FCC mit einer Fülle an besten Gelegenheiten. Lollar nutzt Momentum in erster Hälfte nicht. Timothy Poet schlägt ein.
Eintracht Lollar vs. FC Cleeberg 0:4 (0:2) – Die Konstellation vor dem Spiel war eindeutig:
Zum Spiel: In den ersten 20 Minuten wollte der FCC gleich klare Patente machen und das gelang auch. Gleich mit der ersten Gelegenheit klingelte es im Lollarer Kasten. David Sauer nahm eine Kopfballverlängerung von Tobias Sinkel auf und überrumpelte die noch unsortierte Defensive der Eintracht. Mit einem flachen und platzierten Abschluss ließ er Keeper Miguel Thomas keine Chance. Weitere Gelegenheiten von Sinkel und vor allem Sauer blieben in den folgenden Minuten ungenutzt. So hatte Lollar in Minute 19 Glück, dass es bei den eigenen ersten harmlosen Schüssen nur 0:1 stand. Kurz darauf war es wieder der gut aufgelegte Sauer, der zu einer Doppelchance kam. Allein er brachte sie nicht im Tor unter. So kam die Heimmannschaft zu ihrer stärksten Phase und hätte hier die Cleeberger abstrafen und in Führung gehen können, ja müssen. Zuerst klärte Yannick Lehr nach einer Ecke unglücklich vor dem eigenen Tor, so dass Miftari zu einer guten Schusschance kam. Im Zuge der darauf folgenden Ecke stieg Ufuk Ersentürk am höchsten und köpfte aus fünf Metern auf’s Cleeberger Tor. Zum Glück für die Gäste zum einen nicht sonderlich platziert und zum anderen war Christian Weber mit einem klasse Reflex zur Stelle. Wenige Minuten später war es die selbe Konstellation (Flanke, Kopfball Ersentürk) die den FCC in Bedrängnis brachte. Aber wieder erzielte Lollar nicht den Ausgleich. Infolge dessen war der FCC wieder dran. Aber zum einen schoss Lehr eine maßgenaue Flanke freistehend über das Tor (34.) und zum anderen scheiterte Sauer nicht zum ersten und auch nicht zum letzten Mal freistehend vor Keeper Thomas im Lollarer Kasten (35.). Es blieb in der Folge ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, die aber nichts weiter einbrachten. So dauerte es bis zur 43. Minute ehe ein Lehrbuch-Konter Cleeberg das 2:0 besorgte. Eingeleitet von Spielertrainer Andre Böttner über Johannes Kaiser und Sauer, der von links scharf flankte, musste Lehr vor’m Tor nur noch den Fuß hinhalten.
Wer zu Beginn der zweiten Hälfte ein Anrennen der Lollarer erwartete, wurde enttäuscht. Bis auf eine scharfe Hereingabe, die Weber abfing (46.), kam vorerst nichts. Und Cleeberg ging weiter äußerst großzügig mit besten Gelegenheiten um. Sauer wurde von Böttner geschickt und lief ein weiteres Mal allein auf Thomas zu. Aber wiederum krönte er seine Leistung nicht mit einem weiteren Treffer (47.). Fur Lollar schienen weiterhin Kopfbälle das einzige probate Mittel zu sein, um Gefahr auszustrahlen. Ein Versuch von Thomas Glied ging allerdings drüber (54.). Was die Offensive anbelangte, blieb der FCC die bessere Mannschaft. Gökhan Olcay bediente wiederum Sauer, der auf der rechten Seite davonzog und in den 16er eindrang. Sein Versuch aus spitzem Winkel wurde allerdings zur Ecke geklärt. Weitere Gelegenheiten von Lehr (per Kopf) und Christoph Becker (Fernschuss) waren nicht so zwingend und brachten ebenfalls nichts ein. Es dauerte bis in die Schlussminuten, ehe sich annähernd sensationelles ereignete. Der erst kürzlich verpflichtete Austauschstudent Timothy Poet (Fächer: Sport und Philosophie) wurde in’s kalte Wasser geworfen und kam für die letzten 15 Minuten ins Spiel… und netzte gleich doppelt. Die Tore ähnelten sich verblüffend. Sowohl in der 79., als auch in der 82. Minute war es Andre Böttner, der einen Freistoß mit Wucht vor’s Tor brachte. Keeper Thomas konnte jeweils nur abprallen lassen und Poet war jedesmal zur Stelle, einmal mit links und einmal mit rechts. Da machte es sich bezahlt, dass er in den U.S.A. – genauer Florida – an der Gainesville-University jahrelang beidfüßig ausgebildet wurde. Die beiden Treffer setzten den Schlusspunkt unter diese unterhaltsame und für den FCC erfolgreiche Partie.
Fazit: Wenn Cleeberg in der ersten Hälfte auf’s Gas trat, brannte es regelmäßig lichterloh im Lollarer Strafraum. Glück hatten die Gäste allerdings, dass die Eintracht den Spies mit den guten Gelegenheiten, die sich boten, nicht umdrehte. In der zweiten Hälfte war Cleeberg dem 3:0 regelmäßig näher, als Lollar dem Anschlusstreffer. In den letzten Minuten konnte verdientermaßen alles klar gemacht werden.
Die nächste Partie steht am kommenden Sonntag (24.11.13) an. Gegner im Kleebachtal wird dann die zweite Mannschaft des SC Waldgirmes sein. Anstoß ist um 14:45 Uhr.
Stenogramm:
Eintracht Lollar: Thomas; Akci, Akillar, Pfeiffer, Celik, Güngör (46. Belloff), Miftari (70. Tega), Ersentürk, Glied, Tomicic (77. Riegel), Ay
FC Cleeberg: Weber; Mangi, Sinkel (70. Russo), J. Kaiser, Schimpf, S. Kaiser, Theisinger, Olcay (65. Becker), Böttner, Sauer, Lehr (72. Poet)
Schiedsrichter: Sebastian Müller; Assistenten: Christopher Bastian & Dominik Bräunche
Tore: 0:1 Sauer (1.), 0:2 Lehr (43.), 0:3 Poet (79.), 0:4 Poet (82.)
Gelbe Karten: Glied, Celik, Belloff (Lollar) – Böttner, Becker (Cleeberg)