(RS) Das Spiel begann für die SG gar nicht schlecht. Vom Anpfiff an Druck nach vorne und in der dritten Minute einen Pfostenkracher von Marie Henrich, den Abpraller setzte Moritz Szukalski an den Pfosten und dann drei Nachschüsse, in die sich die Braunfelser Abwehrspieler voller Leidenschaft hineinwarfen und so einen frühen Rückstand verhinderten. Diese Szenen waren symptomatisch für die folgenden 70 Minuten (incl. 3 Min. Nachspielzeit).
Anschließend versuchte die SG in das Spiel zu finden, während Braunfels mit langen, einfachen Bällen nach vorne agierte. Dies Rezept ging für die von Anfang bis Ende voller Bereitschaft kämpfenden Braunfelser Spieler voll auf. So erzielten sie in der 23. Minute das 1:0, ließen sich auch durch das 1:1, nach der einzig wirklich gelungenen Kombination des noch Tabellendritten nicht aus dem Konzept bringen und erhöhten kurz vor der Pause auf 2:1.
Nach der Pause, brachte zunächst der dankenswerterweise noch hinzugekommen Niklas Panzer durch beherztes Auftreten frischen Wind in die Angriffe der SG. Als dann jedoch Braunfels durch einen direkt verwandelten Freistoß mit 3:1 in Führung ging, war das Spiel gelaufen. Anschließend siegte bei zu vielen Spielern der SG die Frühjahrsmüdigkeit, oder sie gaben schlichtweg auf. Andere litten zu sehr unter der Last Ihrer künftigen Ambitionen. Da waren Kopf und Beine zu schwer und kreisligatauglicher Fußball nicht möglich. Braunfels nützte die Gunst der Stunde, überrumpelte die SG mehrfach und erhöhte noch zum verdienten 5:1.
Die an diesem Desaster Beteiligten haben nun in den zwei ausstehenden Meisterschafts- und einigen Testspielen, insbesondere aber schon in den nächsten Trainingseinheiten, die Möglichkeit zu zeigen, dass dies ein einmaliger Ausrutscher war und die Mannschaft Charakter besitzt. Ansonsten besteht für Einige die Gefahr, dass aus Ambitionen Illusionen werden.
Am Ergebnis haben mitgewirkt: Marie Henrich, Roman Hellhund, Benny Saltenberger, Felix Fecke, Jacob Stark, Dorian Ruiz Perez, Nico Rosenkranz, Patrick Löw, Orkan Bicakkiran, Moritz Szukalski, Leonardo Pizzini (1), Luca Auriga und Niklas Panzer.