Zum ersten Mal in seiner über sechzigjährigen Vereinsgeschichte, trifft der FC Cleeberg auf das jahrelange Aushängschild im mittelhessischen Fußball, den VfB Marburg. Die Gäste rutschten erstmals in Ihrer 107-jährigen Historie in einer Klasse auf Bezirksebene. Anfang der Milleniumgrenze hatte man in der Unistadt noch ganz andere Pläne. Ex-Präsident Pauli wollte sogar in den Profibereich aufsteigen mit dem damaligen Oberligisten. Nach guten Jahren mit den uns bekannten Trainern Cestonaro, Hassler und Sichmann, kam jedoch der Abstieg in die Verbandsliga. Da hatte man vor allem mit den finanziellen Altlasten, die aufgrund der ehrgeizigen Pläne entstanden waren, zu kämpfen und der Abstieg in die Gruppenliga folgte. Hier will man den Anker setzen und versuchen mit jungen, talentierten Spielern aus der eigenen Jugend peux á peux wieder nach vorne zu kommen. Besonders dem ehemaligen Bundesliga-Kicker der Frankfurter Eintracht und als Marburger Ur-Gestein bezeichneten Günther Keifler und dem rührigen Trainer Hartmut Huber ist es zu verdanken, dass der VfB bald wieder an bessere Zeiten anknüpfen könnte. Die Ergebnisse mit der jungen Mannschaft sind zwar wechselvoll, aber die Jungspunde haben noch Luft nach oben. Vor allem auf die beiden gefährlichen Spitzen Lübben und Williams muß die Abwehr um Cleebergs Libero André Böttner aufpassen. Beim FCC ist die Personalmisere noch lange nicht behoben. Der schöne 6:1 Erfolg in Kinzenbach wurde teuer erkämpft, da Joshua Müll, Daniel Mangi, Julius Loos und auch André Böttner angeschlagen sind. Außerdem fehlt Johannes Kaiser am Sonntag. Dafür ist Alex Bernhardt wieder an Bord und könnte als Verteidiger aufgeboten werden. Auch Jannick Hesse hat in der Reserve gezeigt, dass er fit ist und das mit zwei guten Spielen gezeigt!
Wie am Ende die Elf aussieht, entscheidet sich erst am Sonntag. Wegen der personellen Misere, wäre Coach Andy Wirth auch mit einem Punkt durchaus zufrieden! Anstoß ist um 15.00 in Espa.