Cleeberg lange Zeit eine harte Nuss. Führung hält nicht lange. Wetzlar in letzten 15 Minuten abgezockter.

FC Cleeberg vs. Eintracht Wetzlar 1:3 (0:0) – Beide Mannschaften mussten ihr Personal für diese Pokalpartie fast schon zusammenkratzen.Auf beiden Seiten fehlten einige Stammspieler. Vielleicht war das mit ein Grund für die wenigen herausgespielten Chancen in der ersten Hälfte. Wobei man zugegebenermaßen vor allem von den Gästen mehr erwartet hätte, die immerhin noch Spieler mit Hessenliga-Erfahrung aufbieten konnten. Cleeberg stand defensiv gut und machte die Räume eng. Das führte dazu, dass Wetzlar genau einmal gefährlich vor’m von Christian Weber gehüteten Tor auftauchte. Eine Flanke von Andreas Schäfer legte Daniel Beck am langen Pfosten per Kopf in die Mitte, wo Stefan Hocker allerdings unter Bedrängnis aus 5 Metern über’s Tor zielte. Ansonsten waren es hüben, wie drüben mehr halbgare Möglichkeiten, denn gefährliche Torraumszenen. Cleeberg nutzte vor allem Standards um sich vor dem Wetzlarer Tor zu zeigen. Wetzlar agierte weitestgehend mit mehr Ballbesitz, aber spätestens im letzten Spielfeld-Drittel waren sie regelmäßig mit ihrem Latein am Ende und der Cleeberger Defensiv-Verbund klärte, was zu klären war.

In der zweiten Halbzeit war dann schon wesentlich mehr Leben drin. Angefangen mit einem langen Einwurf von Olcay, den Pizzini vor’m Tor verpasste (59.), über einen Konter den David Sauer frei vor dem Wetzlarer Keeper Philipp Hartmann mit einem zu schwachen Abschluss beendete (59.). Auch Wetzlar machte mit einem Schuss von Arian Gojani aus spitzem Winkel auf sich aufmerksam, allerdings machte Weber den mit einem Reflex zunichte (62.). Im Gegenzug beendete Cleeberg dann die Befürchtungen, das Spiel könnte zur Nullnummer nach 90 Minuten verkommen. Linksaußen Christian Theisinger setzte sich durch und flankte scharf vor’s Tor. David Sauer lauerte am langen Pfosten, bekam die Kugel vor die Füße und vollendete zum 1:0. In der Folge merkte man Wetzlar zwar an, dass sie das Ergebnis so nicht stehen lassen wollten, wirklich drückend überlegen agierten sie aber weiterhin nicht. So hatte Volkan Öztürk in der 69. Minute eine gute Gelegenheit. Seinen Schuss aber parierte Weber am kurzen Eck. Cleeberg hingegen blieb mit Kontern gefährlich und hatte die beste Gelegenheit nachdem Hüseyin Metin gestartet war und dann Olcay bediente. Sein Schuss von der 16er-Grenze ging allerdings am Kasten vorbei. Als die letzte Viertelstunde anbrach, ließen beim FCC Kraft und damit Konzentration soweit nach, dass Wetzlar gemachte Fehler umgehend bestrafte. So kam Torjäger Daniel Beck 18 Meter vor dem Tor an den Ball, sah, dass Weber zu weit vor dem Tor stand und überwand ihn mit einer lockeren Bogenlampe (76.). Aber Cleeberg hatte noch nicht alles Pulver verschossen. So verlud Tobias Sinkel am Wetzlarer 16er seinen Gegenspieler und kam frei zum Abschluss (82.). Der war allerdings nicht platziert und fest genug, um Keeper Hartmann wirklich in Nöte zu bringen. Wie man es besser macht, zeigte Andreas Schäfer auf der Gegenseite, als er nach einem von Weber abgewehrten Versuch am schnellsten schaltete und zur Führung abstaubte (84.). In Person von Lehr und Pizzini versuchte Cleeberg es noch einmal aus der Ferne. Ihre Versuche verfehlten aber entweder ihr Ziel oder waren Beute von Hartmann. Quasi mit dem Schlusspfiff schloss Rotschopf Schäfer einen sauberen Spielzug, nach Flanke von Hocker mit dem 3:1 aus Wetzlarer Sicht ab.

Fazit: Cleeberg hat den personellen Umständen zum trotz lange Zeit mehr als gut dagegengehalten und für Wetzlar nicht viel zugelassen. Die Gäste waren zwar auch mit einem dünnen Spielerkader angereist, müssen sich aber trotzdem ankreiden lassen, 75 Minuten keinen Klassenunterschied herausgespielt zu haben. Gewonnen haben die Gäste verdient, aber um ein Tor zu hoch.

Stenogramm:

FC Cleeberg: Weber; Becker, Sinkel, Russo, Schimpf, Hesse (85. Hoffmann), Theisinger, Olcay, Metin (75. Lehr), Sauer, Pizzini

Eintracht Wetzlar: Hartmann; Hocker, Öztürk, Huisgen, Beck, Schäfer, Türk (73. Avas), Schmidt, Wagner, Gojani, Rüzgar

Schiedsrichter: Daniel Velten (Schöffengrund); Assistenten: Felix Dutschmann & Alperen Kayabasi

Tore: 1:0 Sauer (63.), 1:1 Beck (76.), 1:2 Schäfer (84.), 1:3 Schäfer (90.)

Gelbe Karten: keine