Der FC Cleeberg kann sich für’s Erste von den Abstiegsrängen fernhalten. Nach einem hart erkämpften 4:1 bei der Hessenliga-Reserve aus Watzenborn und Steinberg steht der FCC nach sieben Spielen mit 12 Punkten da. Die Mannschaft um Kapitän Dominik Huisgen überzeugte dabei vor allem mit einer klasse Mannschaftsleistung und einer Chancenverwertung, die keine Wünsche offen ließ.
(vie) SC Teutonia Watzenborn-Steinberg II – FC Cleeberg 1:4 (0:2) – Gehörig Auftrieb erhielt der FCC schon allein durch einen sensationellen Start in die Partie. Schon nach zehn Minuten nahm Raphael Bause eine Kopfballabwehr aus 20 Metern volley und versenkte den Ball im langen Eck. Die Überraschung war den Hausherren deutlich anzumerken, denn bereits mit der nächsten Aktion profitierte Huisgen von einem unfreiwilligen Assist eines Watzenborner Abwehrspielers. Einen verunglückten Querpass konnte Cleeberg’s Kapitän freistehend direkt zum 2:0 verwerten. So ungeschickt sich die Heimmannschaft bis dahin auch angestellt hatte, so druckvoll agierte sie allerdings von nun an. Cleeberg musste sich in der verbliebenen Spielzeit heftigen Angriffen erwehren. Die beste Chance zum Anschluss bot sich der Teutonia bereits nach einer Viertelstunde. Nachdem Taner Keles von Stefan Hocker im Strafraum gefoult wurde, hatte Andreas Wiertelorz die Gelegenheit per Elfmeter die Aufholjagd einzuleiten. Christian Weber im FCC-Tor aber parierte den Strafstoß… den Ersten… Der Schiedsrichter-Assistent nämlich reklamierte, dass der Torwart die Linie zu früh verlassen habe. Somit bekam Wiertelorz eine zweite Chance, die er aber ebenfalls vergab. Wieder hielt Weber die Zwei-Tore-Führung für Cleeberg fest.
Nach dieser ereignisreichen Anfangsviertelstunde pendelte sich das Geschehen insofern ein, dass Watzenborn den Großteil des Ballbesitzes für sich verbuchen konnte und nicht selten – initiiert durch den starken Aziz Toprak – zu Chancen kam. Allerdings zog sich etwas wie ein roter Faden durch diesen Freitagabend: vor dem Tor gelang der Mannschaft von Trainer Sebastian Bruns exakt nichts! Angefangen bei den Elfmetern Wiertelorz‘, kann die Aufzählung über Doppelchancen und geblockte Schüsse in aussichtsreicher Position fortgeführt werden. So scheiterte zum Beispiel Keles in der 40. Minute mit einer Direktabnahme aus kurzer Distanz. Die Defensive um Hocker hatte also durchaus das ein oder andere Mal Glück. Tatsächlich aber das Glück des Tüchtigen, denn die weitaus meisten, der schnell vorgetragenen Angriffe der Heimelf wurden zunichte gemacht, bevor es brenzlig wurde. Wertvolle Entlastungsangriffe konnten zwar ab und zu gestartet werden, blieben aber ohne Erfolg.
Die zweite Hälfte begann, wie die erste aufgehört hatte. Mit dem Unterschied, dass Cleeberg erfolgreiche „Nadelstiche“ setzen konnte. So leitete Pascal Kühn einen Konter nach einer Watzenborner Ecke ein und schickte Dominik Trivilino auf die Reise. Schneller als die gegnerische Defensive sich hätte sortieren können, legte er für Simon Kranz auf. Der lief frei auf Keeper Daniel Nigbur zu und verwandelte cool zum 3:0 aus Cleeberger Sicht (53.). Auch mit dem dreifachen Rückstand gab sich Watzenborn allerdings nicht auf und drückte weiter auf den Anschlusstreffer. Die beste Chance darauf hatte zunächst Wiertelorz, als er eine Maßflanke am kurzen Eck verstolperte (70.). Fünf Minuten vor Schluss klärte Weber einen Freistoß von Patrick Neubert toll zur Ecke. Diese führte jedoch zum 3:1-Anschlusstreffer: Patrick Neubert nickte aus kurzer Distanz ein.
Jedwede Aufbruchstimmung zur Schlussoffensive machte allerdings Dominik Trivilino in der 90. Minute zunichte. Er luchste einem Watzenborner Abwehrmann den Ball ab und belohnte sich für seinen Einsatz, indem er Nigbur umkurvte und den vierten Cleeberger Treffer erzielte.
Der nächste Einsatz des FCC steht am kommenden Samstag, um 17:30 Uhr in Leusel an.
Stenogramm:
Watzenborn-Steinberg: Nigbur; Guzu, Taskin, Wiertelorz, Schmandt (62. Fabel), Keles, Toprak, Güngör (64. Feriduni), Aslan (46. Dzemaili), Neubert, Pancar
FC Cleeberg: Weber; Bause, Kühn, Bernhardt (81. Krick), Hocker, P. Flink, Theisinger, Wiesenfeller, Trivilino, Huisgen (80. Pizzini), Kranz (64. F. Flink)
Schiedsrichter: Recep Akcura (Frankfurt a.M.); Assistenten: Simon Henninger & Timo Höfel
Tore: 0:1 Bause (10.), 0:2 Huisgen (11.), 0:3 Kranz (53.), 1:3 Neubert (85.), 1:4 Trivilino (90.)
Gelbe Karten: Toprak, Schmandt, Neubert, Güngör, Taskin, Fabel, Dzemaili (Watzenborn) – Weber, Wiesenfeller, F. Flink (FCC)
Besondere Vorkommnisse: Weber hält Elfmeter von Wiertelorz (14.), Weber hält Elfmeter von Wiertelorz (15.)