Hartes Stück Arbeit – Verdienter erster Sieg unter Interimstrainer Marco Blaschke – Yannick Lehr mit dem Tor des Abends

FC Cleeberg – SG Kinzenbach 1:0 – Der FC Cleeberg scheint den Schock des plötzlichen Rücktritts von Andreas Wirth gut verdaut zu haben. Bei der Premiere von Marco Blaschke an der Seitenlinie gelang den Cleebachtalern ein 1:0 Sieg gegen die SG Kinzenbach.
Danach sah es zu Beginn der Partie allerdings nicht aus. Da tat man sich sehr schwer und die erste Viertelstunde ging klar an die „Heuchelheimer“. In Chancen äußerte sich das in der 5. Minute, als Spielertrainer Andre Weinecker einen Freistoß knapp über das rechte Lattenkreuz zirkelte und in der 9. Minute in einem Schuss von Nicolas Anker. Danach wurde es allerdings eine Partie auf Augenhöhe. Cleeberg fand besser in die Zweikämpfe und kam zu eigenen Chancen. So in der 16. Min. als ein Fernschuss von Joshua Müll gegen den Innenpfosten knallte und von dort gegen den nicht immer sicheren Gästekeeper Nico Popp. Verdutzt von dieser „Billard-Aktion“ konnte der den Ball nicht festhalten und so prallte er von ihm wieder in die Gefahrenzone. Darauf hatte Andre Böttner gelauert, kam aber nicht mehr entscheidend zum Abschluss und der Ball wurde geklärt. Die nächste Gelegenheit wieder auf der Gegenseite: hier kam Farzan Nikkhah nach einer Flanke am langen Pfosten ungehindert zum Kopfball. Das scheint aber nicht zu seinen Stärken zu zählen, denn der Versuch verfehlte das Tor (22.). Eine dicke Gelegenheit leitete der umtriebige Johannes Kaiser ein (32.). Er steckte für Yannick Lehr durch, der zunächst allein unterwegs war in Richtung Gästetor. Beim Schussversuch wurde er allerdings wieder von Abwehrspielern bedrängt und so kam nur ein schwacher Abschluss dabei heraus. Was die Abschlussstärke angeht, machte es Simon Kauss auf der Gegenseite besser! Sein strammer Schuss konnte drei Minute später von Kevin Misgaiski nur mit hochgerissenen Fäusten entschärft werden. Zur nächsten Cleeberger Chance kam es in der 37. Minute. Da war es Ski-Ass Christoph Becker, der von der linken Seite scharf vor’s Tor flankte. Dort kam Lehr mit einem langen Bein gerade noch an den Ball und stocherte ihn so am Torwart vorbei in die Maschen! 1:0! Dabei blieb es auch bis zur Halbzeitpause.

In die zweite Hälfte starteten die Cleeberger wesentlich besser, als in die erste! Drei Gelegenheiten erspielte man sich in den ersten zehn Minuten. Nr. 1 war eine Kopfballvorlage von Yannick Lehr mit dem Rücken zum Tor, die der lauernde Andre Böttner nicht mehr rechtzeitig erreichen konnte (48.). In der 51. Min. verpasste wiederum Böttner eine doppelte Kopfballvorlage vom guten Sebastian Kaiser und Yannick Lehr am langen Pfosten. Zu guter letzt war es wieder Sebastian Kaiser mit einer Kopfballbogenlampe nach Flanke seine Bruders Johannes, die aber knapp am langen Pfosten vorbei ging. Cleeberg war in dieser Phase dem 2:0 definitiv näher als Kinzenbach dem Ausgleich.
Erst in Minute 72 erspielte sich die Gäste die erste nennenswerte Chance: Einen Freistoß aus dem Halbfeld von Weinecker köpfte Christian Geiss auf’s Tor. Das war aber sichere Beute von Kevin Misgaiski.
Dann: Aufregung im Kinzenbacher Strafraum! Durch starkes Nachsetzen auf der linken Seite von Joshua Müll kam es, dass Yannick Lehr frei vor Popp auftauchte und den Ball an ihm vorbeilegte. Das brachte ihm aber nicht viel, weil er von einem anhänglichen Gegenspieler zu Boden gerissen wurde. Das beurteilte der Schiedsrichter irgendwie anders und verzichtete auf einen Pfiff. In ausgleichender Gerechtigkeit behandelte er dann auch die Kinzenbacher auf der Gegenseite. Da sprang Sebastian Kaiser der Ball im Sechzehner unglücklich an die Hand und die Gäste forderten deshalb einen Elfer. Aber auch den gab Schiedsrichter Rausch nicht. In dieser hektischen und intensiven Schlussphase war Kinzenbach eher am Drücker und die Cleeberger Defensive hatte phasenweise alle Hände voll zu tun, die Kinzenbacher Angriffsversuche abzuwehren. Am Ergebnis änderte sich allerdings nichts mehr, auch nicht mit einem Kinzenbacher Kopfball, der letzten Aktion des Spiels (93.).

Die drei Punkte bleiben letztlich verdient, wenn auch aufgrund der Schlussphase ein wenig glücklich im Kleebachtal. Der FCC verbessert sich mit mittlerweile 38 Punkten auf Rang 7 und überholt die SGK. Kinzenbach fällt auf Rang 10 zurück.

Der nächster Termin des FCC ist am Sonntag, dem 07.04.2013, 15:00 Uhr. Da geht es gegen den Tabellenzweiten aus Schröck. Gespielt wird in Langgöns (Kunstrasen).

Stenogramm:

FC Cleeberg: Kevin Misgaiski; Timo Sänger, Daniel Mangi, Brummschädel Kaiser, Johannes Kaiser, Kai Knapp (89. Erik Schimpf), Andre Böttner (70. David Pizzini), Joshua Müll (85. Christian Theisinger), Yannick Lehr, Christoph Becker, Benedict Müll

SG Kinzenbach: Nico Popp, Yavuz Kaplan, Eugen Dreiling, Nicolas Anker, Andre Weinecker, Nicolas Pantke (82. Tim Koritkowski), Eduard Haid, Oliver Richardt, Farzan Nikkhah (64. Steffen Spottka), Florian Rohrbach (60. Christian Geiss), Simon Kauss

Schiedsrichter: Andreas Rausch (Romrod); Assistenten: Jonas und Pirmin Mülot

Tore: 1:0 Yannick Lehr (37.)

Gelbe Karten: Knapp, Lehr (Cleeberg) – Haid (Kinzenbach)