(GR). Mit einem nicht erwarteten 2:0- Erfolg über die höher eingeschätzte TSF Heuchelheim holte sich der FC Cleeberg in der Fußball-Gruppenliga Gießen/Marburg den 3. Saisonsieg. Die Elf von Trainer Daniel Schäfer zeigte eine tolle kämpferische und mannschaftlich geschlossene Leistung und rückte mit den drei Punkten auf den 5. Platz vor. An die Top-Position hat sich wieder die SG Waldsolms gesetzt, die Schlusslicht Eintracht Wetzlar mit 8:0 nieder kanterte. Verbandsliga-Absteiger VfB Wetter siegte mit 3:1 in Wetter und setzte sich damit auch in der Spitzengruppe fest. Punktgleich mit dem FC Cleeberg ist der FC Ederbergland II. Die Oberliga-Reserve siegte mit 2:1 über den FC Burgsolms und weist nun wie die Kleebachtaler auch 9 Punkte auf.

FC Cleeberg – TSF Heuchelheim 2:0 (1:0) Die Heimelf stellte die Heuchelheimer Gäste vor allem in der 1. Halbzeit durch agressives Pressing im Spielaufbau vor erhebliche Probleme. Die Belohnung für das frühe Stören folgte auf dem Fuß. TSF-Torwart Paul Kottek versuchte von der Strafraumgrenze seinen Mitspieler anzuspielen, der zeigte sich unaufmerksam, Moritz Schmidt eroberte sich den Ball und schoss aus 25 Metern auf das verweiste Tor. Keeper Kottek war zwar noch mit der Hand am Ball, konnte aber nicht verhindern, dass das Leder im Netz landete.

Diese Führung brachte Sicherheit und Selbstvertrauen. Mit seiner einzigen Gelegenheit in der 13. Minute durch Kevin Kaus, dessen Schuss Kevin Misgaiski im FC-Tor mit der Schulter parierte, blieben die Gäste im weiteren Verlauf vorne recht harmlos. Die Mannschaft von Daniel Schäfer jedoch hätte die Führung durchaus bis zum Pausenpfiff ausbauen können. Nach Flanke von Moritz Schmidt wurde der Kopfball von Dominik Huisgen abgeblockt. Mit einem guten Reflex lenkte Torwart Kottek einen 16-Meter-Schuss von Johannes Kaiser gerade noch so zur Ecke. Ein Freistoß von Moritz Schmidt aus 17 Metern setzte direkt neben dem Pfosten ins Toraus auf. Pech hatte kurz vor dem Pausenpfiff Raphael Bause. Nach Zuspiel von Huisgen zog er von halblinks ab und traf nur die Querlatte.

Im zweiten ‚Durchgang wurde Heuchelheim mit zunehmender Spieldauer stärker, ohne jedoch zunächst chancenmäßig davon zu profitieren. Nach knapp einer Stunde setzte sich Andreas Klan aus abseitsverdächtiger Position in der Mitte durch, sein Schuss aus 12 Metern entschäfrte Kevin Misgaiski mit einer Glanzparade. Die Cleeberger Konter waren aber auch nicht ungefährlich. Nach einem verunglückten Abwehrversuch von Torwart Kottek stand Christian Theisinger etwa 35 Meter vor dem leeren Tor. Sein Schuss konnte aber abgeblockt werden.

Eine Viertelstunde vor Schluss setzte sich Gästespieler Niklas Launert in der Mitte durch, schoss aus 10 Metern flach in die Ecke und fand seinen Meister in Kevin Misgaiski, der auch diese Gelegenheit der Gäste mit einer tollen Parade zunichte machte. In der Schlussphase, als die Beine der Cleeberger immer schwerer wurden, versuchten es die Heuchelheimer mit der Brechstange. Es sprang aber nichts mehr dabei heraus.

Mit Kontern waren die Mannen aus dem Kleebachtal wesentlich gefährlicher. In der Nachspielzeit fiel dann auch noch das erlösende und zudem hochverdiente 2:0. Moritz Schmidt schickte den eingewechselten Marvin Daniel auf die Reise, der lief alleine auf Torwart Kottek zu, scheiterte aber an diesem. Im Nachsetzten blockte Daniel mit einem Pressschlag den Ball, der zum 2:0 im Netz landete.

Die drei Punkte gegen die höher eingestufte TSF Heuchelheim ist umso bemerkenswerter, dass mit Daniel Wiesenfeller und Torjäger Henrik Keller (bisher 7 Saisontreffer) zwei Stammspieler ausfielen und Sturmführer Dominik Trivlino bereits nach 21 Minuten verletzt ausgetauscht werden musste.

Spielstenogramm: FC Cleeberg; Kevin Misgaiski im Tor; Raphael Bause Pascal Kühn, Stefan Hocker, Alexander Bernhardt, Dominik Huisgen ,Florian Flink, Johannes Kaiser , Moritz Schmidt , Christian Theisinger (ab 83. Marvin Daniel), Dominik Trivilino (ab 21. Simon Kranz – ab 90. Philipp Watz)

Zuschauer: 120, Schiedsrichter: Emil Schwarz (Bruchköbel)

Torfolge: 1:0 (3.) Moritz Schmidt; 2:0 (90+3), Marvin Daniel.