(RS) Was andere vergeblich versucht haben, schaffte der VFB Marburg im heutigen Spiel mit einer überzeugenden Leistung. Der VFB schlug den Tabellenführer FC Cleeberg mit 4:0. Der Sieg fiel zwar etwas zu hoch aus, war aber verdient, da Marburg an diesem Tag die bessere Mannschaft war.
Es sollte allerdings auch nicht der Tag des Spitzenreiters sein. Bereits in der 5. Minute ging Marburg durch ein Tor in Führung, da der Ball dem Spieler über den Schlappen rutschte und sich dadurch unhaltbar über Marvin Zintl hinweg ins Tor drehte. Cleeberg versuchte anschließend das Spiel in den Griff zu bekommen, spielte aber oft zu umständlich und viel zu sehr durch die Mitte. Einigen Akteuren fehlte die notwendige Frische und offensichtlich auch der Mut zum schnellen, direkten Spiel. Ganz anders die Gastgeber, die immer wieder zielstrebig das Spiel verlagerten, schnell von Abwehr auf Angriff umschalteten und gefährlich über die Flügel spielten. Dennoch hatte Cleeberg Chancen zum Ausgleich, nutzte sie aber nicht. Es ist auch müßig zu diskutieren, wie sich das Spiel entwickelt hätte, wenn Schiedsrichter Hendrik Lapp, aus dem Marburger Vorort Niederwalgern, auf den Punkt gezeigt hätte, als der Marburger Torwart in den ersten Spielminuten Nico Rosenkranz mit gestreckten Beinen kurz vor dem Tor zu Fall brachte.
Nachdem Lucas Horst schon kurz vor Ende der ersten Hälfte mit Atemproblemen ausgewechselt werden musste, nahm das Unheil dann seinen Lauf. Wenige Minuten nach Wiederbeginn schieden Leon Boczkowski und Abwehrchef Max Schmider verletzungsbedingt aus, so dass Trainer Marco Blaschke Mittelmotor Nico Rosenkranz ins Abwehrzentrum und Goalgetter Moritz Szukalski ins Mittelfeld zurück ziehen musste. Ein unnötiger Ballverlust in der Vorwärtsbewegung führte zu einem Konter der Marburger, die diesen überlegt zum 2:0 abschlossen (41.). Dann setzte Cleeberg alles auf eine Karte und stellte erneut um, ohne dass dies zum Erfolg führte. Das Risiko wurde nicht belohnt. Durch einen sehenswerten Treffer von der Strafraumecke erhöhte Marburg auf 3:0. Dann schieden auch noch Lennard Kuss und später Nico Rosenkranz verletzt aus, so dass die junge Mannschaft ohne ihre Führungsspieler deutlich überfordert war. Sie wehrte sich dennoch nach Kräften, musste allerdings noch das 4:0 (54.) hinnehmen.
Nun gilt es für die jungen Himmelsstürmer aus dem Kleebachtal aus dieser Niederlage zu lernen. Jetzt weiß jeder wieder, dass der Erfolg nur über den unbedingten Einsatzwillen aller Akteure erreicht werden kann. Auf der anderen Seite können „Alle“ über das bisher erreichte stolz auf sich sein und sich zu recht freuen. Ein Riesenkompliment zu dieser von Niemandem erwarteten Leistung.
Im Einsatz waren: Lara Schmidt, Leon Boczkowski, Roman Hellhund, Lucas Horst, Lennard Kuss, Alexander Richter, Nico Rosenkranz, Max Schmider, Moritz Szukalski, Tom Woiwod, Torben Uhlig und Marvin Zintl.