Gegen einen von Beginn an aggressiv und robust zu Werke gehenden Gastgeber erwarben sich die Schmidt-Schützlinge zunächst einige spielerische Vorteile und eine optische Überlegenheit. Doch an der Körpersprache war deutlich zu erkennen, dass sich die Hausherren die Butter nicht vom Brot nehmen lassen wollten. Zumal der junge Schiedsrichter aus dem benachbarten Bromskirchen fast alles an Körpereinsatz der Hausherren durchgehen ließ, was ansonsten abgepfiffen wird. Zu spät realisierten die Gäste, dass an diesem Tage ein gesunder Körpereinsatz nicht nur notwendig, sondern offensichtlich auch erlaubt war.
Ederbergland agierte mit blitzschnellen Kontern und gab in der 8. Minute den ersten Warnschuss ab. Ein Fehlpass in der Vorwärtsbewegung und der schnelle Gegenzug, gegen die an diesem Tage nicht immer sattelfeste Cleeberger Abwehr, führte in der 13. Minute zum 1:0 für die Gastgeber. Cleeberg hielt zwar dagegen und versuchte den Ausgleich zu erzielen, doch ernsthafte Torchancen wurden nicht herausgespielt, da mehrfach die falschen Entscheidungen getroffen wurden. Statt den Abschluss zu suchen, wurde frei vor dem Tor quer gespielt, oder aus unmöglichem Winkel am langen Eck vorbei geschossen, statt einen frei stehenden Mitspieler zu bedienen. Besser machte es Ederbergland nach einem weiteren Fehlpass der Cleeberger im Mittelfeld. Der Konter wurde erfolgreich zum 2:0 abgeschlossen (23.).
In Hälfte zwei versuchten die Gäste das Ergebnis zu verbessern, doch blieb vieles Stückwerk und trotz größter Anstrengungen, gelang es einfach nicht sich durch zu setzen. So blieb es am Ende bei dem verdienten 2:0 Sieg für den FC Ederbergland. Wenn auch einige Spieler des FCC angeschlagen waren, haben einige offensichtlich gegen den Tabellenvorletzten nicht den gebührenden Respekt aufbringen können, der für solch ein Spiel notwendig ist.
Nach den zuletzt ausgezeichneten Leistungen der Mannschaft, muss nach diesem nicht zufriedenstellenden Spiel, der Blick wieder nach vorne gerichtet werden. All die Tugenden, die in den letzten Wochen gezeigt und hoch gelobt wurden, sollten schnell wieder abgerufen werden. Mit Blau Gelb Marburg kommt nach Ostern der nächste schwere Gegner, am 18. April ist das Pokalhalbfinale in Burgsolms und am 21. April tritt man beim Titelmitfavoriten VFB Giessen an. Ein verdammt schweres Programm. Die Mannschaft hat aber die Qualität es ordentlich zu bestehen, wenn sie wieder an sich glaubt, alle Spieler gesund sind und das „füreinander“ wieder im Vordergrund steht. (RS)
Im Einsatz waren: Laras Schmidt, Elia Seidel, Luca Fischer, Marvin Müller, Marvin Zintl, Max Schmider, Maximilian Kiethe, Nico Rosenkranz, Niklas Panzer, Nils Tischler und Patrick Löw.
Schiedsrichter: Paulus Danilo, Bromskirchen.