1. Hälfte quasi ohne Torchance – Naunheim dreht in Halbzeit 2 auf – Fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen.
TUS Naunheim vs. FC Cleeberg 2:0 – Cleeberg trat die Partie nach mehreren – zum Teil kurzfristigen – Ausfällen mit einem Rumpfkader an, inklusive personeller Unterstützung aus der 2. Mannschaft. Auf der Ausfallliste standen dann mit Jannik Hesse (Rückenbeschwerden), Salvatore Russo (gesperrt), Christoph Becker, Joshua Müll (beide Fieber), David Pizzini (beruflich verhindert) und Andre Böttner (Kniebeschwerden) gleich sechs Spieler. Aus diesem Grund hieß die Devise von vorne herein, die Defensive zu stärken und möglichst ohne Gegentor zu bleiben.
In der ersten Halbzeit gelang das dem FCC auch sehr gut. Man hatte sogar die einzigen beiden nennenswerten Halbchancen. So war ein 30-Meter-Aufsetzer von Sebastian Kaiser der über das Tor flog und eine scharfe Flanke von Daniel Mangi, die von Tohüter Kai Lopez gefischt wurde, das einzige was den Begriff Torschuss verdiente. Viel spielte sich im Mittelfeld ab. Kombinationen blieben generell Stückwerk und des Öfteren wurde mit langen Bällen operiert. Die wurden aber jeweils von den guten Abwehrreihen abgeräumt.
Völlig anders stellte sich das Bild in der 2. Halbzeit dar. Naunheim machte mit seiner ersten echten Chance das 1:0. Simon Schneider nahm eine Flanke von der rechten Seite direkt und traf zum 1:0. Ein sehenswerter Treffer aus dem Nichts. In der Folge war Naunheim am Drücker und hätte das zweite Tor erzielen können. Jonas Kuss traf auf Vorlage von Simon Schneider allerdings nur den Pfosten (54.). Vier Minuten später schnickte Mahyar Aliakbari vom Fünfer-Eck aus eine Flanke von Timo Bloch über’s Tor.
Erst in der 65. Minute kam Cleeberg zu einer guten Gelegenheit durch Benedict Müll. Er köpfte eine Freistossflanke von Christian Theisinger knapp am Tor vorbei. Der Ausgleich blieb den Cleebergern damit verwehrt und es kam noch dicker. In der 70. Minute startete Aliakbari einen Lauf über die rechte Seite und passte scharf nach innen. Dort stand Simon Kuss bereit und musste nur noch einschieben. Ob das aus einer Abseitspostion geschah, war fraglich.
Wenn die Schiedsrichter in der Folge gelbwürdige Fouls, Ball wegschlagen bereits verwarnter Naunheimer oder absichtliche Handspiele im Mittelfeld übersahen oder nicht so streng bewerteten, ist das eine Sache. Nicht erfreulich für Cleeberg, aber ok… Einen überdeutlichen Elfmeter nach Foul an Timo Sänger nicht zu geben, war allerdings eine Frechheit! Der Gegenspieler trat den Ball einwandfrei ins Aus, blöd nur, dass Sänger’s Beine im Weg standen und er ihn regelrecht ummähte. Zumindest der Linienrichter hatte beste Sicht auf die Dinge. Folgerichtig wurden in der daraufhin zwei Cleeberger wegen Reklamierens verwarnt und die Naunheimer lachten sich tatsächlich ins Fäustchen…
Insgesamt geht der Sieg für Naunheim aufgrund der besseren Chancen und der Drangphase zu Beginn der zweiten Hälfte in Ordnung. Allerdings blieb offen, wie sich ein eventueller Anschlusstreffer auf den Spielverlauf ausgewirkt hätte.
Für Cleeberg geht es am Samstag erneut mit einem Derby weiter. Gegner ist Birklar. Gespielt wird auf dem Langgönser Kunstrasen und Anpfiff ist um 18:30 Uhr.
Stenogramm:
TUS Naunheim: Kai Lopez; Max Sigl, Max Rinn, Nico Tafferner (25. Timo Bloch), Melvin Laustroer, Simon Schneider, Marco Fabrizio, Yannic Sidorenko, Mahyar Aliakbari (70. Kilian Rühl), Nico Drewes, Jonas Kuss (70. Zerfas)
FC Cleeberg: Kevin Misgaiski; Timo Sänger, Daniel Mangi (78. Oliver Würz), Sebastian Kaiser, Erik Schimpf, Christian Theisinger, Kai Knapp, Johannes Kaiser, Yannick Lehr, Benedict Müll, Alexander Bernhardt
Schiedsrichter: Felix Horn (Eltville am Rhein); Assistenten: Martin Osterberg & Daniel Kamnitzer
Tore: 1:0 Schneider (47.), 2:0 Kuss (70.)
Gelbe Karten: Aliakbari (Naunheim) – Knapp, Sänger, Müll (Cleeberg)