FCC hält Schröck lange stand. Wer solche Spiele gewinnt, wird Meister. Hiobsbotschaft nach Abpfiff
FSV Schröck vs. FC Cleeberg 1:0
Der erste nennenswerte Versuch kam von Linksverteidiger Jakob Hafer (20.). Seine verunglückte Flanke wurde zum Torschuss und flog knapp am langen Pfosten vorbei. In der 26. Minute wurde Manuel Schäfer in aussichtsreicher Position noch rechtzeitig gestört, so dass nicht mehr als eine Ecke heraussprang. Roman Herdt hatte von rechts flach in den 16er gepasst. In der 33. Minute stibitzte Sebastian Kaiser im 16er den Ball vom Fuß des einschussbereiten Julian Kraus. Cleeberger Entlastungsangriffe waren bis dato eher harmlos. So konnten weder Tobias Sinkel, noch David Sauer das von Florian Eidam gehütete Tor in ernsthaft in Gefahr bringen. Das galt allerdings nicht für den Versuch Daniel Mangi’s (35.)! Von Andre Böttner fein freigespielt, stand er frei vor dem Tor, konnte die Kugel aber nicht versenken. Die letzte Möglichkeit gehörte wieder Schröck: Stürmer Brian Davis versuchte es mit einem platzierten Aufsetzer. Aber so war der gut aufgelegte Kevin Misgaiski im Cleeberger Tor an diesem Tag nicht zu bezwingen.
In der zweiten Halbzeit hatte Cleeberg die erste Gelegenheit. Einen langen Freistoß von Chris Becker legte Sebastian Kaiser auf David Sauer ab. Gestört von der Schröcker Defensive, konnte er in guter Position aber keinen platzierten Schuss abgeben (52.). Acht Minuten später war es auf der anderen Seite Kraus, der in aussichtsreicher Position und von Lukas Greb freigespielt, den Ball über das Tor jagte. Im direkten Gegenzug kam es dann zu einer – aus Cleeberger Sicht – denkwürdigen Szene des Spiels: David Sauer wird auf dem Weg zum Tor im Sechzehner von zwei Schröcker Abwehrspielern hart angegangen und umgestoßen. Klares Foul (wie auch der Schiedsrichter direkt nach der Situation verlauten ließ). Warum er dann an der Stelle keinen Elfmeter gab, wird sein Geheimnis bleiben. Für weniger sprach er dann allerdings Schröck in der 78. Minute einen Elfer zu. Manuel Schäfer bekam einen missglückten Klärungsversuch von Erik Schimpf vor die Füße. Nicht zum ersten Mal an diesem Mittag fiel er mehr oder weniger schwer getroffen nach einem Zweikampf schreiend auf den Kunstrasen und Schiedsrichter Patrick Büscher zeigte auf den Punkt. Der bärenstarke Abwehrchef Steffen Rechner legte sich den Ball zu recht. Sein Versuch war gar nicht mal so schlecht, aber Kevin Misgaiski machte sich lang und länger und hielt den Ball mit einer sensationellen Parade.
Direkt im Gegenzug schickte David Pizzini David Sauer auf die Reise. Allerdings spielte Keeper Eidam mit und klärte in höchster Not per Fußabwehr außerhalb des 16ers. Spätestens ab jetzt drückte Schröck vehement auf den Siegtreffer. Aus dem Spiel heraus gelang das allerdings nicht mehr. Weder Mehmet Kocak (81.), noch Herdt (90.) konnten die Cleeberger Defensive überwinden. Es lief bereits die dritte Minute der Nachspielzeit, als der schnelle Roman Herdt in den Cleeberger 16er eindrang und sich aufmachte Abwehrchef Erik Schimpf mit mächtig Dampf zu umkurven. Als letztes Mittel blieb da nur das Foul und Schröck kam somit zur zweiten Elfmeter-Chance. Diesmal war Schäfer der Schütze und diesmal landete der Ball auch in den Maschen des Tores.
Negativer Schlusspunkt waren Wortgefechte und eine „Rudelbildung“ nach dem Schlusspfiff in deren Folge dämlicherweise je ein Cleeberger und ein Schröcker mit Rot bedacht wurden.
Abgesehen davon hat sich der FCC mit dieser Leistung sehr teuer verkauft und hätte sogar einen Punkt gegen den in nunmehr zwölf Spielen, zwölfmal siegreichen Spitzenreiter mitnehmen können.
Der Ärger über die Niederlage war noch nicht ganz verflogen, da erreicht die Mannschaft eine erschreckende Nachricht: Alexander Bernhardt hatte auf dem Weg zum Spiel einen schweren Verkehrsunfall auf der A5. Die Verantwortlichen des FCC hatten schon während des Spiels mit mulmigem Gefühl auf die Ankunft des 21-jährigen gewartet, der sonst die Zuverlässigkeit in Person ist.
Schlimm genug, aber trotzdem Glück im Unglück: Er ist mit leichteren Verletzungen davon gekommen und schon Sonntag Nachmittag aus dem Krankenhaus entlassen worden.
Auf diesem Wege die besten Genesungswünsche!!!
Das nächste Spiel des FCC steht am Donnerstag, 3. Oktober (Tag der deutschen Einheit) an. Gegner in Cleeberg ist Heuchelheim. Anstoß ist um 15 Uhr.
Stenogramm:
FSV Schröck: Eidam; Hafer (50. Yildiran), Rechner, Brass, Herdt, Davis, Fallnix, Kocak (83. Breitenmoser), Greb, Schott, Kraus (65. Groos)
FC Cleeberg: Misgaiski; Mangi, Sinkel, Sänger, Schimpf, Kaiser, Theisinger, Böttner, Sauer, Becker, Pizzini (88. Meywald)
Schiedsrichter: Patrick Büscher
Tore: 1:0 Schäfer (Foulelfmeter, 90. + 3)
Gelbe Karten: Sinkel, Schimpf, Pizzini (Cleeberg)
Rote Karten: Yildiran (Schröck, Tätlichkeit, 90 + 8), Pizzini (Cleeberg, Beleidigung, 90 + 8)