Spieler müssen mehr und schneller Laufen.
Wie kann man unter diesen neuen Vorausetzungen also daran arbeiten, besser zu werden? Dazu gibt der DFB die folgenden Tips. Die technischen Spieler können sich durch Training und viel Spielpraxis hin zu einer stärkeren Physis entwickeln, wobei sich körperlich überlegene Spieler nicht alleine auf ihre Physis verlassen und an ihrer Technik feilen sollten. Für den Torwart kommt in der C-Jugend die Aufgabe des 11. Feldspielers hinzu. Er muss als Anspielstation agieren und den Raum zwischen sich und der Abwehrreihe verteidigen. Der mitspielende Torwart sollte gegnerische Pässe in der Tiefe abfangen können und auch die Spieleröffnung ist für ihn durch die großen Räume anspruchsvoller geworden.
Es ist wichtig, die Verhaltensweisen in den Räumen zu trainieren. Abwehrspieler bekommen ein Gefühl dafür, wie weit sie zurückweichen können und ab wann sie ihren Gegenspieler attackieren müssen. Offensivspieler lernen durch Training und Spiel die Räume besser kennen und diese einzuschätzen. Im defensiven Verhalten der ganzen Mannschaft sollte immer wieder eine Überzahl in Ballnähe geschaffen werden und am Umschaltverhalten nach Ballverlust gearbeitet werden. Beim offensiven Spiel ist ein druckvolles Passspiel gefragt, um Räume effektiv zu überbrücken und die Breite des Feldes zu nutzen. Im torgefährlichen Raum sollte zielstrebig der Abschluss gesucht werden, auch aus der Distanz, anstatt sich im Ballbesitz vor dem gegnerischen Tor zu verlieren.
Dabei muss der Spaß am Spiel weiter eine große Rolle spielen. Denn Aufwand, Nutzen und Akttraktivität spielen für Juniorenspieler ab dem C-Jugendalter eine zunehmend größere Rolle, sie wägen diese Punkte genau ab. Ein Fussball-Athletik-Trainer sagte einmal „Fussball ist einfach die geilste Sportart“. Und hat er nicht recht? Was gibt es im Fussball Schöneres als ein herrlich heraus gespielter Treffer oder das Gefühl, gemeinsam als Mannschaft gewonnen zu haben?
Wenn es einem Juniorenspieler gelingt, sich sportlich weiterzuentwickeln, dann kann er das auch auf das normale Leben übertragen und umgekehrt. Die Weiterentwicklung geht mal schneller und mal langsamer, das ist ganz normal. Es gilt also, sehr behutsam ein Gefühl für die neuen Räume und Möglichkeiten in der C-Jugend zu bekommen und das Gelernte dann für sich und für sein Team klug einzusetzen. Dann gelingt der erfolgreiche „Übergang ins 11 gegen 11“ ganz bestimmt.