Ein Gegentrefferpro Halbzeit. Offensiv fehlt Durchschlagskraft.

VfB Marburg vs. FC Cleeberg 2:0 (1:0) – Auf dem Marburger Kunstrasen legten die Hausherren gleich flott los und belohnten sich dafür bereits in der 10. Minute. Der Torschütze vom Dienst Alban Ademi kam in zentraler Position frei zum Kopfball und hatte somit auch keine Probleme, eine Flanke sicher einzunicken. Schon eine Minute später hätte Perry Ofori das 2:0, ebenfalls per Kopf besorgen können. Er zielte aber nicht genau genug und traf nur die Latte. Diese beiden Situationen zeigten die Cleeberger Problematik schonungslos auf: es wird dem Gegner häufig zu einfach gemacht, zum Torerfolg zu kommen. In der Folge zeigte die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schmidt dann allerdings Moral und kam besser ins Spiel. Dominik Huisgen war ein ums andere Mal Ausgangspunkt für offensive Aktionen. So hatte er eine passable Schusschance (24.) und passte kurze Zeit später perfekt auf Yannick Lehr, der aber aus einer klasse Position dem Torhüter genau in die Arme schoss (28.). Marburg blieb vorerst ein wenig abwartender und hatte einzig nach einer Flanke Simeon Schmidt’s und dem anschließenden Schuss von Michael Xenokalakis noch eine Gelegenheit. Der Ausgleich des FCC lag noch in der ersten Halbzeit in der Luft, aber die beiden besten Chancen wurden in den letzten fünf Minuten verpasst. Erst konnte Yannick Lehr einen Eckball von Dominik Huisgen weder per Kopf, noch per Fuß im Tor unterbringen. Und dann jagte Jannik Hesse noch einen Schuss knapp am Tor vorbei (Salvatore Russo hatte passend abgelegt). Mit ein bisschen mehr Glück und Geschick wäre zu diesem Zeitpunkt der Ausgleich drin und verdient gewesen. Pech für Cleeberg, denn viel näher kam man diesem möglichen Erfolgserlebnis nicht mehr.

Bis zum 2:0 der Gäste in der 60. Minute hatte man noch das Gefühl, das Spiel könnte sich zugunsten beider Mannschaften entwickeln. Auf Marburger Seite hatte Fabian Schmidt im Anschluss an eine Ecke freistehend die Gelegenheit zu erhöhen ( 49.). Aber auch die Gäste blieben nicht untätig. Zunächst verfehlte ein Huisgen-Freistoß das Tor nur knapp (50.), dann legte derselbe Spieler für Alexander Bernhardt auf, aber auch der verfehlte das Tor. Beim Tor zur Spielentscheidung sah die gar nicht so alte Cleeberger Defensive aber doch „alt“ aus. Ademi, der Torschütze zum 1:0 drang in den 16er ein und passte quer auf Simeon Schmidt, der keine Mühe mehr hatte einzuschieben. Danach konnte man beobachten, wie Marburg noch einen Treffer nachlegen wollte, Cleeberg hingegen nichts mehr gelang. Drei bis vier beste Gelegenheiten ließen die Unistädter liegen und verpassten so ein besseres Ergebnis. Fast mit dem Schlusspfiff und leider viel zu spät, gelang Cleeberg der beste Spielzug: Bernhardt flankte auf den eingewechselten Kai Knapp und der legte ab für Huisgen. Dessen Volley-Versuch strich aber knapp am Tor vorbei.

Stenogramm

VfB Marburg: Halbrucker; Rasiejewski, Ademi, Xenokalakis (71. Köse), Schmidt, Ternava, Atas (49. Bund), Schall, Schmidt, Naziyok (60. Schmitt), Ofori

FC Cleeberg: Weber; Höhn, Sinkel, Hesse, S. Kaiser (65. J. Kaiser), Bause, Bernhardt, Russo (74. Lotz), Huisgen, Lehr (74. Knapp), Wagner

Schiedsrichter: Timo Kirsch; Assistenten: Patrik Bardt & Bernd Böhle

Tore: 1:0 Ademi (10.), 2:0 Schmidt (60.)

Gelbe Karten: Xenokalakis, Ademi, Rasiejewski (VfB) – Höhn, Hesse (FCC)

Zuschauer: 125