Leistungsgerechtes Unentschieden. Hätte nicht torlos sein müssen. Rasen wohl auf Monate beschädigt.
FSG Homberg/Ober-Ofleiden vs. FC Cleeberg 0:0 – Die Vorzeichen für den FCC waren nicht sonderlich gut. Mit den Ausfällen von Daniel Mangi (Grippe) und Tobias Sinkel (Zahn-OP) fehlten schonmal zwei Dauerbrenner. Damit aber nicht genug mussten sich auch Timo Sänger (Rücken), Salvatore Russo (Arbeit), Jannik Hesse (Rücken), Christian Weber (Halswirbelbeschwerden), David Pizzini (Wirbelverletzung) und Christoph Becker (Fußverletzung) abmelden.
In der ersten halben Stunde sah es dann erstmal danach aus, als sein mehr drin. Schon in der vierten Minute startete David Sauer ein Solo durch die Mitte und legte am 16 quer auf den freistehenden Yannik Lehr. Sein direkter Versuch ging allerdings knapp neben das Gehäuse. In der 28. Minute war es dann Sauer alleine, der nach einem langen Ball von Sebastian Kaiser erst Innenverteidiger Emmerich überlief und aus gut 18 Metern zum Schuss kam. Aber auch dieser Versuch verfehlte sein Ziel. Die beste Kombination lieferten Böttner, Johannes Kaiser und Christian Theisinger ab (30.). Letzterer wurde auf dem Weg in den 5er aber im letzten Moment abgedrängt. Die beste Chance der Homberger hatte Thomas Kotthoff in der 32. Minute, als eine Flanke lang und länger wurde und knapp am langen Pfosten vorbeisegelte.
In der ersten Halbzeit deutete sich an, was sich in der zweiten Halbzeit bestätigte: Fussball spielen, war auf dem Homberger Rasen nur noch schwerlich möglich. Noch dazu kostete der tiefe Rasen die Akteure Kraft und somit auch Konzentration. Ein ziemlich unansehnliches Spiel mit vielen Fehlpässen (Cleeberg und Homberg) und Bällen, die unbedrängt in’s Aus gespielt wurden (Homberg) entwickelte sich. Ruppig und nicklig wurde es zudem. Schenken wollten sich beide Mannschaften definitiv nichts und aus dieser Sicht ist den Beteiligten auch kein Vorwurf zu machen. Die besseren Gelegenheiten hatte in diesem Abschnitt die FSG. Direkt nach Wiederanpfiff steuerte der Kapitän Dominik Pfeil auf das Cleebeger Tor zu, verfehlte es mit seinem Schuss aber knapp. In der 62. Minute dasselbe Ergebnis bei einem Schuss vom schnellen Tim Stöhr. Die beiden guten Angreifer (Stöhr und Seipp) waren bei der der Cleeberger Defensive (Böttner, Schimpf und Bernhardt) ansonsten in guten Händen. Zwischen den beiden genannten Chancen lag noch eine dicke des FCC. Gökhan Olcay schickte Sauer über den rechten Flügel auf die Reise. Der drang in den 16er ein und umkurvte einen Gegenspieler. Aus spitzem Winkel übersah er leider den besser postierten Lehr und versuchte es mit einem Torschuss, der aber am langen Pfosten vorbeiflog. Das war es. Bis Spielende brachten beide Mannschaften keine Chancen mehr zustande und trennten sich letztlich torlos.
Fazit: Mit etwas Glück und einem frühen Tor, hätte der FCC drei Punkte aus Homberg entführen können. Aber prinzipiell geht das Unentschieden in Ordnung. Cleeberg bleibt vorerst auf Platz 10, punktgleich mit der FSG und mit sieben Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.
Randnotiz: Als der FCC in Homberg anreiste, war man zunächst überrascht, wie gepflegt der Platz aussah. Das vor allem wegen des nass-kalten Wetters in der letzten Zeit. Aber mit dem ersten Gang über den Platz und vor allem nach den 90 Minuten hatte sich die Meinung schnell relativiert. Wenn eine Horde Wildschweine etwas Essbares unter der Grasnarbe vermutet hätte, hätte der Platz nachher vermutlich nur unwesentlich katastrophaler ausgesehen. Unverständlich, wie eine Platzkommission für so etwas grünes Licht geben kann. Die Partie jedenfalls hat dem – eigentlich top-gepflegten – Platz auf Sicht den Rest gegeben.
Stenogramm:
FSG Homberg/Ober-Ofleiden: Böcher; Gunkelmann, Justus, Donath, Emmerich, Pfeil, Akar, Awiszus, Seipp, Kotthoff (83. Repp), Stöhr (83. Enns)
FC Cleeberg: Misgaiski; J. Kaiser, Metin (75. Wohlrab), Schimpf, S. Kaiser, Theisinger, Olcay, Böttner, Sauer, Lehr, Bernhardt
Schiedsrichter: Eric Weigel; Assistenten: Yannick Blüm & Marc Reti
Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: Justus, Awiszus, Emmerich (Homberg) – S. Kaiser, Sauer, Lehr, Böttner (Cleeberg)