(RS) Trotz eines 5:2 Sieges gegen erschreckend schwache Gäste (und das bei allem Respekt) aus Aßlar, zeigte die SG nur in der ersten Hälfte phasenweise, dass sie richtig gut Fußball spielen kann. Bereits der erste Angriff, führte nach einem langen Abschlag von Marvin Zintl auf Niklas Panzer, der diesen aufnahm und sicher am Torwart vorbei schob, zum 1:0 (02.). Anschließend wurden die Gäste mit schnellem Spiel und viel Druck in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Die nächsten drei großen Torchancen wurden dann allerdings überhastet und unkontrolliert vergeben.
In der 12. Minute führte dann ein Eckball von Patrick Löw auf Leonardo Pizzini zum 2:0. Nico Rosenkranz verwandelte die nächste Ecke per Kopfball zum 3:0 (25.). Dann kombinierten sich Dorian Ruiz und Niklas Panzer auf der linken Seite durch und Niklas schloss zum 4:0 ab (28.). Nur drei Minuten später schloss Leonardo eine weitere gelungene Aktion mit Moritz Szukalski durch gutes Nachsetzen zum 5:0 Pausenstand ab. Die Defensive stand bis dahin stark und zeigte einen schnellen Spielaufbau.
In Hälfte zwei sollte weiterhin die Konzentration hoch gehalten, der Ball schnell gespielt und der sichere Abschluss gesucht werden. Einzelaktionen sollten möglichst vermieden werden. So die Ansage von Trainer Marco Blaschke. Das haben aber wohl nicht alle Spieler gehört, oder noch schlechter: nicht verstanden?
Als nach einer, dieser nicht gewünschten und unnötigen Einzelaktion in der Vorwärtsbewegung, der Ball im Mittelfeld vertändelt wurde, stimmte hinten die Zuordnung nicht und der Stürmer der Aßlarer C2 konnte unbehindert Richtung Tor marschieren und auf 5:1 verkürzen. Danach rappelte sich die Mannschaft zwar wieder auf, war erneut drückend überlegen, es wurde aber viel zu egoistisch der Abschluss gesucht, statt den besser stehenden Mitspieler zu bedienen. Dies hatte zur Folge, dass die vielen Torchancen vergeben wurden, oder dem Torwart selbst aus kurzer Distanz mehrfach direkt in die Arme geschossen wurde, statt den Ball in die Ecke zu schieben. Zu allem Überfluss wurde dann noch zwei Minuten vor Schluss das nächste Geschenk verteilt und Aßlar das 5:2 vorbereitet (68).
Unter dem Strich war das gegen einen Gegner, der in dieser Formation mit Sicherheit größte Probleme haben wird, die Klasse zu halten, schlichtweg zu wenig. Ein wesentlich höherer Sieg, wäre mit einer konzentrierten Leistung, vor allem in Hälfte zwei, und einer uneigennützigeren Spielweise leicht möglich gewesen. Wenn dies nicht ganz schnell geändert wird, wird es spätestens im nächsten Punktspiel gegen den Meisterschaftsfavoriten, die JSG Ehringshausen, ein böses Erwachen geben.
Keine Probleme mit dem Spiel hatte der souverän leitende Schiedsrichter W. Schmidt.
Im Einsatz waren: Marie Henrich, Orkan Bicakkiran, Felix Fecke, Lennard Kuss, Patrick Löw, Niklas Panzer (2), Leonardo Pizzini (2), Nico Rosenkranz (1), Dorian Ruiz Perez, Benny Saltenberger, Max Schmider, Moritz Szukalski und Marvin Zintl.