…aber mit welcher Aussagekraft? Der FC Cleeberg hat sich jedenfalls in der ersten Runde des Krombacher Kreispokals schadlos gehalten und den Liga-Konkurrenten deutlich in die Schranken gewiesen.

FC Cleeberg – VfB Aßlar 10:0 (5:0) – Bei herrlich sommerlichen Temperaturen verkam das Duell des ehemaligen Gruppen-, gegen den ehemaligen Verbandsligisten glücklicherweise nicht zu einem Sommerkick. Daran hatte allerdings hauptsächlich der gastgebende FCC Anteil. Die Mannschaft von Trainer Daniel Schäfer legte furios los und noch in der ersten Minute war Moritz Schmidt per Kopfball zur Stelle und besorgte das 1:0. Daniel Wiesenfeller hatte geflankt. In dieser Phase kann man Aßlar eine Gegenwehr nicht absprechen, denn schon in der vierten Minute hatte Daniel Bauk den Ausgleich auf dem Fuß, vergab aber letztlich aus aussichtsreicher Position. In der Folge spielte dann nur der FCC. Der VfB hielt dem Druck zunächst noch stand, aber der Widerstand bröckelte. Nach einer guten Viertelstunde brach er dann mehr oder minder zusammen. Meist über die linke Seite rollte Angriff über Angriff in Richtung Aßlarer Tor und Yannick Lehr war der erste, der die Führung auf 2:0 ausbaute (16.). In Minute 20 kombinierten sich Moritz Schmidt und Wiesenfeller per Doppelpass vors Tor, und der gebürtige Kasseler kam so zu seinem ersten Streich. Den nächsten Scorerpunkt sammelte Schmidt zehn Minuten später, als er Lehr seinen zweiten Treffer – diesmal per Kopf – auflegte. Den Abschluss der ersten Halbzeit legte Dominik Huisgen für Daniel Wiesenfeller auf, der per Schlenzer und Hilfe des Innenpfostens das 5:0 besorgte (40.). So hart es sich anhört, aber unverdient war der Halbzeitstand nicht. Aßlar wirkte teilweise überfordert mit dem Spiel der Cleeberger und konnte nach der Anfangsphase auch nicht mehr recht für Entlastung sorgen.

Der hohe Sieg hätte noch höher ausfallen können, hätten die Cleeberger ihre „Freien“ zu Beginn der zweiten Hälfte genutzt. So scheiterte zunächst Huisgen an Torwart Christian Wagner (50.). Lehr ebenfalls, allerdings zunächst per Handelfmeter und anschließend noch mit einem Nachschuss. Als wäre es zu einfach gewesen, machte Huisgen erst nach einer Stunde mit einem Kunstschuss das halbe Dutzend voll, als er Aßlars Keeper gekonnt überlupfte. Und nachdem er sich einmal daran gewöhnt hatte, legte er mit dem nächsten Angriff den zweiten Treffer nach einem feinen Solo nach (62.). Der vierte, der einen Doppelpack schnüren konnte, war Moritz Schmidt: Er besorgte das 8:0 in der 64. Minute. Die Defensive um Misgaiski, Kaiser, Flink und Co. war zu diesem Zeitpunkt schon kaum mehr gefordert, der Gegner hatte sich nun weitestgehend aufgegeben. Für Cleeberg reichte es noch für zwei weitere Treffer von Marvin Gath (80.) und Peter Flink (86.), so dass das Ergebnis zweistellig wurde.

Cleeberg’s Trainer Schäfer war mit der Leistung seiner Mannschaft grundsätzlich sehr zufrieden, mahnte aber, ob der Aussagekraft. Denn: Um Punkte geht es erst nächste Woche im Duell gegen Niederbiel. Und alle Testspiele und die Vorbereitung nutzen nichts, wenn man zum 1. Spieltag nicht zur Stelle ist!

Stenogramm

FC Cleeberg: Misgaiski; Bause (57. A. Flink), Bernhardt, P. Flink, S. Kaiser, Gath, Wiesenfeller, Lehr (61. Kühn), Huisgen, M. Schmidt, J. Kaiser (66. Sinkel)

VfB Aßlar: Wagner; Herzog, Feil, T. Hedrich, S. Hedrich, Gotthardt, Mett, Bauk, Bährens, Zimmermann, Winch

Schiedsrichter: Ismail Üstboga

Tore: 1:0 M. Schmidt (1.), 2:0 Lehr (15.), 3:0 Wiesenfeller (20.), 4:0 Lehr (30.), 5:0 Wiesenfeller (40.), 6:0 Huisgen (60.), 7:0 Huisgen (62.), 8:0 M. Schmidt (64.), 9:0 Gath (80.), 10:0 P. Flink (86.)

Gelbe Karten: S. Hedrich, Winch (Aßlar)

Besondere Vorkommnisse: Lehr verschießt Handelfmeter (56.)